Airbus mit Lieferproblemen beim A350 – Boeing zieht sich langsam aus der Krise
US-Produktion sorgt für Lieferverzögerungen beim A350
Lieferverzögerungen beim Langstreckenjet A350 sorgt bei Airbus für Gegenwind am Aktienmarkt.
Bei Airbus (NL0000235190) lief es zu Beginn des Jahres so wie die letzen Jahre aufgehört hatten und zwar mit einem großen Abstand zu dem US-Konkurrenten Boeing. Bei den Quartalsergebnissen ist man Boeing weiter enteilt und wird in der näheren Zukunft kaum einzuholen zu sein. Aktuell hat Airbus allerdings mit einigen Lieferproblemen zu kämpfen.
So hat der europäische Luftfahrtgigant Schwierigkeiten bei der Produktion von Rumpfabschnitten für den Langstreckenjet. Diese werden in dem US-Werk in Kinston im US-Bundesstaat North Carolina hergestellt. Die Produktionszahlen liegen aufgrund von Personalengpässen deutlich unter der Prognose für dieses Jahr. Das US-Werk hatte Airbus im letzten Jahr vom insolventen Zulieferer Spirit AeroSystems übernommen. Das Werk ist dabei unternehmenskritisch für die Produktion vom A350.
Das Werk hatte bereits im letzten Jahr zu einigen Störungen bei Auslierungen gesorgt. So musste Airbus die Markteinführung der Frachtversion des A350 aufgrund von größeren Störungen in der Lieferkette um mindestens ein halbes Jahr auf die zweite Hälfte des Jahres 2027 schieben. Zusätzlich liegt das interne Ziel in Gefahr die monatliche Zielproduktionsrate von 12 A350 bis 2028 zu schaffen und damit die Produktionsrate zu verdoppeln.
Die Verzögerungen sorgen bei Airbus für einiges an Gegenwind am Aktienmarkt. Seit Mitte Januar korrigierte die Aktie von Airbus von über 219 € auf das aktuelle Kursniveau bei 167,80 €. Damit liegt die Aktie nur noch rund 4 % über dem Kursniveau von vor einem Jahr und auf einem Niveau mit dem Kursniveau des Novembers 2023.
Boeing verbessert Auslieferungszahlen erheblich
Zum ersten Mal seit der 737‑MAX‑Krise 2019 hat Boeing (US0970231058) in einem Quartal mehr Flugzeuge ausgeliefert als Airbus. Im ersten Quartal 2026 lieferte Boeing rund 130 Maschinen aus und lag damit knapp vor Airbus mit etwa 120 Jets.Zusätzlich sorgte eine Großbestellung für Aufmerksamkeit: Ein unbekannter Kunde orderte 28 Großraumflugzeuge von Boeing – ein Auftrag im Milliardenwert.
Im ersten Quartal des Jahres 2026 verbuchte Boeing eine starke operative verbesserung zu dem Vorjahreszeitraum. Der Umsatz stieg um 14 % auf rund 22,2 Milliarden US-Dollar. Dennoch lag das operative Ergebnis weiterhin rund 7 Millionen Us-Dollar im negativen Bereich. Auch der freie Cashflow lag mit 1,5 Milliarden US-Dollar im negativen Bereich. Dennoch zeigt der US-amerikanische Konkurrent klare Verbesserungstendenzen. Gerade bei den Bestellungen sorgt die Nähe zu US-Präsident Trump für einen starken Auftragsbestand.
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02.06.2026 - Christian Teitscheid

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