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BÖRSE TO GO - Auto1, Deliveroo und Samsung

Auto1 Gründer machen Kasse - Aktienpaket im Wert von 90 Mio. Euro auf den Markt geworfen

 

China verzeichnet heute früh einen weiteren Handelstag mit Verlusten. Die Anleger erwarten, dass die PBoC weitere Liquidität aus dem Markt nehmen wird. Die anderen Börsenplätze in der Region entwickelten sich dagegen positiv, wobei insbesondere Sidney und Seoul mit höheren Gewinnen in den Benchmarks auf sich aufmerksam machen. Die wichtigsten Futures notieren heute vor Börseneröffnung in Europa alle mehr oder weniger unverändert. 

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Werbebanner Zürcher Börsenbriefe Frankfurt stand am Dienstag noch ganz im Bann der starken Eröffnung der Wall Street am Montag. Alle deutschen Benchmarks zogen mit und schlossen deutlich im Plus. Die leichten Abgaben in New York setzten dann auch erst nach Börsenschluss in Europa ein. Der DAX war am Dienstag der Tagessieger und konnte sich um 0,70 % auf 15.212,68 Punkte steigern. Auch der SDAX legte um 0,64 % auf 15.836,49 Punkte zu und der MDAX verbesserte sich um 0,54 % auf 32.465,47 Punkte. Der TecDAX hinkte mit einem kleineren Plus von 0,35 % hinterher und schloss bei 3.455,84 Punkten. 

Ein Konsolidierungstag in New York. Alle wichtigen amerikanischen Benchmarks gaben am Dienstag leicht ab. Nach einer starken Sitzung am Montag warteten die Anleger ab und nahmen einige Gewinne mit. Die Verluste hielten sich jedoch in Grenzen. Der Dow Jones Industrial Average Index war mit einem Minus von -0,29 % auf 33.430,24 Punkte der größte Verlierer. Der S&P 500 Index gab -0,10 % auf 4.073,94 Punkte ab und der Nasdaq Composite Index war mit einem Schlusskurs von 13.698,38 Punkten nahezu unverändert. 

 

Auto1 Gründer verkaufen Aktien

 

Die Gründer von Auto1 (DE000A2LQ884) haben schnell Kasse gemacht. Christian Bertermann und Hakan Koc, die ihr Unternehmen erst im Februar an die Börse gebracht hatten, hatten sich erst kürzlich ein sehr großzügiges Aktienpaket gegönnt, dessen Wert im dreistelligen Millionenbereich lag. Ein großer Teil davon wurde inzwischen auf den Markt geworfen. Rund 2 Mio. Aktien verkauften die Gründer zu einem Preis von lediglich 44,75 Euro und erlösten damit knapp 90 Mio. Euro. Der Verkaufspreis des Paketes lag damit deutlich unter dem sonst üblichen Discount von 5 %, der bei solchen Transaktionen Standard ist. Als offiziellen Grund haben die Gründer Steuerverpflichtungen angegeben. 

 

Auto1 Group SE

 

Goldman muss Deliveroo stützen

 

Das IPO des britischen Lieferdienstes Deliveroo (GB00BNC5T391) war ein riesiges Debakel für die Aktionäre. Der Aktien rutschten am ersten Handelstag um bis zu -31 % ab und sicherten dem Unternehmen damit einen Rang in der Geschichte als schlechtester Börsengang in London. Gestern Abend wurde zudem bekannt, dass Goldman Sachs (US38141G1040) den Handel mit 75 Mio. Pfund gestützt hat, um den Kurs nicht weiter fallen zu lassen. Vom Emissionspreis, der bei 390 Pence lag, ist Deliveroo jedoch immer noch weit entfernt. Am Dienstag schlossen die Aktien bei 280 Pence. Und die Kursturbulenzen dürften noch nicht zu Ende sein, denn Deliveroo hatte Aktien im Wert vom 50 Mio. Pfund an eigene Kunden verkauft, die ab heute ihre Aktien handeln dürfen. 

 

Samsung kündigt starkes 1. Quartal an

 

Samsung (KR7005930003) signalisiert einen starken Gewinn für das 1. Quartal. Auf Basis des schwachen Vergleichsquartals in 2020 erwartet der südkoreanische Elektronikriese, dass sich das operative Ergebnis voraussichtlich um 44,2 % auf etwa 9,3 Billionen Won (ca. 7,02 Mrd. Euro) verbessert hat. Beim Umsatz geht Samsung von 65 Mrd. Won aus, was 17,5 % über dem Vorjahresquartal liegen würde. Der Konzern nannte keine weiteren Details, weswegen noch nicht klar ist, welche Bereiche sich besonders gut entwickelt haben und inwieweit noch außerordentliche Belastungen zu erwarten sind. So hatte Samsung beispielsweise durch den Wintersturm in Texas und dem daraus folgenden Stromausfall einen Teil seiner Chipproduktion in den dortigen Standorten verloren. Auf der anderen Seite hatte man zum Beginn des Quartals die neue Galaxy S21 Serie veröffentlicht, die deutlich günstiger als Vorgängermodelle angeboten wird. 

 

Tagestermine

 

Für Deutschland erwarten wir heute um 09:55 Uhr den finalen Einkaufsmanagerindex für Dienstleistungen im Monat März. Nach einem Punktestand von 45,7 Punkten im Februar sprang der Index auf Basis der vorläufigen Daten auf 50,8 Punkte und signalisierte damit eine neue Expansion im Dienstleistungssektor in den kommenden Monaten. Für die heutige finale Lesung wird keine Veränderung im Vergleich zu den vorläufigen Zahlen erwartet. Auch der Gesamtindex wird unverändert bei 56,8 Punkten erwartet. 

Spät am Abend bekommen wir dann um 20:00 Uhr noch die Minutes der Fed. Das Sitzungsprotokoll des letzten Treffens wird regelmäßig von der Wall Street genau verfolgt. 

 

07.04.2021 - Mikey Fritz - mf@ntg24.de

 









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