BMW kämpft in den USA mit fallenden Absatzzahlen und besonders bei Elektroautos fällt das Käuferinteresse stark zurück
Zahlt die Technologieoffenheit bei BMW sich aus?
Als wären die Herausforderungen für die Autokonzerne in China nicht schon belastend genug, sorgten auch die USA als zweitgrößter Automarkt auf dem Planeten zuletzt für ordentlichn Gegenwind. Das bekam nun BMW zu spüren, wo die Absatzzahlen in den USA deutlich zurückgingen. Zu spüren bekam der Hersteller dabei nicht nur Zölle, sondern auch weitere Maßnahmen der Politik von US-Präsident Donald Trump.
Subventionen für E-Autos wurden in den USA ersatzlos gestrichen, während gleichzeitig neue Abgasregeln Verbrennern einen besseren Stand erlaubten. In der Folge brachen die Absätze von E-Autos und Hybriden bei BMW (DE0005190003) im ersten Quartal des laufenden Jahres auf etwas weniger als 10.000 Einheiten ab. Im Vergleich zum Vorjahr haben die Verkäufe sich damit in etwa halbiert.
Auch insgesamt konnte BMW keine traumhaften Absätze melden. Die Stammmarke lieferte in den USA 84.231 Autos aus, was einem Rückgang von 3,9 Prozent entspricht. Die Tochter Mini verkaufte 6.261 Fahrzeuge und damit 10,2 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Trotz dieser Rückgänge spricht BMW selbst davon, sich in einem allgemein herausfordernden Umfeld gut geschlagen zu haben.
BMW im Vorteil?
Tatsächlich hat BMW der Konkurrenz in den USA das eine oder andere voraus. Beim Thema Elektroautos verfolgte das Unternehmen von Beginn an einen Ansatz der Technologieoffenheit. Es entstanden keine Werke, die rein auf E-Autos ausgerichtet waren. Dadurch konnte man sich besser auf Marktverschiebungen einstellen, wohingegen Anbieter wie General Motors oder Ford milliardenschwere Abschreibungen verkraften mussten.
Aus den Augen verloren hat BMW die Elektrifizierung indes nicht. Die „Neue Klasse“ soll diesbezüglich für neue Erfolge sorgen und zumindest laut Unternehmensangaben freut sich das Erstlingsmodell aus dieser Reihe in Form des iX3 bereits über eine hohe Nachfrage. Ob dies auch in den USA der Fall sein mag, wurde bislang allerdings nicht weiter ausgeführt. Dort führen die Republikaner unter Donald Trump einen regelrechten Feldzug gegen alles, was auch nur entfernt als nachhaltig bezeichnet werden könnte.
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08.04.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

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