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Bundesbank Präsident irritiert, Lagarde beginnt zu wackeln und Frankreich attackiert Nvidia - BÖRSE TO GO

Irritationen um Nagel - Bundesbank Präsident fordert höhere Steuern für mehr Investitionen

NTG24 - Bundesbank Präsident irritiert, Lagarde beginnt zu wackeln und Frankreich attackiert Nvidia - BÖRSE TO GO

 

Die Bundesbank irritiert mit einer Forderung nach einer CO2-Neutralität. Nagel fordert die Regierung zu steigenden CO2-Abgaben auf, um Deutschland damit angeblich attraktiver für Investoren zu machen. Lagarde beginnt zu wackeln. Die EZB-Präsidentin hinterließ auf dem Treffen in Sintra einen eher hilflosen Eindruck, da sie weder die zukünftigen Inflationsrisiken noch die Risiken einer Rezession quantifizieren konnte. Frankreich attackiert Nvidia. Die Wettbewerbsbehörde soll eine Klage gegen den Halbleiterherstellers vorbereiten.

Der Handel in Asien entwickelt sich am Dienstagmorgen überwiegend positiv. Zu den wenigen Ausreißern zählen der SZSE Component Index und der KOSPI. Die südkoreanische Benchmark notiert zeitweise mehr als -0,8 % im Minus. Der Terminmarkt zeigt hingegen eine klar negative Indikation während der asiatischen Sitzung. Der DAX-Future (September) wird bei 18.438 Punkten (-0,28 %) gehandelt.

Frankfurt konnte sich zum Beginn des 2. Halbjahres fast durchgehend ins Plus vorarbeiten. Abgesehen vom TecDAX, der um -0,48 % auf 3.310,65 Punkte sank, konnten alle deutschen Benchmarks zulegen. Der MDAX stieg leicht um 0,27 % auf 25.244,65 Punkte, ebenso wie der DAX, der sich um 0,30 % auf 18.290,66 Punkte verbesserte. Der größte Tagesgewinner war jedoch der SDAX, der um 0,73 % auf 14.421,45 Punkte klettern konnte. Ausschlaggebend war hier unter anderem ein scharfer Rebound bei Mutares (DE000A2NB650), deren Aktien um 7,72 % auf 34,90 Euro sprangen. 

Auch New York startete gut gelaunt in das nächste Halbjahr. Alle amerikanischen Benchmarks konnten sich am Montag im Handel verbessern. Der Dow Jones Industrial Average Index konnte ein leichtes Plus von 0,13 % auf 39.169,52 Punkte erreichen und der S&P 500 Index stieg um 0,27 % auf 5.475,09 Punkte. Den stärksten Tagesgewinn erzielten wieder die Technologietitel, die den Nasdaq 100 Index um 0,64 % auf 19.808,45 Punkten steigen ließen. Bitte beachten Sie, dass die Wall Street am Mittwoch bereits vorzeitig schließen wird und am Donnerstag aufgrund des Unabhängigkeitstages ganz geschlossen bleiben wird.

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Bundesbank Präsident Nagel irritiert  

 

In einer Rede am Montag irritierte Bundesbank Präsident Joachim Nagel. Er stellt die Forderung an die Regierung auf, die CO2 Abgabe auf 45 Euro je Tonne zu erhöhen. Die Bepreisung von CO2 sollte vom Staat so breit, einheitlich und verlässlich wie möglich umgesetzt werden. Das Ziel von Nagel mit dieser Steuererhöhung ist es, den spürbar nachlassenden Investitionen in Deutschland entgegenzuwirken. Seiner Ansicht nach würde das Interesse der Investoren steigen, wenn das Land nur schnell und radikal genug auf eine CO2-Neutralität zusteuern wird. Er beziffert die Kosten dafür auf 5 Billionen Euro und verwies dazu auf eine Studie der Kreditanstalt für Wiederaufbau. Das sind überraschende Aussagen von der Bundesbank, deren Aufgabe die Geldstabilität ist und nichts anderes. Zudem ignoriert Nagel den Fakt, dass die Investitionen in Deutschland zurückgegangen sind, nachdem die Bundesregierung den Weg zu einer CO2-Neutralität beschleunigt hat und damit die Wirtschaft in Deutschland erheblich schwächte. 

 

Lagarde beginnt zu wackeln

 

Jetzt beginnen die Aufräumarbeiten. Die Europäische Zentralbank überraschte auf ihrer Sitzung im Juni mit der Ankündigung, dass man die Inflationserwartungen für 2024 und 2025 erhöhte, aber gleichzeitig die Zinsen senkte. Eine Entscheidung, die vor allem deswegen keinen Sinn macht, da Frau Lagarde in den letzten Jahren gebetsmühlenartig darauf hingewiesen hat, dass die Geld- und Zinspolitik der Notenbank „datenbasiert“ ist. Auf dem laufenden Treffen in Sintra begann Lagarde nun zurückzurudern und betonte, dass die EZB noch nicht sicher sagen kann, ob man den Kampf gegen die Inflation gewonnen hat. Die Aussage wurde allerdings dadurch verwässert, dass Lagarde ergänzte, dass die EZB auch nicht sicher sein kann, ob ihre Politik nicht doch zu einer Rezession führt. Man wolle nun weitere Daten sammeln, um mehr Sicherheit zu erlangen. Insbesondere schaue man auf die Auswirkungen der Lohnerhöhungen auf die Inflation. Insgesamt hinterließ die Frau Lagarde damit einen eher hilflosen Eindruck am Kapitalmarkt, der sich auf zwei weitere Zinssenkungen in diesem Jahr einstellt. 

 

Frankreich attackiert Nvidia

 

Die französische Wettbewerbsbehörde soll eine Klage gegen Nvidia (US67066G1040) vorbereiten. Nachdem man im vergangenen September die französischen Geschäftsräume des Halbleiterherstellers durchsucht hatte, hat man nun offensichtlich genügend Material gesammelt, um Nvidia wegen einem angeblichen wettbewerbswidrigen Verhalten anzuklagen. Der Behörde ist es insbesondere ein Dorn im Auge, dass mit seinen GPUs in Verbindung mit der CUDA Schnittstelle ein organisches Monopol aufgebaut hat, das geschätzte 80 % des Marktes für AI Hardware dominiert. Die offizielle Begründung liegt noch nicht vor. Im Falle eines Verstoßes hat sich Frankreich vorbehalten, die Unternehmen mit Strafen zu belegen, die bis zu 10 % des weltweiten Jahresumsatzes betragen.

 

Nvidia Corp.

 

Tagestermine

 

Am Dienstag stehen um 11:00 Uhr die vorläufigen Inflationsdaten für die Euro-Zone im Monat Juni im Mittelpunkt. Die Inflationsrate soll im Jahresvergleich leicht von 2,6 % auf 2,5 % gesunken sein. Die Kernrate wird ebenfalls leicht tiefer bei 2,8 % nach 2,9 % erwartet.

 

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02.07.2024 - Mikey Fritz

Unterschrift - Mikey Fritz

 

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