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Einmal mehr stellt Apple eine neue Siri vor und will in Sachen KI mehr mitreden, doch die Anleger sind noch skeptisch

Kann Apple dieses Mal seine Versprechen halten?

NTG24 - Einmal mehr stellt Apple eine neue Siri vor und will in Sachen KI mehr mitreden, doch die Anleger sind noch skeptisch

 

Bereits vor zwei Jahren kündigte Apple eine neue Siri an, die dank KI-Unterstützung alles besser als bisher machen sollte. Liefern konnte man im Anschluss aber nur wenig. Bisher wurden bestenfalls einzelne Funktionen umgesetzt und der große Wurf blieb noch aus. Nun nutzte der scheidende Apple-Chef Tim Cook seinen letzten großen Auftritt bei der Entwicklerkonferenz WWDC, um noch einmal eine KI-Variante der Sprachassistentin in Aussicht zu stellen.

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Die neue Siri soll auch als separate App erhältlich sein und es mit Konkurrenten wie ChatGPT aufnehmen können. Zugleich bildet das Ganze den Kern von Apple Intelligence, einem System, welches schon seit Jahren hinter den Erwartungen zurückbleibt. Genau das soll sich nun aber ändern. Apple (US0378331005) nutzte die jüngste Keynote, um zahlreiche Beispiele für Anwendungsfälle zu liefern. Die neue Assistentin soll bei Anfragen Zusammenhänge verstehen könnten. Bildschirminhalte verstehen, Anschlussfragen beantworten und vieles mehr. Auch mit Fotos soll Siri arbeiten können und zudem in der Lage sein, selbst Inhalte zu erstellen.

 

 

 

Als Beispiel nannte Apple etwa, die Kalorienanzahl einer Mahlzeit per Foto zu erfassen. Siri soll zudem in der Lage sein, unterschiedliche Apps zu bedienen. Auf diesem Wege sei es beispielsweise möglich, E-Mails zu schreiben oder Fotos automatisiert zu bearbeiten. Zugriff erhält die KI-Assistentin zudem auf den Kalender eines Nutzers, um dort automatisch Änderungen vorzunehmen oder die Informationen in Anfragen zu nutzen.

 

Apple setzt auf Google

 

Möglich wurde das Ganze laut Apple durch eine vollständige Neuentwicklung, nachdem man mit bisherigen Ergebnissen wohl nicht zufrieden war. Die neue Siri entstand nun nicht vollständig in Eigenregie. Bekanntlich hat man sich mit Milliarden bei Google eingekauft, um Server und Technologie zu nutzen. Darüber plauderte Software-Chef Craig Federighi recht freimütig, versprach aber zugleich, dass es sich nicht einfach um Gemini mit neuem Anstrich handeln würde.

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Werbebanner EMH PM Trade Seine KI-Modelle will Apple selbst entwickelt und mit eigenen Daten trainiert haben. Technologie von Google werde lediglich genutzt, um das Ganze zu verfeinern. Die Server für Siri laufen zwar auf Servern in Google-Rechenzentren, sollen aber auf eine Private Cloud setzen. Weder Google noch irgendwer sonst könne Anfragen von Nutzern erkennen. Wie immer betonte Apple das Thema Datenschutz besonders. Darüber hinaus gab es auch Ansätze von Kritik gegenüber dem bisherigen Vorgehen zahlreicher Unternehmen, die KI oftmals ohne Rücksicht auf den Menschen eingesetzt hätten. Apple scheint hier seinen eigenen Weg gehen zu wollen.

Offen bleibt allerdings die Frage, wie gut das im Alltag tatsächlich schon funktioniert. Der Release lässt noch etwas auf sich warten. Im Herbst soll es mit der Veröffentlichung von iOS 27 so weit sein. Allerdings erst einmal nicht in China und der EU. In hiesigen Gefilden verweist Apple auf strenge Regularien, welche eine direkte Veröffentlichung wohl unmöglich machen. Interessanterweise hat die Konkurrenz es aber auch hinbekommen.

 

Skepsis macht sich breit

 

Unter den Anlegern scheinen Erinnerungen an 2024 wach zu werden. Auch damals versprach Apple Großes rund um seine KI-Siri, konnte davon aber nur das Wenigste auch einhalten. Es darf davon ausgegangen werden, dass man nun einen Schritt weiter ist. Allerdings darf sich der iPhone-Hersteller nun auch keine Fehlschläge mehr erlauben. Die Aktionäre blieben vorsichtig und die Apple-Aktie gab um 1,9 Prozent auf 301,54 US-Dollar nach.

Damit notiert Apple zwar weiterhin auf hohem Niveau, profitiert aber vorrangig von hervorragenden Absatzzahlen der jüngsten iPhone-Generation. Ob dem Konzern aus Cupertino nun endlich auch der Sprung ins KI-Zeitalter adäquat gelingen mag, bleibt weiter abzuwarten. Auf Versprechen alleine können und wollen die Börsen sich aber längst nicht mehr verlassen. Der September könnte in diesem Jahr daher besonders interessant werden, wenn neben neuen iPhones auch der Release der neuen Siri ansteht.

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09.06.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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