Die US-Regierung stuft Glyphosat unverzichtbar für Ernährung und Verteidigung ein und verleiht Bayer damit weiteren Rückenwind
Bayer macht weiter Fortschritte beim Thema Glyphosat
Vor wenigen Tagen erst stellte Bayer einen neuen, milliardenschweren Vergleich zum Thema Glyphosat vor. Dabei handelt es sich um einen Baustein, um das Thema möglichst bald endgültig zu den Akten legen zu können. Es stehen aber noch einige weitere Schritte an, bei denen Bayer nun indirekte Unterstützung durch die US-Regierung erhält.
Wie das „Handelsblatt“ unter Verweis auf Insider berichtet, hat US-Präsident Donald Trump dem Unkrautvernichter Glyphosat einen Sonderstatus verliehen. Die Produktion sowie der Abbau des dafür benötigten Minerals Phosphat sollen demnach in den „Defense Production Act“ aufgenommen.
Da Phosphat auch im militärischen Bereich genutzt wird, hat die Mine von Bayer (DE000BAY0017) in Idaho auch für die Verteidigungspolitik eine Bedeutung. Zudem handelt es sich bei dem deutschen Unternehmen auch um den aktuell einzigen inländischen Hersteller von Glyphosat, welches bei der Lebensmittelproduktion weiterhin als alternativlos angesehen wird. Durch den Schritt der US-Regierung wird Bayer zwar verpflichtet, vornehmlich für die Lagerbestände der USA zu produzieren. Im Gegenzug werden aber Unterstützung und Schutz für die Produktion zugesagt, und das den Berichten zufolge zum Teil auch bei der Produkthaftung.
Beendet wird die Causa Glyphosat auch damit noch nicht und es stehen noch zehntausende Verfahren aus. Bayer setzt daher weiterhin darauf, dass der Supreme Court im Juni ein Urteil fällt, welches im eigenen Interesse liegt. Damit könnte den derzeit noch anhängigen Verfahren die Grundlage entzogen werden und für die Kläger wäre es damit äußerst attraktiv, sich auf den jüngsten Vergleichsvorschlag einzulassen.
Bayer: Letzte Zweifel bleiben
Bis hierhin klingen die Pläne von Bayer recht überzeugend. Doch es gibt eben noch keine Garantie dafür, dass sie auch von Erfolg gekrönt sein werden. Die Anleger reagierten auf den Vergleich zunächst mit starken Kursgewinnen, kamen wenig später aber schon wieder ins Grübeln. Die Furcht davor, dass der Supreme Court eventuell doch zu anderen Schlüssen als Bayer kommen könnte, halten den Aktienkurs in Schach. Am Donnerstag ging es um 0,5 Prozent auf 45,58 Euro abwärts.
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20.02.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

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