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BÖRSE TO GO - Airbus, BMW und Xpeng

Xpeng plant dritte Fabrik in China - Absatz im 1. Quartal steigt um 487 %

 

Der Handel in Asien ist heute früh von Gewinnmitnahmen auf der gesamten Breite geprägt. Nahezu alle wichtigen Benchmarks liegen im Minus. Einzig und allein Tokio stemmt sich gegen den negativen Trend. Die schwachen Vorgaben aus dem Asien-Handel übertragen sich auch auf die Stimmung in Europa. Der DAX-Future wird vor Eröffnung der europäischen Vorbörse -0,21 % tiefer bei 15.214 Punkten gesehen. Der S&P 500 Future ist nahezu unverändert. Nur der Nasdaq-Future legt um 0,20 % auf 13.773 Punkte zu.

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Werbebanner Zürcher Börsenbriefe Frankfurt nahm am Donnerstag die positive Stimmung nach den Fed-Minutes und der Rede von Powell auf. Alle wichtigen deutschen Benchmarks konnten sich verbessern, wobei der TecDAX mit einem Plus von 0,88 % auf 3.475,45 Punkte die Liste der Gewinner anführte und wieder den Anschluss mit den restlichen Indizes suchte. Auch der MDAX performte stark und konnte 0,45 % höher bei 32.632,03 Punkten schließen. Der DAX (+0,17 %) und der SDAX (+0,12 %) konnten sich nur leicht verbessern. 

Die Wall Street hängt die Inflationssorgen an den Haken. Die Renditen der amerikanischen Staatsanleihen beginnen am langen Ende wieder zu sinken, was das ruhige Vorgehen der Fed zu bestätigen beginnt. Der Aktienmarkt fokussierte sich entsprechend am Donnerstag wieder ganz auf eigene Themen und ließ die wichtigsten Benchmarks im Vorfeld neuen Berichtssaison deutlich steigen. Allen voran entwickelte sich der Nasdaq Composite Index sehr stark und schloss 1,03 % höher bei 13.829,31 Punkten. Der S&P 500 Index stieg um 0,42 % auf 4.097,17 Punkte und der Dow Jones Industrial Average Index verzeichnete ein kleines Plus von 0,17 % auf 33.503,57 Punkte. 

 

Airbus steigert Auslieferungen

 

Mit einem starken Anstieg der Auslieferungen im März konterte Airbus (NL0000235190) die Sorgen der Börse. Der Konzern hatte für Januar und und Februar schwache und unterdurchschnittliche Auslieferungszahlen gemeldet, was die Sorge erhöhte, dass Airbus seinen hohen Bestand an fertigen Flugzeugen nicht schnell genug abbauen kann, um neues Wachstum zu erreichen. Der Bestand an fertigen Flugzeugen lag Mitte Februar bei rund 100 Einheiten. Im März kam dann jedoch Schwung in die Auslieferungen und Airbus konnte das Quartal mit insgesamt 125 Auslieferungen abschließen, was über dem Vorjahresquartal lag, als man 122 Flugzeuge an Kunden übergab. 

Der Auftragseingang ist immer noch rückläufig. Airbus konnte im März 28 neue Bestellungen abschließen, bekam jedoch auch 8 Stornierungen älterer Aufträge. Mit der umfangreichen Stornierung durch Norwegian Air Shuttle (NO0010196140) im Februar kommt der Konzern damit auf einen Netto-Saldo von -61 Aufträgen im 1. Quartal.

 

BMW erzielt Rekordabsatz in Q1

 

Da können sich die Aktionäre nicht beschweren. BMW (DE0005190003) meldete, dass man so viel Fahrzeuge absetzen konnte wie noch nie zuvor in einem 1. Quartal. Insgesamt konnte die BMW Group den Absatz um 33,5 % im Vergleich zum schwachen Vorjahresquartal auf 636.000 Fahrzeuge steigern. Nicht Europa, sondern China sorgte erneut für den starken Aufschwung bei BMW. Der Absatz in China stieg um 97,3 % und erreichte ein Rekordniveau. Man lag damit sogar über dem starken 1. Quartal von 2019. Auch der Markt in Südkorea entwickelte sich mit einem Plus von 42,8 % sehr stark. In den USA setzte die Gruppe über alle Marken hinweg 20,1 % mehr als im Vorjahresquartal ab. Einzig und allein der Absatz in Europa hinkte mit einem kleinen Plus von 8,1 % hinterher. Gefragt waren vor allem die EV-Fahrzeuge. BMW konnte mehr als doppelt so viel Elektrofahrzeuge im Vergleich zum Vorjahresquartal ausliefern. 

 

Xpeng investiert in dritte Fabrik

 

Der chinesische EV-Hersteller Xpeng (US98422D1054) kündigte an, dass man eine dritte Fabrik errichten wird. Man hat sich mit der Stadt Wuhan über einen Standort geeignet, der eine jährliche Produktionskapazität von 100.000 Fahrzeugen erreichen soll. Die neue Fabrik soll zudem auch die Motorenproduktion erweitern. Xpeng hatte erst vor wenigen Monaten die Errichtung einer zweiten Fabrik in Guangzhou angekündigt, sieht sich aber einer stark steigenden Nachfrage nach EV-Fahrzeugen im Inland gegenüber und investiert daher weiter stark in den Ausbau der Produktionskapazitäten. 

 

Xpeng Inc.

 

Xpeng plant zudem ein zweites Listing in Hongkong. Das Unternehmen war ursprünglich im vergangenen Sommer in New York an die Börse gegangen, will nun aber dichter an den heimischen Aktienmarkt heranrücken, um eine weitere Finanzierungsquelle für das starke Wachstum zu haben. Xpeng lieferte im 1. Quartal 13.340 Fahrzeuge aus, was 487 % über dem schwachen Vorjahresquartal lag, das von Produktionsstopps geprägt war. 

 

Tagestermine

 

Um 08:00 Uhr beginnt der Handel heute mit den jüngsten Außenhandelsdaten aus Deutschland. Die Handelsbilanz für Februar wird veröffentlicht und die Erwartungen gehen von einem Handelsbilanzüberschuss in Höhe von 20,0 Mrd. Euro im Vergleich zu dem Überschuss von 22,2 Mrd. Euro im Januar aus. Bei den Exporten wird ein Wachstum von 1,0 % und bei den Importen von 2,4 % erwartet. 

Parallel dazu wird auch die Veröffentlichung der deutschen Industrieproduktion für den Monat Februar erwartet. Ökonomen gehen im Schnitt von einem Wachstum um 1,5 % im Vergleich zum Januar aus. 

 

09.04.2021 - Mikey Fritz - mf@ntg24.de

 









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