als .pdf Datei herunterladen

Ryanair ist optimistisch, Mercedes bestätigt Einstieg in die Rüstung und Paris will Neid-Steuer für TotalEnergies - BÖRSE TO GO

Ryanair schaut optimistisch auf das neue Fiskaljahr - 216 Millionen Gäste werden erwartet

NTG24 - Ryanair ist optimistisch, Mercedes bestätigt Einstieg in die Rüstung und Paris will Neid-Steuer für TotalEnergies - BÖRSE TO GO

KI-generiertes Symbolbild. Marken dienen der redaktionellen Einordnung.

 

Ryanair erwartet im neuen Fiskaljahr 216 Millionen Gäste. Die Kerosinkosten sind bis April 2027 zu 80 % auf dem alten Preisniveau abgesichert. Ola Källenius bestätigte, dass Mercedes-Benz über einen Vorstoß in den Rüstungssektor nachdenkt. Werden in Zukunft wieder Panzer vor den Toren Berlins gebaut? Paris droht mit einer Neid-Steuer. Die französische Linke will den Aktionären von TotalEnergies bis zu 2 Mrd. Euro wegnehmen. 

Gedrückte Stimmung in Asien. Der Aktienhandel beginnt den Montag mit breiten Verlusten im asiatischen Handel. Abgesehen vom KOSPI kann sich keine Benchmark in der Region im Plus halten. Der Nikkei 225 Index wird zeitweise mehr als -0,65 % im Minus gesehen und der Hang Seng Index gibt zwischenzeitlich sogar mehr als -1,1 % ab. Auch der Terminmarkt ist vor Eröffnung der europäischen Vorbörse negativ gestimmt. Der DAX-Future (Juni) wird -0,80 % tiefer bei 23.797,50 Punkten gehandelt.

Anzeige:

 

Der DAX konnte sich schon letzte Woche am Ende nicht mehr über 24.000 Punkten halten. Der Blue Chip Index schloss am Freitag in Frankfurt bei 23.950,57 Punkten - ein Tagesverlust von -2,07 % - und verlor damit über die gesamte Woche gesehen -1,59 %. Damit war der DAX der größte Wochenverlierer unter allen deutschen Benchmarks. Belastet wurde der Index unter anderem durch die starken Wochenverluste von Rheinmetall (DE0007030009), die -15,07 % auf 1.120,00 Euro betrugen. Unter Druck gerieten in der vergangenen Woche auch die Small Caps. Der SDAX verzeichnete einen Wochenverlust von -1,41 % auf 18.365,64 Punkte. Der größte Wochenverlierer im Index waren die Aktien von Friedrich Vorwerk (DE000A255F11), die um -16,93 % auf 68,20 Euro abrutschten. 

New York zeigte sich in der letzten Woche toppish. Der S&P 500 Index und der Nasdaq 100 Index konnten zwar erneut zwischenzeitlich neue Allzeithochs erreichen, aber die Veränderungen waren auf Wochensicht minimal, was insbesondere am letzten Handelstag lag. Schaut man sich den Saldo an, pendelten die drei US-Benchmarks um den Schlusskurs vom 08. Mai herum. Der S&P 500 Index ist beispielsweise schon mit einem Wochenplus von nur 0,13 % auf 7.408,50 Punkte der Wochengewinner. Der Nasdaq 100 rutschte nach den deutlichen Verkäufen am Freitag dann auch auf Wochenbasis ins Minus. Allerdings mit -0,38 % auf 29.125,20 Punkte nur sehr leicht. 

 

Video -

 

Ryanair erwartet 216 Mio. Gäste

 

Der Jahresabschluss von Ryanair (IE00BYTBXV33) und die Prognose für das laufende neue Fiskaljahr 2027 wurden mit Spannung erwartet. Die Iren sind die Top-Airline Europas und wurden in der Vergangenheit insbesondere durch die Lieferschwierigkeiten bei Boeing (US0970231058) in ihrem Wachstum zurückgehalten. Ein Engpass, der sich nun langsam beginnt aufzulösen. Gleichzeitig preist die Börse die kurzfristigen Belastungen aus den Energiepreisen ein. Ryanair ist zu rund 80 % für das Geschäftsjahr 2027 abgesichert, aber die restlichen 20 % der Kerosinkosten sind so stark gestiegen, dass sie zu einer Belastung geworden sind. Auch die Klimasteuern in der EU belasten die Airline immer stärker. Das Management schätzt den Anstieg der Klimasteuern allein im Fiskaljahr um 300 Mio. Euro auf rund 1,4 Mrd. Euro. Ryanair ist aber optimistisch, dass man im neuen Jahr die Zahl der Gäste von 208,4 Millionen auf 216 Millionen steigern kann. Das entspricht exakt der Konsensschätzung der Analysten. Den Umsatz konnte man im abgelaufenen Jahr noch einmal um 11 % auf 15,5 Mrd. Euro steigern und den „bereinigten“ Gewinn nach Steuern um 2,26 Mrd. Euro (+40 %) gegenüber einer Konsensschätzung von 2,17 Mrd. Euro. 

 

 

Mercedes sucht sein Heil in der Rüstung

 

Können wir demnächst mit einem Maybach-Panzer rechnen? Ola Källenius, der Vorstandsvorsitzende von Mercedes-Benz (DE0007100000), bestätigte am Wochenende gegenüber dem Wall Street Journal, dass man inzwischen bereit ist, die Aufrüstung Deutschlands und Europas mit eigenen Produktionskapazitäten zu unterstützen. Damit lehnt sich Källenius nicht zu weit aus dem Fenster und ist auch nicht der erste Auto-Boss. Bei Volkswagen (DE0007664039) wird bereits seit letztem Jahr an einem Vorstoß in die Rüstungsindustrie gearbeitet, um das schwächelnde Kerngeschäft zu flankieren. Bei Mercedes dreht sich die Gerüchteküche vor allem um den Standort Ludwigsfelde in Brandenburg vor den Toren Berlins. Gespräche mit KNDS über den Bau des Panzer Boxer in Ludwigsfelde sollen laufen, dort wo bisher der Sprinter hergestellt wurde. Die Frage ist jedoch, ob dieser Vorstoß in den Rüstungssektor dem Luxusimage der Aktien hilft, die Källenius am Beginn seiner Amtszeit so dominierend in den Vordergrund gestellt hatte. 

 

Paris droht Total mit einer Neid-Steuer

 

TotalEnergies (FR0000120271) gehört nicht gerade zur Spitze in der Energiebranche. Und das hat auch damit zu tun, dass die französische Regierung immer wieder dem Konzern Knüppel zwischen die Beine geworfen hat, während die Konkurrenten in den USA geradezu von Washington hofiert werden. Warum? Weil fossile Energie die Steuereinnahmen durch die Decke gehen lässt und kein kluger Politiker beißt die Hand, die ihn füttert. Die Politik in Frankreich ist hingegen anders gestrickt und drohte nun am Wochenende TotalEnergies, dass „es kein Tabu“ gibt. Minister David Amiel lehnte sich in einem Radio-Interview weit aus dem Fenster und behauptete, dass Total froh sein kann, Frankreich (als Sitz) zu haben. Die französische Linke fordert die Einführung einer Neid-Steuer, die dem Konzern den jüngsten, unerwarteten Geldsegen aus dem Iran-Konflikt nicht gönnt. Allen voran droht der Sozialist Olivier Faure damit, dass der Staat dem Energiekonzern den zusätzlichen Gewinn wegnehmen wird. Faure hofft darauf, dass man den Aktionären von TotalEnergies bis zu 2 Mrd. Euro vorenthalten kann. Dabei sind die Auswirkungen der gestiegenen Energiepreise für die Franzosen bereits mit einer Kappung auf Energiepreise gedeckelt worden. 

 

Tagestermine

 

Die chinesischen Wirtschaftsdaten für April fallen am Morgen im Schnitt schwächer aus als erwartet. So schrumpfte die Wachstumsrate der Industrieproduktion im Jahresvergleich von zuvor 5,7 % auf nur noch 4,1 %. Erwartet wurde hingegen eine Steigerung auf 6,0 %. Bei den Anlageinvestitionen gab es sogar eine Kontraktion im Jahresvergleich auf -1,6 % von zuvor +1,7 %. Auch der Immobilienmarkt kommt nicht aus der Baisse heraus. Die Kontraktionsrate der Preise stieg von -3,4 % auf -3,5 % im Jahresvergleich. Einzig und allein die Arbeitslosenquote verbesserte sich von 5,4 % auf 5,2 %.

 

Boeing Co.-Aktie: Kaufen oder verkaufen?

 

Die neuesten Boeing Co.-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Boeing Co.-Aktionäre. Lohnt sich aktuell ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen?

Konkrete Empfehlungen zu Boeing Co. - hier weiterlesen...

 

 

18.05.2026 - Mikey Fritz

Unterschrift - Mikey Fritz

 

Auf Twitter teilen     Auf Facebook teilen


Informiert bleiben - Wenn Sie bei weiteren Nachrichten und Analysen zu einem in diesem Artikel genannten Wert oder Unternehmen informiert werden möchten, können Sie unsere kostenfreie Aktien-Watchlist nutzen.








Ihre Bewertung, Kommentar oder Frage an den Redakteur


Bitte geben Sie die Anzahl der unten gezeigten Eurozeichen in das Feld ein.
>

 



 

 

Haftungsausschluss - Die EMH News AG übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit der Empfehlungen sowie für Produktbeschreibungen, Preisangaben, Druckfehler und technische Änderungen. (Ausführlicher Disclaimer)