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BP stellt seine Projekte in der Nordsee zum Verkauf und will in Zukunft seinen Fokus auf besonders profitable Vorhaben legen

In der Heimat scheint BP keine Chancen mehr zu sehen

NTG24 - BP stellt seine Projekte in der Nordsee zum Verkauf und will in Zukunft seinen Fokus auf besonders profitable Vorhaben legen

 

Schon seit über 60 Jahren ist BP in der Nordsee aktiv und feierte dort in der Vergangenheit einige der bedeutendsten Rohstofffunde. Nun aber ist damit Schluss. Der Ölkonzern stellt seine Aktivitäten vor den Küsten Großbritanniens zum Verkauf. Das sei Teil einer laufenden Überprüfung von Geschäftsteilen, durch die BP in Zukunft schlanker und wertvoller auftreten soll.

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Einige Beobachter werten das Ganze auch als Reaktion auf die britische Steuerpolitik, welche Investitionen in der Nordsee immer schwieriger machen würden. Vor einigen Jahren erhob London erstmals eine Übergewinnsteuer und auch weitere Maßnahmen machen Ölkonzernen wie BP (GB0007980591) das Leben nicht gerade einfacher. Schlecht geht es der Branche indes nicht. Zuletzt meldeten mehrere Akteure Rekordzahlen.

BP erwartet sich vom Verkauf laut einem Bericht der „Financial Times“ Einnahmen von umgerechnet 2,3 Milliarden Euro. Allerdings ist noch offen, wer als Käufer in Erscheinung treten mag. Ebenfalls zu entnehmen ist der Zeitung, dass ein Verkauf an Ithaca Energy im laufenden Jahr wohl gescheitert ist. Die Anleger begrüßten die Pläne dennoch und die BP-Aktie zog es am Freitag in die Höhe.

 

BP: Der Ölpreis gibt die Richtung vor

 

Darauf folgen heute allerdings schon wieder Korrekturen. Nachdem US-Präsident Donald Trump einen Stopp von Angriffen gegen den Iran ankündigte und wieder einmal über eine mögliche Annäherung plauderte, gaben die Ölpreise merklich nach. Das trieb die Anleger bei BP in die Defensive und ließ den Kurs im frühen Handel um 3,8 Prozent auf 6,25 Euro zurückfallen. Das ist ein recht klares Signal dafür, dass die Ölpreise noch immer den Ton angeben.

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Eine Trennung von Aktivitäten in der Nordsee ist aus Anlegersicht zu verschmerzen, vielleicht sogar zu begrüßen, sofern dadurch die Bilanzen aufgehübscht werden können. Die Förderung in der Region lag zuletzt unterhalb von 100.000 Barrel täglich und machte damit nicht einmal fünf Prozent der Gesamtförderung von BP aus. Fördert der Konzern anderswo mit niedrigeren Kosten, so würde sich nach einem Abschied vermutlich eine hübschere Marge ergeben.

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04.08.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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