Alibaba: Umsatzstagnation und Gewinneinbruch
Das war kein Glanzstück - Alibaba’s Umsatz stagniert und der Gewinn bricht -74 % ein
Alibaba erschreckt mit einer Stagnation beim Umsatz und einem Gewinneinbruch. Im Dezember-Quartal konnte der chinesische Riese zwar weiter bei AI und Quick Commerce stark wachsen, aber das Hauptgeschäftsfeld E-Commerce hielt alles zurück.
Der Gewinneinbruch im 3. Fiskalquartal ist harsch. Anders kann man es nicht sagen. Es war bekannt, dass Alibaba (KYG017191142) auf der einen Seite stark in den Ausbau seiner AI-Aktivitäten investiert, während gleichzeitig aus diesem jungen Geschäftsfeld nur wenige direkte Umsätze kommen, und auf der anderen Seite man sich einen ruinösen Wettbewerb mit Meituan (KYG596691041) und JD.com (KYG8208B1014) im Bereich Quick Commerce leistet. Unter dem Strich sorgte dies dafür, dass das operative Ergebnis im Dezember-Quartal um -74 % auf 10,65 Mrd. Yuan (ca. 1,35 Mrd. Euro) einbrach.
Gleichzeitig wuchs der Gesamtumsatz nur noch um 2 %. Die Analysten hatten nicht mit viel Wachstum gerechnet. Der Konsens hatte sich auf 289,79 Mrd. Yuan eingeschossen, doch Alibaba blieb mit 284,84 Mrd. Yuan (ca. 36,13 Mrd. Euro) klar darunter. Und das, obwohl der wettbewerbsintensive Quick Commerce um 56 % auf 20,84 Mrd. Yuan und Cloud Intelligence um 36 % auf 43,28 Mrd. Yuan wuchsen. Das Schwergewicht - E-Commerce - stagniert jedoch bei 131,58 Mrd. Yuan. Die Börse akzeptiert die steigenden Kosten, aber nicht, wenn gleichzeitig das Umsatzwachstum durch das Hauptgeschäftsfeld zurückgehalten wird.
Alibaba: Umsatzstagnation und Gewinneinbruch
Vor diesem Hintergrund muss man auch die jüngste Preiserhöhung von Baidu (KYG070341048) sehen. In dieser Woche hob man für seine AI-Cloud Dienste die Preise um bis zu 30 % an. Dieser Schritt geschieht vor allem vor dem Hintergrund der OpenClaw Euphorie in China, die das ganze Land erfasst hat. Der Token-Verbrauch ist durch die beliebteste Open-Source-Software aller Zeiten spürbar in die Höhe getrieben worden, womit sich ein Ansatz für Baidu und damit auch für einen wichtigen AI-Player wie Alibaba ergibt, die rasant steigende Nachfrage zu monetarisieren.
Spannend sind die Chip-Ambitionen des Konzerns. Die Tochter T-Head Semiconductor hat eine hauseigene GPU entwickelt und diese nun zur Produktionsreife gebracht. Der Chip ist darauf ausgelegt, die wichtigsten Engpässe im AI-Geschäft zu lindern, was insbesondere das Training der eigenen AI-Familie Qwen angeht, als auch die arbeitsintensive Interference. T-Head hat die GPU obendrein so entwickelt, dass sie kompatibel mit den bestehenden und üblichen AI-Frameworks ist. Oder anders gesagt: Alibaba macht es Google nach, die stark in den eigenen AI-Chip TPU (Tensor Processing Unit) investiert hat und damit ein wenig die Abhängigkeit von Nvidia (US67066G1040) reduziert. Für die Börse ist das grundsätzlich ein ausgesprochen attraktives Asset, da es mittelfristig den Anstieg der Kosten für AI dämpfen kann.
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20.03.2026 - Mikey Fritz

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