als .pdf Datei herunterladen

SpaceX: Auftragsbuch voll, Bankenkrieg in Italien und Moonshot AI will 2 Mrd. US-Dollar - BÖRSE TO GO

Das Auftragsbuch von SpaceX ist bereits voll - Investoren zeichnen mehr als 75 Mrd. US-Dollar

NTG24 - SpaceX: Auftragsbuch voll, Bankenkrieg in Italien und Moonshot AI will 2 Mrd. US-Dollar - BÖRSE TO GO

 

Das Auftragsbuch bei SpaceX ist bereits voll. Anleger haben schon Montagmorgen weltweit Zeichnungsaufträge von mehr als 75 Mrd. US-Dollar abgegeben. In Italien ist am Wochenende ein neuer Bankenkrieg entbrannt. Die Banco BPM hat eine Fusion mit Monte dei Paschi di Siena vorgeschlagen, was Intesa sofort mit einem Gegenvorschlag konterte. Moonshot AI startet die nächste Finanzierungsrunde und sucht 2 Mrd. US-Dollar an frischem Kapital. Die Unternehmensbewertung soll auf 30 Mrd. US-Dollar steigen. 

Der Aktienhandel in Asien steht am Montagmorgen unter starkem Druck. Alle Benchmarks in der Region reagieren auf die negativen Vorgaben von der Nasdaq. Der Nikkei 225 Index beendete den Handel -3,74 % tiefer bei 64.096,00 Punkten. Am stärksten erwischt es am Montagmorgen die Börse Seoul. Dort kam es in der heutigen Sitzung zu Handelsunterbrechungen, um den Sell-off zu beruhigen. Sowohl der KOSPI als auch der kleinere KOSDAQ kollabierten zwischenzeitlich mehr als -8 % im Vergleich zum Schlusskurs vom Freitag, was eine 20-minütige Handelsunterbrechung auslöste. Dahinter steht im Wesentlichen, dass die Anleger seit Jahresbeginn mit rekordhohem Fremdkapitaleinsatz auf die Kursgewinne der wichtigsten südkoreanischen Technologieunternehmen wetten. Der KOSPI schloss dann auch -8,29 % tiefer bei 7.484,41 Punkten. Der Terminmarkt ist geteilt in Europa und die USA. Während die US-Indizes vor Börseneröffnung in Europa steigen, vollzieht der DAX-Future (Juni) die Verluste vom späten Freitagabend nach und notiert vorbörslich -1,53 % tiefer bei 24.417,50 Punkten. 

Anzeige:

 

Zum Ende der vergangenen Woche rappelte es ordentlich an der Börse. In Frankfurt kamen vor allem am Freitag noch einmal die Kurse unter Druck. Am Ende ergab sich eine einheitlich negative Wochenbilanz für die deutschen Benchmarks. Am härtesten erwischten die Verkäufe den SDAX, der um -3,96 % auf 18.433,82 Punkte abrutschte. Die Aktien von Friedrich Vorwerk (DE000A255F11) waren dabei mit einem Wochenverlust von -15,49 % auf 56,75 Euro die größten Verlierer im Small Cap Index. Mit deutlichem Abstand folgte der MDAX, der um -2,66 % auf 32.466,6 Punkte fiel. Selbst der DAX, der noch etwas relative Stärke zeigte, gab in der vergangenen Woche um -1,38 % auf 24.759,05 Punkte ab. Der Blue Chip Index profitierte vor allem von den starken Kursgewinnen beim Schwergewicht SAP (DE0007164600), die in der letzten Woche gegen den Trend um 6,84 % auf 161,48 Euro steigen konnten. 

Richtig unter Druck kam am Freitag die Wall Street. Durch die US-Börse rollte ein kräftiger Sell-Off, der die gesamte Wochendynamik kaperte. Der Dow Jones Industrial Average Index konnte sich mit einem Wochensaldo von -0,32 % auf 50.866,78 Punkte noch sehr gut halten. Der S&P 500 Index fiel um -2,59 % auf 7.383,74 Punkte und der Nasdaq 100 Index rutschte am Freitag komplett durch, was zu einem Wochenverlust von -4,53 % auf 28.957,60 Punkte führte. Neben Intel (US4581401001), die um -19,93 % auf 99,17 US-Dollar einbrachen, kam auch Strategy (US5949724083) aufgrund des Sell-offs bei Bitcoin stark unter Druck und verlor in der vergangenen Woche -19,67 % auf 120,44 US-Dollar. 

 

Orderbuch von SpaceX ist voll

 

Das IPO von SpaceX scheint ein voller Erfolg zu werden. Schon am Montagmorgen ließen die Emissionsbanken durchsickern, dass das Auftragsbuch für den Börsengang bereits voll ist. Insgesamt will man nach heutigem Stand 555,6 Mio. Aktien verkaufen und das zu einem Festpreis von 135 US-Dollar je Aktie. Bleibt es bei dem Festpreis, dann verbessern sich die Chancen für die Zeichner nur noch, wenn SpaceX den Umfang der zu verkaufenden Aktien ausweitet. Die Entscheidung von Elon Musk, einen Festpreis zu wählen, ist überraschend. Typischerweise arbeiten die Banken mit einer Preisspanne, die der Nachfrage der Anleger angepasst wird, womit sich der Emissionserlös für das Unternehmen (und die Gebühren für die Banken) optimieren lässt. Zu beachten ist, dass das Auftragsbuch schon voll ist, obwohl chinesische Behörden im letzten Moment am Freitag entschieden hatten, dass Anleger in China und Hongkong keine Zeichnungsaufträge für SpaceX abgeben dürfen. 

 

Bankenkrieg in Italien entbrannt

 

Nachdem die Banco BPM (IT0005218380) am Wochenende eine 50 Mrd. Euro Fusion mit der Monte dei Paschi di Siena (IT0005508921) veröffentlicht hatte, entbrannte eine Bankenkrieg in Italien. Die Mailänder wollen eine neue italienische Großbank schmieden, doch die Konkurrenz schaut nicht tatenlos zu. Noch in der Nacht auf Montag entschied der Aufsichtsrat von Intesa (IT0000072618), dass man ein konkurrierendes Übernahmeangebot für die Bank Monte dei Paschi di Siena in Höhe von 30,6 Mrd. Euro abgibt. Die Offerte wurde heute früh dann auch offiziell gemacht. Intesa bietet damit konkret 10,09 Euro je Aktie, was einer Prämie von 12,5 % im Vergleich zum Freitag entspricht. Allerdings ist das Angebot nicht komplett in bar. Lediglich 1 Euro je Aktie bietet Intesa in bar an. Zusätzlich bietet man 16 junge Aktien für jede 10 Monte dei Paschi di Siena Aktien an. Allerdings würde eine vollständige Übernahme zur Ablehnung durch die Regulierungsbehörde führen, weswegen Intesa parallel eine Vereinbarung mit dem Versicherer Unipol Assicurazioni (IT0004827447) ausgehandelt hat. Diese sieht vor, dass Intesa 625 Filialen, die 13%ige Beteiligung an Generali (IT0000062072) und einige sonstige Bilanzbestandteile übernimmt. Unipol Assicurazioni soll die Marke Monte dei Paschi di Siena, 635 Filialen sowie die Verwaltung übernehmen. Die Alternativen aus Sicht der Monte dei Paschi di Siena sind also Fusion oder Zerschlagung. 

 

 

Moonshot AI will 2 Mrd. US-Dollar

 

Die Entwicklung von neuen AI-Modellen ist teuer und die AI-Unternehmen müssen regelmäßig Kapitalerhöhungen durchführen, um vorne an der Spitze mitmischen zu können. Aktuell befindet sich die chinesische Moonshot AI mit prospektiven Investoren im Gespräch bezüglich der laufenden Finanzierungsrunde. Die Chinesen benötigen 2 Mrd. US-Dollar an frischem Kapital und haben nach eigenen Angaben bereits Investoren gefunden, die die Hälfte des Investmentziels abdecken. Meituan (KYG596691124) ist dabei der führende Investor. Die Finanzierungsrunde wird Moonshot AI mit rund 30 Mrd. US-Dollar bewerten, wenn sie erfolgreich ist. Das Unternehmen ist der Entwickler des bekannten Kimi Chatbot und erzielte zuletzt im April einen annualisierten Umsatz von 200 Mio. US-Dollar. Moonshot plant zudem ein IPO an der Börse Hongkong. 

 

Tagestermine

 

Am Morgen vor Börsenbeginn haben wir den Auftragseingang der deutschen Industrie im Monat April vorgelegt bekommen. Im März waren die Auftragseingänge noch stark um 5,0 % im Vergleich zum Februar gestiegen, doch die Erwartungen an den April waren schwach. Der Konsens der Ökonomen lag bei einem Rückgang um -2,2 % (MoM). Doch die Zahlen fielen in jeder Hinsicht schwächer als erwartet aus. Zum einen wurde das Wachstum des Vormonats von 5,0 % auf 4,5 % nach unten revidiert. Im Mai schrumpfte der Auftragseingang zudem um -3,8 % statt der erwarteten -2,2 %. 

 

Assicurazioni Generali-Aktie: Kaufen oder verkaufen?

 

Die neuesten Assicurazioni Generali-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Assicurazioni Generali-Aktionäre. Lohnt sich aktuell ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen?

Konkrete Empfehlungen zu Assicurazioni Generali - hier weiterlesen...

 

 

08.06.2026 - Mikey Fritz

Unterschrift - Mikey Fritz

 

Auf Twitter teilen     Auf Facebook teilen


Informiert bleiben - Wenn Sie bei weiteren Nachrichten und Analysen zu einem in diesem Artikel genannten Wert oder Unternehmen informiert werden möchten, können Sie unsere kostenfreie Aktien-Watchlist nutzen.








Ihre Bewertung, Kommentar oder Frage an den Redakteur


Bitte geben Sie die Anzahl der unten gezeigten Eurozeichen in das Feld ein.
>

 



 

 

Haftungsausschluss - Die EMH News AG übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit der Empfehlungen sowie für Produktbeschreibungen, Preisangaben, Druckfehler und technische Änderungen. (Ausführlicher Disclaimer)