Airbus schreibt hervorragende Zahlen, doch Probleme mit Zulieferern trüben den Ausblick und lassen den Aktienkurs purzeln
Auch in diesem Jahr kann Airbus wohl nicht wie gewünscht liefern
Das vergangene Jahr darf seitens Airbus wohl als Erfolg verbucht werden. Das Unternehmen konnte sich bei allen wesentlichen Kennzahlen verbessern und eine steigende Dividende dürfte ganz im Sinne der Anteilseigner sein. Die Reaktionen der Märkte zeigen aber eindrucksvoll, dass es eben nicht nur auf solche Faktoren ankommt.
Die Aktie von Airbus (NL0000235190) gab am Donnerstag um 6,8 Prozent auf 187,10 Euro nach, nachdem der Flugzeugbauer die Zahlen für 2025 präsentierte. Dabei störten die Anleger sich nicht am Umsatz, der sich um sechs Prozent auf 73,4 Milliarden Euro verbesserte. Auch das Ebit wies mit 7,13 Milliarden Euro zu gefallen und stieg gegenüber dem Vorjahr um ein Drittel an.
Bestärkt durch solche Zahlen will Airbus auch die Dividende von bisher 3 Euro je Aktie auf 3,20 Euro je Anteilsschein erhöhen. Bis hierher scheint alles blendend zu laufen. Als Sahnehäubchen gibt es dann auch noch ein prall gefülltes Auftragsbuch. Dennoch waren die Anleger, und auch das Unternehmen selbst, letzten Endes unzufrieden. Zurückzuführen ist das vordergründig auf Produktionszahlen.
Airbus leidet unter Problemen mit Zulieferern
Bereits im vergangenen Jahr musste Airbus seine Produktionsziele dezent nach unten korrigieren. Im laufenden Jahr wird es wohl weiterhin Probleme geben, insbesondere beim schwer beliebten Mittelstreckenjet A320. Verantwortlich dafür sind dem Konzern zufolge vor allem Probleme mit Zulieferern. Pratt & Whitney liefert noch immer weniger Triebwerke als vertraglich vereinbart. Airbus will nach eigener Aussage zwar für seine Vertragsreche kämpfen. Triebwerke aus dem Ärmel schütteln kann man aber freilich nicht.
Für das laufende Jahr wird nun in Aussicht gestellt, 870 Verkehrsflugzeuge auszuliefern. Bis Ende 2027 soll die Produktion sich bei 70 bis 75 Maschinen pro Monat einpendeln. Ursprünglich sollte dieses Ziel schon deutlich früher erreicht werden. Die Rückschläge treten in einer Zeit auf, in der Konkurrent Boeing wieder deutlich aufholen kann. Auch deshalb befürchten einige Marktakteure bereits, dass Airbus in Zukunft so manchen Auftrag letztlich an den Mitbewerber verlieren könnten.
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21.02.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

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