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Der europäische Gerichtshof lässt Alphabet abblitzen und verdonnert Google endgültig zur Zahlung einer Rekordstrafe

Alphabet muss sich geschlagen geben

NTG24 - Der europäische Gerichtshof lässt Alphabet abblitzen und verdonnert Google endgültig zur Zahlung einer Rekordstrafe

 

Seit Jahren schon wird vor Gericht um die Frage gekämpft, ob Google beim Betriebssystem Android in der Vergangenheit seine Marktmarkt vielleicht etwas zu sehr ausgenutzt haben könnte. Die EU-Kommission fasste einen entsprechenden Beschluss bereits im Jahr 2018. Gestört hat man sich in erster Linie an Vorgaben, welche Smartphone-Herstellern bei der Verwendung des Betriebssystems Android auferlegt wurden.

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Alphabet (US02079K3059) bzw. Google verlangte beispielsweise, dass die Hersteller die Google-Suche und den Browser Chrome als Standard vorinstallieren. Außerdem sollte auf die Vor-Installation von anderen Suchmaschinen verzichtet werden. Ansonsten verzichtete Google auf die Weiterleistung von Werbeeinnahmen. Der Konzern argumentierte damit, im Sinne der Nutzer gehandelt zu haben. Bei den Richtern konnte dies jedoch nicht verfangen.

 

 

 

Bestätigt wurde nun eine Rekordstrafe in Höhe von 4,1 Milliarden Euro. Ursprünglich wurden sogar 4,3 Milliarden Euro gefordert, was in einem ersten Urteil aus 2022 aber dezent reduziert wurde. Herauswinden kann sich Alphabet nun nicht länger. Die EuGH-Richter konnten laut einer Mitteilung auch keinerlei Rechtsfehler erkennen.

Die meisten Unternehmen würden durch eine solche Strafzahlung direkt in Existenznöte geraten. Alphabet allerdings erzielte im vergangenen Jahr einen Nettogewinn von schwindelerregenden 132,2 Milliarden US-Dollar, was umgerechnet knapp 116 Milliarden Euro entspricht. Die Summe kann also mehr oder minder aus der Portokasse gezahlt werden. Dadurch bedingt blieben die Anleger recht entspannt und die Alphabet-Aktie verlor am Donnerstag nur um kaum nennenswerte 0,5 Prozent an Wert.

 

Für Alphabet bleibt es ungemütlich in der EU

 

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Werbebanner Zürcher Börsenbriefe Special 4 kleinEs zeigt sich an dem Urteil zwar, dass die Mühlen der Justiz in Europa oftmals sehr langsam mahlen. Zugleich wird Alphabet aber auch klargemacht, dass man es ernst meint und die Strafzahlungen sich stärker am Umsatz orientieren. Der Internet-Gigant verliert über vier Milliarden Euro, die auch in KI hätten investiert werden können. Da noch diverse weitere Verfahren laufen, unter anderem mit Blick auf das Werbegeschäft und KI-Anwendungen, könnte es in Zukunft noch ungemütlicher werden.

 

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03.07.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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