RWE liefert Google Solarstrom im großen Stil und dürfte sich beim Expansionskurs bestätigt sehen
Das Wachstum von RWE scheint nicht aufzuhalten zu sein
Erneuerbare Energien stehen in den USA seit dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump tendenziell unter Druck. Letzterer sieht unter anderem sein Ästhetik-Verständnis durch Windräder beleidigt, weshalb wiederholt gegen den Ausbau in der Branche vorgegangen wurde. Aufhalten lässt sich das Ganze aber ganz offensichtlich nicht.
Das zeigt sich aktuell am Beispiel von RWE (DE0007037129). Trotz des politischen Gegenwinds will der Versorger bis zum Jahr 2035 rund die Hälfte seiner geplanten Investitionen in den USA nutzen. 17 Milliarden Euro sollen es werden. An Nachfrage scheint es nicht zu mangeln. Wie die „WirtschaftsWoche“ berichtet, konnte ein potenziell lukrativer Auftrag vom Tech-Schwergewicht Google an Land gezogen werden.
Für die Versorgung von Rechenzentren wurde demnach ein 15-jähriger Vertrag zur Stromabnahme aus dem Solarprojekt Crooked Creek im US-Bundesstaat Oklahoma abgeschlossen. Die Bauarbeiten für das Projekt, welches es auf 155 Megawatt bringen soll, sollen noch im Laufe dieses Jahres beginnen. Der Betriebsbeginn ist für 2028 angedacht.
Im besten Fall folgen noch viele weitere Aufträge, denn der Energiehunger steigt durch den Ausbau von Rechenzentren rasant an. Solar und Wind werden dabei zweifellos eine wichtige Rolle spielen. Manch einer träumt zwar auch vom Bau neuer Kernkraftwerke im großen Stil. Dass ein solches innerhalb von zwei Jahren ans Netz gehen könnte, ist aber schlicht illusorisch. Da die KI-Rechenzentren Strom möglichst schnell brauchen, setzen die Anbieter aus gutem Grund auch auf erneuerbare Energien.
Keine Reaktion bei der RWE-Aktie
Die Anleger von RWE scheinen mit weiteren Aufträgen aus den USA bereits gerechnet zu haben. Dieser Eindruck entsteht bei einem Blick auf den Aktienkurs, der am Montag nicht weiter auf die jüngsten Meldungen reagierte. Stabilisieren konnte das Papier sich bereits im Frühjahr auf hohem Niveau. Zu Handelsschluss am Montag standen 57,04 Euro und damit knapp 22 Prozent mehr als zu Jahresbeginn auf der Anzeigetafel.
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04.08.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

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