Bis zu 25 Milliarden Euro steckt Amazon zusätzlich zu bisherigen Investitionen in Anthropic und im Gegenzug will das Startup wohl im großen Stil Hardware ordern
Amazon vertieft seine Partnerschaft mit dem Claude-Entwickler
Amazon hat bereits etwa acht Milliarden US-Dollar in das KI-Startup Anthropic gesteckt, welches mit neuen KI-Modellen kürzlich für viel Begeisterung sorgte. Nun wird die Partnerschaft noch einmal deutlich ausgeweitet, was sich für Amazon auf lange Sicht wohl mehr als auszahlen dürfte.
Zunächst will Amazon (US0231351067) in einem ersten Schritt fünf Milliarden Dollar zusätzlich in Anthropic stecken. Für weitere Schritte werden weitere Investitionen von bis zu 20 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt. Im Gegenzug ließ der KI-Entwickler verkünden, im großen Stil Trainium-Chips von Amazon für das Training seiner KI-Modelle bestellen zu wollen. Über 100 Milliarden Dollar sollen dafür im Laufe der nächsten zehn Jahre fließen. Es scheint also, als würde Amazon schlussendlich mit einem satten Gewinn dastehen.
Gleichzeitig sichert sich Amazon eine Partnerschaft mit dem derzeit vielleicht heißesten Anbieter von KI-Anwendungen. Bei den Marktanteilen klassischer Chatbots spielt Claude zwar eine eher untergeordnete Rolle. Unter Enthusiasten und Entwicklern gilt das KI-Modell aber als klar überlegen. Zudem zeigen sich Regierungen sehr interessiert an den Programmen.
Anthropic macht sich unverzichtbar
Obschon Anthropic von der US-Regierung zu einem Lieferketten-Risiko erklärt wurde, nachdem das Unternehmen sich weigerte, seine KI-Modelle für die Massenüberwachung und zur Steuerung autonomer Waffensysteme zur Verfügung zu stellen, scheint Washington auf Claude nicht verzichten zu können. Insbesondere Claude Mythos Preview sorgt für Aufsehen. Damit konnten wohl Schwachstellen in Software aufgedeckt werden, die von Menschen seit Jahrzehnten unentdeckt blieben.
Anthropic hat derzeit keine Pläne, dieses Modell öffentlich zu machen. Es stellt aber unter Beweis, wie mächtig die eigenen Tools sind, sodass nicht nur die US-Regierung, sondern eben auch große Konzerne ein großes Interesse an einer Zusammenarbeit haben. Für Amazon könnten sich zusätzliche Investments in Zukunft doppelt auszahlen. Zum einen durch die Nutzung der Technologie und zum anderen durch zusätzliche Einnahmen bei der Bereitstellung von Hardware und Cloud-Kapazitäten.
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22.04.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

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