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Novo Nordisk – Neuer CEO und Abo-Modell sollen den Weg zum Turnaround ebnen

Kann Novo Nordisk mit dem Abo-Modell wieder Marktanteile von Eli Lilly zurückgewinnnen?

NTG24 - Novo Nordisk – Neuer CEO und Abo-Modell sollen den Weg zum Turnaround ebnen

 

Novo Nordisk startet mit einem Abo-Modell für Wegovy in den USA. Neuer CEO soll den Turnaround bringen und den dänischen Pharmariesen wieder zurück zu alter Stärke führen.

Der dänische Pharmariese Novo Nordisk (DK0062498333) startet in den USA ab diesem Montag mit einem Abo-Modell für das Abnehmmedikament Wegovy. Novo Nordisk verspricht sich durch den niedrigeren und vorhersehbaren Monatspreis den Gewinn von neuen Kunden. Berechtigte Patienten, also Patienten, die die Medikamente selber zahlen können nun zwisxhen 3-, 6- oder auch 12-monatigen Abos für die kürzlich eingeführte Abnehmration in Tablettenform wählen. Für die Patienten soll im Gegenzug eine deutliche Kostenersparnis möglich sein. Novo Nordisk verkündete, dass die Patienten bis zu 600 US-Dollar jählrich bei der Tablette und sogar bis zu 1.200 US-Dollar jählrich bei der Injektion sparen könnten. Ab Anfang April können die Patienten das Abo über zahlreiche Telemedizin-Anbieter abschließen.

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Novo Nordisk steht weiterhin unter starker Beobachtung der Investoren, nachdem das Unternehmen Anfang Februar einen deutlich vorsichtigeren Ausblick für 2026 veröffentlicht hat. So erwartet das Management erwartet für das laufende Jahr einen Rückgang von Umsatz und operativem Ergebnis um 5–13 %. Hauptgründe für diese schwache Guidance sind unter anderem der massive Preisdruck in den USA, insbesondere durch politische Initiativen zur Senkung von Medikamentenpreisen und die immer stärker werdende Konkurrent rund um Eli Lilly (US5324571083), sowie den Ablauf von Patentschutz für Semaglutid in einzelnen internationalen Märkten.

Die Schwache Guidance markierte dabei auch einen klaren Stimmungsumschwung nach mehreren Jahren Wachstum, das getrieben wurde durch die Blockbuster-Medikamente Ozempic und Wegovy. Marktexperten sprechen dabei von einem sogenannten Valuation Reset, bei dem die Investoren vermehrt die Nachhaltigkeit der hohen Margen im GLPI-1-Markt hinterfragen und damit auch die Aktie des Pharmakonzerns neu bewerten.

 

Bringt neuer CEO den Turnaround?

 

Parallel dazu verschärft sich der Wettbewerb mit Eli Lilly, dessen Adipositas Medikament Zepbound in Studien eine höhere Gewichtsreduktion zeigte und inzwischen vor allem in den USA Marktanteile gewinnt und nicht nur dasss, in den USA ist Eli Lilly bereits Marktführer. Auf der operativen Eben versucht Novo Nordisk nun gegenzusteuern. Im März erhielt das Unternehmen in den USA die FDA Zulassung für eine höher dosierte Version von Wegovy die mit einer durchschnittlichen Gewichtsreduktion von über 20 % näher an die Wirksamkeit der Konkurrenz heranreichen soll. Der Marktstart ist dabei für Mitte April geplant. Zusätzlich treibt Novo die Entwicklung oraler Adipositas Therapien sowie neuer Wirkmechanismen voran, um die Abhängigkeit von Injektionen zu reduzieren und damit auch die potenzielle Kundenbasis zuerweitern.

International sorgt insbesondere der Patentablauf von Semaglutid in Indien für Aufmerksamkeit. Lokale Hersteller haben dort generische Versionen zu deutlich niedrigeren Preisen auf den Markt gebracht, woraufhin Novo Nordisk die Preise für Ozempic und Wegovy teils um fast 50 % senken musste. Zwar ist der Anteil des Umsatz der Schwellenländer für Novo Nordisk noch vergleichweise klein, doch dass man auch hier die Preise senken musste, zeigt wie weit der Preiskampf mittlerweile vorangeschritten ist.

Im August hatte Mike Doustdar den CEO-Posten des langjährigen CEOs Lars Jorgensen übernommen. Doustdar ist langjähriger Novo Nordisk Manager und gilt als tief im GLP 1 Geschäft verankert. Vor seiner Ernennung war er unter anderem Executive Vice President für International Operations und Obesity Care, wo er maßgeblich für den globalen Ausbau von Wegovy verantwortlich war. Doustdar hält dabei an dem konsequenten Fokus auf Adipositas und Diabetes fest. Zwar fordern die Investoren bereits seit längerem, dass Novo die Produktpalette etwa in die Richtungen Onkologie diversifiziert, doch Doustdar möchte damit erst beginnen, wenn man im GLP-1-Markt wieder auf Augenhöhe mit Eli Lilly ist. Erst dann sollen weitere Expansionsne geprüft werden.

Zusätzlich hat Novo Nordisk den ehemaligen Mars-CEO Poul Weihrauch mit an Bord geholt. Dieser möchte den Fokus von Novo Nordisk auf die Kundenbeziehung ändern und im Unternehmen implementieren, dass die Patienten nicht mehr nur als Patienten wahrgenommen werden, sondern viel mehr als Konsumer.

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23.04.2026 - Christian Teitscheid

Unterschrift - Christian Teitscheid

 

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