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Tesla mit schlechten Nachrichten, Lufthansa verlangt Impfpass und KPN lehnt Übernahme ab - BÖRSE TO GO

Tesla bestätigt Befürchtungen - Fabrik in Berlin wird erst 2022 fertiggestellt

 

Exzerpt: Tesla gibt den Kampf gegen die Uhr auf und verschiebt den Produktionsstart in Deutschland auf 2022. Lufthansa hofft auf den Sommer und verlangt einen EU-Impfpass. KPN wird umworben, lehnt aber ab. 

 

Viele Börsenplätze sind heute aufgrund des Tages der Arbeit und anderen Feiertagen geschlossen. In Asien sind unter anderem Schanghai und Tokio und in Europa ist London geschlossen. Die geöffneten Börsenplätze in Asien verzeichnen heute früh teilweise starke Verluste. Hongkong und Taiwan führen die Liste der Verlierer an. Im Gegensatz dazu signalisieren die wichtigsten Futures vor Eröffnung der europäischen Vorbörse leichten Optimismus. Der DAX-Future wird 0,19 % höher bei 15.180 Punkten gesehen, der S&P 500 Future steigt um 0,23 % auf 4.184 Punkte und der Nasdaq-Future verbessert sich leicht auf 13.860 Punkte. 

Frankfurt beendete am Freitag den Handelstag und die ganze Woche im Minus. Alle wichtigen deutschen Benchmarks schlossen tiefer, wenngleich sich die Verluste in Grenzen hielten. Der SDAX führte die Verliererliste mit -0,48 % auf 16.161,06 Punkte an, mit deutlichem Abstand gefolgt vom MDAX, der um -0,16 % auf 32.704,67 Punkte fiel, und dem DAX, der um -0,12 % auf 15.135,91 Punkte sank. Einzig und allein der TecDAX konnte sich gegen den Trend um 0,40 % auf 3.503,01 Punkte verbessern. 

Auch an der Wall Street konnte keine wichtige Benchmark auf Wochenbasis im Plus schließen. Alle gaben ab, wobei die Verluste beim S&P 500 Index am geringsten waren. Am Freitag traf es vor allem die Risk-On Assets. So beendete der Russell 2000 Index den Tag mit einem hohen Minus von -1,26 % auf 2.266,45 Punkte und der Nasdaq Composite Index fiel um -0,85 % auf 13.962,68 Punkte. Der S&P 500 Index sank um -0,72 % auf 4.181,17 Punkte und der Dow Jones Industrial Average verlor nur -0,54 % auf 33.874,85 Punkte. 

 

KPN lehnt Übernahmeofferten ab

 

Der niederländische Telekommunikationskonzern KPN (NL0000009082) wird umworben. Die Gesellschaft bekam gleich zwei voneinander unabhängige Übernahmeangebote von Private Equity Gesellschaften. Zum einen bietet KKR (US48251W1045) für KPN und zum anderen hat man von einem Konsortium, das von EQT (US26884L1098) und Stonepeak Infrastructure Partners geführt wird, in den letzten Tagen ein Angebot bekommen. Die Angebote bewegen sich im Bereich von 18 Mrd. Euro.

Der Aufsichtsrat von KPN hat die Offerten abgelehnt. Die offizielle Begründung ist, dass man keinen Mehrwert für die Aktionäre in den Angeboten sieht. KPN gilt als Festung, da die niederländische Regierung ein Gesetz erlassen hatte, die eine unerwünschte Übernahme mit dem Verweis auf eine Gefährdung der nationalen Sicherheit ablehnen kann. Die Aktien von KPN hatten bei 2,88 Euro geschlossen. 

 

Keine Schnäppchen mit der Lufthansa

 

Carsten Spohr kündigte die größte Initiative in der Geschichte der Lufthansa (DE0008232125) an. Man werde in der wichtigen Urlaubsphase im Sommer mehr als 100 Urlaubsziele anfliegen, was ein Rekord für die Gesellschaft sei. Um die Angebotsinitiative nicht baden gehen zu lassen, verlangt der Lufthansa-Chef von der Bundesregierung aber einen Impfpass auf EU-Ebene, der Geimpften das Reisen leichter macht und die Nachfrage nach Flügen fördert. Die EU-Kommission hat einen solchen digitalen Impfpass für Juni angekündigt. Angesichts der Erfahrungen mit der europäischen Impfkampagne sorgt sich der Vorstand der Lufthansa jedoch, ob die Politik dieses Projekt rechtzeitig und erfolgreich umsetzen wird. 

Trotz des umfangreichen Angebots der Lufthansa, wird es keine Rabattschlachten geben. Spohr unterstrich, dass man die Preise hochhalten und Disziplin bewahren wird. Das gälte insbesondere für die ertragreiche Langstrecke und hier vor allem für den Nordatlantikverkehr. Derweil türmen sich die Verluste bei der Lufthansa weiter auf. Allein im 1. Quartal verlor man -1,05 Mrd. Euro. Die Aktien schlossen am Freitag bei 10,74 Euro.

 

Tesla bestätigt Befürchtungen

 

Am Wochenende wurde es zur Gewissheit, was schon seit einigen Wochen befürchtet wird. Tesla (US88160R1014) wird die Fabrik bei Berlin nicht rechtzeitig fertigstellen. Anstatt diesen Sommer mit der Produktion der ersten Fahrzeuge zu beginnen, wird sich die Fertigstellung der Fabrik bis mindestens Ende Januar 2022 verzögern. Elon Musk soll internen Informationen zufolge dem Team in Deutschland mehr als ein halbes Jahr zusätzliche Zeit gegeben haben, um die Produktion fertigzustellen.

 

Tesla Inc.

 

Ein harter Schlag für Tesla, denn die Fabrik in Deutschland hat höchste Priorität. Elon Musk zufolge ist Europa der „ground zero“ im Wettkampf der Konzerne um die Gunst der EV-Käufer. Auf der anderen Seite ist es aber auch ein harter Schlag für den Standort Deutschland. Die Bauzeit der Tesla-Fabrik wird nun mindestens 24 Monate betragen, obwohl das Unternehmen auf direkte Unterstützung durch die Bundesregierung vertrauen konnte. Die Tesla-Fabrik in China wurde in nur 12 Monaten errichtet und war dann sofort einsatzbereit. Die Aktien von Tesla hatten am Freitag im New Yorker Handel bei 709,44 US-Dollar geschlossen. 

 

Tagestermine

 

Der Tag beginnt in Europa mit den Einzelhandelsdaten aus Deutschland im Monat März. Den Prognosen der Ökonomen zufolge sollen sich die Einzelhandelsumsätze im Jahresvergleich um -0,3 % verschlechtert haben, nachdem die Monate Januar und Februar Einbrüche von -8,7 und -9,0 % gezeigt hatten.

Um 09:55 Uhr erwarten wir dann den Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe in Deutschland im April. Die finale Lesung des Index soll unverändert zur vorläufigen Zahl bei 66,4 Punkten liegen. 

 

03.05.2021 - Mikey Fritz - mf@ntg24.de

 









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