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Samsung schreibt dank florierender Speichergeschäfte ansehnliche Zahlen, schwächelt aber in so ziemlich allen anderen Bereichen

Die Anleger zeigen sich zufrieden mit Samsung

NTG24 - Samsung schreibt dank florierender Speichergeschäfte ansehnliche Zahlen, schwächelt aber in so ziemlich allen anderen Bereichen

 

Einer der häufigsten Ratschläge für Anleger lautet, sich um eine Diversifizierung des eigenen Portfolios zu bemühen. Denn wer alle Eier in einen Korb legt, riskiert im Falle eines Rückgangs katastrophale Verluste, die sich auch nicht ausgleichen lassen. Beim südkoreanischen Elektronikgiganten Samsung allerdings zeigt sich aktuell, dass die Abhängigkeit von einer ganz bestimmten Sparte immer absurdere Formen annimmt.

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Samsung (KR7005930003) informierte kürzlich über frische Quartalszahlen, an denen es grundsätzlich nichts auszusetzen gibt. Die Umsätze schossen im zweiten Quartal auf umgerechnet 104 Milliarden Euro in die Höhe. Der Betriebsgewinn wurde auf 54,3 Milliarden Euro beziffert und der Nettogewinn belief sich auf 43,5 Milliarden Euro. Die Erwartungen wurden damit übertroffen und es scheint besser denn je zu laufen. Zu verdanken ist das aber nahezu ausschließlich der Sparte Device Solutions.

 

 

 

Letztere besteht zum allergrößten Teil aus dem Speichergeschäft und sie steuerte mehr als 99 Prozent des gesamten Betriebsgewinns im zweiten Quartal bei. Etwas ausgebremst wurde das Ergebnis sogar noch vom Foundry-Geschäft, für welches Samsung allerdings bereits Besserung in Aussicht stellt. Derweil sollen langfristige Verträge mit Speicher dafür sorgen, dass auch die Geschäfte in diesem Bereich weiterhin sehr erfreuliche Ergebnisse abliefern. Im Jahresvergleich steigerte der Umsatz sich in diesem Bereich um wahnwitzige 471 Prozent.

 

Samsung schwächelt in anderen Segmenten

 

Die Freude über das hervorragend laufende Speichergeschäft fiel an der Börse groß aus. Nach dem Ausverkauf der letzten Wochen konnte die Samsung-Aktie sich am Freitag wieder in die Höhe schwingen. Bis zum Nachmittag ging es in Seoul um 27 Prozent auf 263.500 Won in Richtung Norden. Das sieht im ersten Moment gut aus, doch am Allzeit-Hoch, welches erst im Juni bei 374.500 Won aufgestellt wurde, reicht der Kurs weiterhin lange nicht heran.

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Eher bedenklich fällt der Blick auf andere Sparten von Samsung aus, die hinter dem Speichergeschäft vollständig verblassen. Mit Smartphones, Fernsehern und Haushaltsgeräten machte Samsung im letzten Quartal rund eine halbe Milliarde Euro Verlust, obschon der Umsatz bei ansehnlichen 29 Milliarden Euro lag. Genau an dieser Stelle zeigt sich, dass die Speicherkrise Samsung letztlich auch belastet.

Die Smartphone-Tochter wird von der Speichersparte nicht bevorzugt behandelt. Das lässt die Kosten regelrecht explodieren und an die Kunden kann dies nicht weitergereicht werden, ohne gleichzeitig Einbrüche bei den Absätzen zu riskieren. Für den Moment mag das wenig bedeutsam erscheinen, da die Gewinne mit Speicherchips derart hoch ausfallen. In Zukunft könnte sich die starke Konzentration auf einen einzelnen Bereich aber noch rächen.

 

Der KI-Boom darf nicht abebben

 

Samsung konnte nach eigenen Angaben mehrere Verträge mit 5-jähriger Laufzeit für Speicherbausteine abschließen, was in diesem Segment vor wenigen Jahren noch vollkommen undenkbar gewesen wäre. Damit scheinen auch für die kommenden Quartale hohe Gewinne gesichert zu sein und vielleicht lassen sich damit auch weniger profitable Sparten eine Weile lang querfinanzieren. Für die Anleger erwächst hier dennoch ein nicht zu unterschätzendes Risiko. Der KI-Boom muss anhalten, um den aktuellen Kurs bei den Zahlen von Samsung aufrechtzuerhalten.

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Werbebanner Großbritannien Gold Sollte das Segment hingegen nur leicht nachgeben, könnte es den Bullen schnell den Tag vermiesen. Dafür braucht es nicht einmal zwingend das Platzen einer Blase oder ähnliches. Aufgrund der hohen Erwartungen reichen auch kleine Enttäuschungen für deutliche Kursreaktionen aus. Der GAU wäre ein Szenario, bei dem der eine oder andere Kunde abgeschlossene Verträge schlicht nicht länger bedienen kann. Experten wollen das derzeit nicht vollkommen ausschließen. Der Erfolg von Samsung ist nicht zu verkennen, letzten Endes aber auf einem eher wackeligen Fundament aufgebaut. Im Sinne der Anteilseigner kann nur gehofft werden, dass der KI-Hype noch sehr lange lebendig bleiben wird.

 

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31.07.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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