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Absatzzahlen von BYD brechen ein, Volkswagen schrumpft zum Marktführer in China, BMW gibt kräftig nach und auch Mercedes-Benz verkauft weniger Autos in Fernost

Rasant fallende Absatzzahlen im Reich der Mitte setzen den Autobauern zu

NTG24 - Absatzzahlen von BYD brechen ein, Volkswagen schrumpft zum Marktführer in China, BMW gibt kräftig nach und auch Mercedes-Benz verkauft weniger Autos in Fernost

 

Dass die Absatzzahlen insbesondere von Elektroautos sich in China zuletzt rückläufig entwickelten, das dürfte sich bereits herumgesprochen haben. Nun trudeln langsam auch immer mehr konkrete Zahlen ein, welche ein noch düsteres Bild als befürchtet zeichnen. Die Verkäufe fallen zum Teil auf historische Tiefstände, was sowohl deutsche Autobauer als zum Teil auch heimische Anbieter unter Druck setzt.

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Durch den Wegfall von Förderungen ist der Absatz von Elektroautos in China heftig eingebrochen. Das zeigen Daten des Branchendienstes Marklines, welche dem „Handelsblatt“ vorliegen. Insgesamt gingen die Verkäufe um rund 20 Prozent auf noch 1,2 Millionen Fahrzeuge zurück. Betroffen war in erster Linie das Einstiegssegment. Für BYD (CNE100000296) ergaben sich dadurch besonders schmerzhafte Rückgänge.

 

 

 

Nach einem Rückgang von knapp 40 Prozent musste BYD seinen Titel als Marktführer wieder abgeben und Experten rechnen nicht mit einer schnellen Erholung. Im vergangenen Jahr konnte der Preis für günstige Elektroautos in China durch Förderungen zuweilen noch um ein Drittel reduziert werden. Das sorgte allem Anschein nach für Vorzieheffekte und nun haben in einer von der Immobilienkrise geprägten Konjunktur anscheinend nur noch wenige Interesse an einer teureren Neuanschaffung.

 

Zweifelhafter Erfolg für Volkswagen

 

Zurück an die Spitze schaffte es im ersten Quartal Volkswagen (DE0007664039). Doch selbst im Unternehmen selbst ist man sich sehr bewusst darüber, dass dies nicht an der eigenen Stärke liegt. Viel mehr profitiert man von der Schwäche der Konkurrenz und muss selbst ebenfalls heftige Rückgänge wegstecken. Stark bleiben die Wolfsburger bei Verbrennern, was in China aber ein schrumpfender Markt ist.

Erfolge wären daher vor allem bei Elektroautos gefragt, wo die Absätze im letzten Quartal aber um 72 Prozent in die Tiefe stürzten. Gleichzeitig machten Volkswagen auch wegfallende Förderungen in den USA zu schaffen. Einzig in Europa verkaufte man deutlich mehr Elektroautos. Das reicht jedoch nicht, um bei den Anlegern für Zuversicht zu sorgen. Die Aktie gab am Mittwoch um weitere 1,4 Prozent bis auf 88,74 Euro nach.

 

BMW mit Schluckauf

 

BMW (DE0005190037) hatte sich fest vorgenommen, in China wieder zu wachsen, wie das Unternehmen erst im März verkünden ließ. Helfen soll dabei nicht zuletzt eine Produktoffensive im elektrischen Segment. Im ersten Quartal konnten jedoch keine Erfolge verzeichnet werden. Stattdessen brach der Absatz von E-Autos um rund 65 Prozent ein. Optimisten mögen damit argumentieren, dass dadurch ein Wachstum im kommenden Jahr immerhin einfacher gemacht wird. Wachsen will BMW aber natürlich nicht nur im Vergleich zu neuen Tiefpunkten.

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Auf der anstehenden Beijing Auto Show will BMW nun mit den Modellen iX3 und i3 punkten. Damit soll die „Neue Klasse“ auch im Reich der Mitte ankommen und im besten Fall die Wende einleiten. Euphorie ist bei den Aktionären noch nicht zu sehen. Die BMW-Aktie fiel am Mittwoch um 1,9 Prozent auf 81,88 Euro zurück. Die Verluste seit Jahresbeginn belaufen sich auf 15 Prozent.

 

Mercedes-Benz: Maue Zeiten in China

 

Bei Mercedes-Benz (DE0007100000) sieht die Ausgangslage nicht viel anders aus. Prozentual fiel der Rückgang hier mit 13,6 Prozent zwar überschaubarer aus als bei manchem Konkurrenten. Das liegt aber auch daran, dass der Stuttgarter Autobauer zuvor eine eher bescheidene Anzahl an Elektroautos in China verkaufte. In absoluten Zahlen bleib es bei einem schwachen Bild. Auch hier sollen neue Modell für Schwung sorgen. Der in Europa stark gefragte CLA konnte jedoch bisher nicht punkten. Müde 542 Einheiten davon wurden im ersten Quartal in China abgesetzt.

Die Schwäche auf dem dortigen Markt schlägt sich auch auf die Bilanz nieder. Die Dividende aus der Gemeinschaftsproduktion mit BAIC hat sich von ca. 1,7 Milliarden Euro im Jahr 2020 mittlerweile ungefähr halbiert und ist auf 881.000 Euro zurückgegangen. Selbstredend haben die Aktionäre daran nicht allzu viel Freude. Der Kurs gab gestern um 1,3 Prozent auf 50,50 Euro nach und blieb damit in direkter Nähe zum 52-Wochen-Tief bei 47,90 Euro.

 

Das große Sorgenkind

 

Der chinesische Markt ist für die Autobauer momentan nur eine Baustelle von vielen, aber mit Sicherheit die größte. Jahrelang konnte man in Fernost sehr entspannt enorme Wachstumsraten und hohe Gewinne erzielen. Nun aber bricht der Markt für E-Autos in einem von einem ruinösen Preiskampf geprägten Umfeld regelrecht zusammen. Dazu kommen dann auch noch US-Zölle und die generell schwer angeschlagene Konsumstimmung. Die weiteren Aussichten bleiben da eher düster, was sich in den Aktienkursen auch deutlich widerspiegelt.

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23.04.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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