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Rekordinvestitionen sorgen bei Alibaba für schwache Profitabilität

Alibabas Quartalszahlen sorgen bei Investoren für Enttäuschung

NTG24 - Rekordinvestitionen sorgen bei Alibaba für schwache Profitabilität

 

Der chinesische Einzelhandelsriese Alibaba erleidet starken Gewinneinbruch und verfehlt die Prognose klar. Die hohen Investitionen drücken die Marge und erzielen bislang noch nicht das gewünschte Ergebnis.

Alibaba (KYG017191142) ist der Technikkonzern Chinas und vereint in einem Unternehmen das Geschäftsmodell von Unternehmen wie Amazon (US0231351067), PayPal (US70450Y1038) und eBay. So betreibt Alibaba mehrere große Handelsplattformen. Alibaba.com ist eine B2B-Plattform für den internationalen Großhandel. Taobao ist ein C2C-Marktplatz und vergleichbar mit eBay. Alibaba verkauft auf beiden Plattformen nicht selbst, osndern stellt die Plattform lediglich für Händler und Käufer bereit und erhält dann eine Provision für jeden getätigten Verkauf.

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Zusätzlich ist Alibaba auch der größte Cloud-Anbieter in China und folgt dabei dem Beispiel von AWS, also der Cloud-Abteilung von Amazon. Hier bietet Alibab Cloud den Unternehmenskunden zusätzliche Rechenleistung, Platz zur Datenspeicherung und eigene KI-Applikationen zur Sortierung und Analyse der Datensätze an. In den letzten Jahren hat Alibaba auch immer wieder kleinere Teile des Unternehmenimperium abgespaltet und an die Börse gebracht. Einer dieser Kandidaten ist auch die Ant Group. Der Hauptprodukt von Ant ist dabei Alipay, das mobiles Bezahlen, digitale Wallets und auch Versicherungen und Kredite in einer Plattform vereint.

Ant sollte eigentlich im November 2020 an die Börse gehen. Der Börsengang in Shanghai und Hongkong wurde allerdings kurz vorher von den chinesischen Aufsichtsbehörden gestoppt. Seitdem sind zwar die Gerüchte über einen Neuanlauf des Börsenganges immer wieder aufgekommen, doch mehrfach öffentlich dementiert. In der Folge ist auch die potenzielle Bewertung von Ant von über 200 Milliarden US-Dollar auf rund 79 Milliarden US-Dollar abgesackt. Aktuell befindet sich das Unternehmen allerdings weiterhin im regulatorischen Umbau, was die Voraussetzung für eine zukünftige Börsennotierung war. Zudem musste Alibaba den Anteil an dem Zahlungsdienstleister aufgrund des regulatorischen Klemmgriffes auf ein Dritte der Aktien reduzieren.

 

Alibaba enttäuscht im letzen Quartal

 

In der letzten Woche hat Alibab die Zahlen für das abgelaufene Dezemberquartal vorgelegt und dabe die Vorgaben der Analysten durch die Bank verfehlt. Zwar stieg der Umsatz leicht um 1,7 % auf rund 40,2 Milliarden US-Dollar, doch die Analysten waren im Konsens von einem Wachstum von rund 6 % ausgegangen. Besorgniserregend war der Blick auf die Gewinnentwicklung. Dieser ist um 66 % auf nur noch knapp +ber 3 Milliarden US-Dollar zurückgegangen.

Hauptgrund für die schwache Profitabilitätsentwicklung sind vor allem die massiven Investitionen in Alibab Cloud mit den Hauptsegmenten Cloud-Computing und Künstliche Intelligenz. Die Investitionen übertreffen dabei die aktuellen Effizienzgewinne deutlich. Allerdings muss das Unternehmen auf die Zukunftstrend bauen, denn das Cloud-Geschäft war das einzige Konzernsegment, das im letzten Quartal eine positive Wachstumsdynamik aufweisen konnte. Der Umsatz stieg um rund 36 % und CEO Addie Wu verkündete sogar, dass das KI-Geschäft im zehnten Quartal hintereinander ein dreistelliges prozentuales Umsatzwachstum erzielen konnte.

Dieser Hoffnungsschimmer reichte den Investoren allerdings nicht aus und die Aktie sackte im Handel um rund 6 % ab. Dies könnte auch das Ende des mittelfristigen Aufwärtstrends sein, den Alibab im September 2024 startete.

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24.03.2026 - Christian Teitscheid

Unterschrift - Christian Teitscheid

 

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