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BMW steht wohl kurz vor einer Einigung mit der EU, um Zölle auf Fahrzeuge für Modelle der Tochter Mini drastisch zu senken

Medienberichten könnte BMW die Zölle für seine Tochter Mini in der EU deutlich reduzieren

NTG24 - BMW steht wohl kurz vor einer Einigung mit der EU, um Zölle auf Fahrzeuge für Modelle der Tochter Mini drastisch zu senken

 

Aufgrund der Sorge, dass chinesische Hersteller aufgrund aus Sicht der EU unfairer Subventionen den hiesigen Markt aufmischen könnten, hat die EU zum Teil hohe Zölle für den Import von Elektroautos verhängt. Davon sind allerdings nicht nur BYD und Co. betroffen. Auch deutsche Hersteller leiden zuweilen darunter, da jene eben auch Produktionsstätten in der Volksrepublik betreiben.

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Besonders hart erwischt hat es BMW (DE0005190003). Der bayrische Autokonzern entwickelt und produziert die Modelle Cooper und Aceman der Tochter Mini in China zusammen mit dem Partner Great Wall Motors. Beide Modelle wurden von der EU mit einem Importzoll von insgesamt 30,7 Prozent belegt. Das setzt sich zusammen aus einem Basiszoll in Höhe von zehn Prozent und einen Ende 2024 beschlossenen Zusatzzoll. Insgesamt zahlt BMW dadurch mehr als Mitbewerber wie BYD (27 Prozent).

Anfang vergangenen Jahres legte BMW gegen die zusätzlichen Zölle bereits Klage ein. Laut einem Bericht des „Handelsblatt“ zeigt sich das Unternehmen nun aber zuversichtlich, die Angelegenheit noch auf andere Weise klären zu können. Angedacht ist demnach wohl, sich auf eine Regelung zu einem Mindestpreis einzulassen. Für ein eben solches Vorgehen veröffentlichte die EU im Januar einen Leitfaden. Kurz zusammengefasst können zusätzliche Zölle umgangen werden, wenn die Hersteller Zusagen zu Mindestpreisen machen, ihre Vertriebskanäle offenlegen und eventuell Mengenbegrenzungen akzeptieren.

 

 

 

BMW spart sich einen Kommentar

 

Für BMW wäre eine solche Lösung mit Zöllen, die dann wieder auf den Basiszoll von zehn Prozent sinken würden, nicht uninteressant. Schließlich gehören die elektrischen Varianten der Tochter Mini in Deutschland zu den gefragtesten E-Autos, die bei den Absatzzahlen regelmäßig in den Top 10 auftauchen. Gelingt es, durch geringere Zölle Absatzzahlen und Margen anzukurbeln, wäre es auch für die Anleger keine unerfreuliche Entwicklung.

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Allerdings handelt es sich bisher lediglich um Gerüchte. Insidern zufolge scheint sich BMW zuversichtlich zu zeigen und ein großes Interesse an einer Lösung per Mindestpreis zu haben. Offiziell wollte der Konzern das Ganze aber nicht kommentieren. Ob die Gespräche mit der EU-Kommission also tatsächlich stattfinden und wie weit sie fortgeschritten sein mögen, liegt letztlich im Dunkeln. Vielleicht auch deshalb blieb eine nennenswerte Reaktion an der Börse aus.

Dort ist die BMW-Aktie im laufenden Jahr unter Druck geraten. 2025 performte der Titel noch spürbar besser als viele Kollegen aus der Branche. Nun ging es seit Jahresbeginn um 8,5 Prozent bis auf 88,12 Euro per Handelsschluss am Mittwoch in Richtung Süden. Dabei spielen neuerliche Sorgen um US-Zölle aber wahrscheinlich eine größere Rolle als die weiteren Aussichten bei der Tochter Mini. Auch das Geschäft in China entwickelte sich zuletzt eher mau und den Anlegern fehlt es ein wenig an Wachstumsimpulsen.

 

Auf den Spuren von Volkswagen

 

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Werbebanner EMH PM TradeGanz neu ist der Ansatz indes nicht, den BMW bei Mini zu verfolgen scheint. Volkswagen konnte bereits eine ähnliche Lösung für seine Tochter Cupra erwirken. Auch dort erhob die EU Zusatzzölle in Höhe von 20,7 Prozent, welche nach der Einigung auf Mindestpreise künftig entfallen soll. BMW scheint diesem Beispiel nun folgen zu wollen. Attraktiv ist daran nicht zuletzt, dass sich eine Einigung wahrscheinlich sehr viel schneller erwirken ließe als auch dem Rechtsweg, wo der Erfolg noch dazu in den Sternen steht.

Zölle bleiben eines der beherrschenden Themen bei den großen Autokonzernen, und daran wird sich so schnell sehr wahrscheinlich auch nichts ändern. Aus Anlegersicht ist es daher schon erfreulich, dass BMW sich aktiv mit dem Thema auseinandersetzt und nach Lösungen sucht. Wie sich dies am Ende auf Absatzzahlen und Margen auswirken mag, bleibt aber freilich noch abzuwarten.

 

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26.02.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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