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BÖRSE TO GO - Deliveroo, Henkel und Microsoft

Microsoft gewinnt 22 Mrd. US-Dollar Armee-Auftrag - Aktien steigen nachbörslich

 

Asien entwickelt sich heute früh sehr freundlich. Die Börsenplätze in der Region haben die gute Stimmung der Wall Street übernommen und steigen mehrheitlich am ersten Tag des neuen Quartals. Die Futures deuten ebenfalls auf eine positive Eröffnung des europäischen Handels hin. So notiert der DAX-Future bei 15.043 Punkten, der S&P 500 Future steigt leicht um 0,10 % auf 3.971 Punkte und der Nasdaq-Future wird sogar 0,40 % höher bei 13.143 Punkten gesehen. 

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Werbebanner Zürcher Börsenbriefe Frankfurt zeigte sich am letzten Handelstag des 1. Quartals sehr zurückhaltend. Der DAX stagnierte auf hohem Niveau bei 15.008,34 Punkten, ebenso wie der MDAX, der bei 31.717,36 Punkten schloss. Der SDAX gab um -0,36 % auf 15.447,68 Punkte ab. Der Tagesgewinner war der TecDAX, der sich deutlich absetzte und um 0,89 % auf 3.395,04 Punkte stieg. 

An der Wall Street standen die Technologietitel am Mittwoch im Mittelpunkt. Es war der Ausbruch des Nasdaq Composite Index, der die ganze Aufmerksamkeit auf sich zog. Der Index beendete den Tag 1,54 % höher bei 13.246,87 Punkten. Der S&P 500 Index wurde mitgezogen und verbesserte sich um 0,36 % auf 3.972,89 Punkte. Im Hoch erreichte die Benchmark Kurse von bis zu 3.994 Punkten. Der Dow Jones Industrial Average Index sank hingegen um -0,26 % auf 32.981,55 Punkte. 

 

Deliveroo wird zum Flop

 

Der Versuch der London Stock Exchange (GB00B0SWJX34), sich als Börsenplatz für Wachstumsaktien zu etablieren, erlitt am Mittwoch einen schweren Rückschlag. Das lange erwartete IPO des Lieferdienstes Deliveroo (GB00BNC5T391) entwickelte sich zu einem Desaster für das Unternehmen, die Aktionäre und den Börsenplatz. Deliveroo war mit hohen Ansprüchen in Bezug auf die zukünftige Marktkapitalisierung in die Roadshow gegangen, musste sich dann aber von den Investoren umfassende Kritik bezüglich ihres Geschäftsmodells anhören. Eine unabhängige Studie kam zudem zu dem Schluss, dass ein Teil der Fahrer des Unternehmens unterhalb des britischen Mindestlohns bezahlt werden und ein jüngstes Gerichtsurteil wirft die Frage auf, ob die Fahrer von Deliveroo in Zukunft eventuell als scheinselbstständig eingestuft werden. 

Man hatte die Preisspanne für das IPO bereits kurzfristig reduziert. Dennoch war das Interesse so gering, dass die Aktien am unteren Ende der neuen Preisspanne herauskamen. Die Zeichner mussten 390 Pence bzw. 3,90 Pfund je Aktie zahlen, doch schon der Eröffnungskurs lag bei lediglich 330 Pence. Der initiale Eröffnungsverlust von -15 % weitete sich dann schnell im Verlauf des Handels auf -31 % aus, als die Zeichner das Papier über Bord warfen. Am Ende schloss die Aktie am ersten Handelstag bei 287,45 Pence. Ein Tagesverlust von -26 %.

 

Henkel schlägt die Erwartungen

 

Henkel (DE0006048432) meldete gestern Abend, dass die Entwicklung des 1. Quartals stärker als erwartet war. Man geht von einem vorläufigen und bereinigten organischen Umsatzwachstum von 7 % für die ersten drei Monate aus, während die aktuellen Markterwartungen bei nur 3,5 % gelegen haben. Der Konzern nahm Wechselkursveränderungen sowie Akquisitionen und Beteiligungsverkäufe aus den Umsatzangaben heraus. 

Der Bereich Adhesive Technologies (Klebstoffe) soll ein Umsatzwachstum von 12,5 % verzeichnet haben und damit für das starke Abschneiden von Henkel gesorgt haben. Laundry & Home Care konnte den Umsatz organisch um 3,5 % steigern und der dritte Bereich Beauty Care trug noch ein kleines Umsatzplus von 1 % bei. 

 

Microsoft gewinnt 22 Mrd. US-Dollar Armee-Auftrag

 

Das ist ein Befreiungsschlag für Microsoft (US5949181045). Schon lange experimentiert Microsoft im Bereich der AR-Headsets, doch bisher waren die Ergebnisse eher bescheiden. Das ändert sich nun. Heute Nacht wurde bekannt, dass Microsoft den Auftrag bekommen hat, mindestens 120.000 Headsets mit Augment Reality Fähigkeiten für das amerikanische Militär zu produzieren. Die Headsets sollen den Soldaten im Einsatz helfen, sich besser zu koordinieren, zu verteidigen und anzugreifen, indem die Sicht durch die Headsets mit zusätzlichen Informationen angereichert werden. So bekommen die Soldaten beispielsweise die Echtzeit-Videoaufnahmen von Drohnen auf das Display gespielt, während gleichzeitig die Zentrale in Echtzeit sehen kann, was die Soldaten vor Ort im Einsatz sehen. Das Volumen des Auftrags beläuft sich auf 21,9 Mrd. US-Dollar über einen Zeitraum von 10 Jahren. 

 

Microsoft Corp.

 

Tagestermine

 

Der Tag startet mit den Einzelhandelsumsätzen aus Deutschland. Um 08:00 Uhr werden die Zahlen für den Monat Februar veröffentlicht. Nach einem starken Rückgang um -8,7 % im Januar wird im Februar eine Verbesserung auf -6,3 % erwartet. 

Aus den USA erwarten wir um 16:00 Uhr die ISM Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe für den Monat März. Die Ökonomen erwarten einen leichten Anstieg auf hohem Niveau von 60,8 Punkten im Februar auf nun 61,3 Punkte.  

 

01.04.2021 - Mikey Fritz - mf@ntg24.de

 









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