Apple legt beeindruckende Quartalszahlen vor, doch Unsicherheiten mit Blick auf die nahe Zukunft lassen den Aktienkurs einbrechen
Probleme in den Lieferketten lasten auf dem Aktienkurs von Apple
Die Vorschusslorbeeren bei der Apple-Aktie waren nicht unberechtigt. Am Donnerstag nach Börsenschluss legte der Tech-Gigant Zahlen vor, die in vielerlei Hinsicht beeindrucken konnten. Die Umsätze legten um 16 Prozent auf 109,4 Milliarden US-Dollar zu und der Gewinn schnellte um 27 Prozent auf 29,8 Milliarden Dollar in die Höhe.
Solche starken Zahlen erreichte Apple (US0378331005) hauptsächlich durch gute Verkäufe des iPhones und nicht etwa durch eher zweifelhafte Kreisfinanzierungen, wie sie im KI-Segment gerne kritisiert werden. Kräftig zulegen konnten auch die Absätze von Notebooks. Hier ging es um 29 Prozent auf 10,3 Milliarden US-Dollar aufwärts. Das iPhone bleibt aber der wichtigste Faktor mit um 22 Prozent auf 54,2 Milliarden Dollar gestiegenen Umsätzen.
Trotz solcher Ergebnisse reagierte die Apple-Aktie nachbörslich mit Verlusten von 6,4 Prozent. Die Bilanz hat letztlich doch den einen oder anderen Haken. Dazu gehören Umsätze aus der wichtigen Service-Sparte, welche die Erwartungen nicht ganz erfüllen konnten. Zudem waren Rückzahlungen von Importzöllen durch die US-Regierung enthalten. Die größten Kopfschmerzen verursachte jedoch der weitere Ausblick.
Für das dritte Quartal rechnet Apple mit einem Umsatzwachstum von neun bis elf Prozent. Beim iPhone soll es um 15 Prozent aufwärts gehen. Analysten hatten sich mehr erhofft. Der scheidende Konzernchef Tim Cook begründete den mauen Ausblicken mit Problemen in der Lieferkette, was Anleger natürlich nicht gerne hören. Einige Beobachter mahnen zudem an, dass die Kundschaft im letzten Quartal Käufe aufgrund erwarteter oder bereits angekündigter Preiserhöhungen vorgezogen haben könnte.
Wird es jetzt ungemütlich für Apple?
Unter dem Strich legt Apple ein absolut beeindruckendes Quartal hin, verbunden allerdings mit der Befürchtung, dass dies dann auch erstmal der Höhepunkt gewesen sein könnte. Meckern lässt sich zwar nur auf allerhöchstem Niveau. Doch die Sorge um fehlende Wachstumsaussichten reichen aus, um den Bullen den Wind aus den Segeln zu nehmen. Denn investiert wird an der Börse am Ende des Tages stets und immer in Wachstum. Bei Stagnation ziehen die Anleger schnell weiter, auch auf hohem Niveau.
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31.07.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

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