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Blume will die Stimmung heben, UBS fürchtet sich vor „Kulturbeschmutzung“ und Novartis übernimmt Chinook - BÖRSE TO GO

Volkswagen ist in der Gunst der Anleger gefallen - Oliver Blume will nächste Woche die Stimmung heben

NTG24 - Blume will die Stimmung heben, UBS fürchtet sich vor „Kulturbeschmutzung“ und Novartis übernimmt Chinook - BÖRSE TO GO

 

Das wird keine einfache Angelegenheit. Der Aktienkurs von Volkswagen ist im Keller, weswegen Oliver Blume auf dem Investorentag neue Versprechungen und Hoffnungen machen möchte. Die UBS befürchtet eine „Kulturbeschmutzung“. Credit Suisse und UBS gehen heute offiziell zusammen, aber es gibt kein herzliches Willkommen. Novartis will seine Produktpipeline ausbauen und kauft Chinook Therapeutics. Die Aktionäre des Spezialisten für Nierenerkrankungen erhalten 3,5 Mrd. US-Dollar.

Die asiatischen Aktienmärkte gehen ohne eindeutige Tendenz in die neue Handelswoche. Während die chinesischen Benchmarks während der Sitzung überwiegend im Plus notieren, wird unter anderem der Index für Südkorea tiefer gesehen. Der Terminmarkt ist hingegen eindeutig positiv gestimmt. Vor Eröffnung der europäischen Vorbörse notiert der DAX-Future 0,29 % höher bei 16.022 Punkten. 

Trotz vieler Versuche gelang es den Bullen in Frankfurt nicht, in der vergangenen Woche voranzukommen. Alle deutschen Benchmarks schlossen im Minus, wobei der TecDAX mit einem Abschlag von -1,26 % die Liste der Verlierer anführte, nachdem der Technologieindex am Freitag noch einmal -0,11 % auf 3.198,39 Punkte abgab. Der SDAX hielt sich hingegen am letzten Handelstag mit einem Schlusskurs von 13.430,70 (-0,04 %) am besten und konnte auch auf die Woche gesehen mit einem Abschlag von -0,39 % den geringsten Wochenverlust für sich verbuchen. 

Die Wall Street schloss hingegen auf die gesamte Woche gesehen im Plus. Alle Benchmarks verbesserten sich und wurden dabei vom S&P 500 Index angeführt, der 0,39 % höher schloss, nachdem sich am Freitag noch einmal ein kleines Plus von 0,11 % auf 4.298,86 Punkte ergab. Der Nasdaq Composite Index verlor hingegen an positivem Momentum und konnte auf die Woche gesehen nur noch um 0,14 % 13.259,14 Punkte steigen.

 

Blume will die Stimmung heben

 

Der Kurs von Volkswagen (DE0007664039) ist im Keller. Die Anleger misstrauen der Strategie des Konzerns und sehen vor allem, dass die Margen in der Tendenz wieder deutlich fallen werden, nachdem sie 2021 und 2022 durch die Engpässe in den Lieferketten Rekordhochs erreicht hatten. Auch drückt die Konkurrenz in China und in den USA auf die Marktanteile. Insbesondere bei Themen wie der Benutzeroberfläche und der Leistungsfähigkeit der internen Software in den Fahrzeugen fällt Volkswagen in der Gunst der Kunden zurück, da die Mitbewerber mehr bieten. Die Antwort von Volkswagen? Auf dem kommenden Investorentag von Volkswagen will Oliver Blume vor allem signalisieren, dass man auf die Kostenbremse drückt und die Produktivität erhöht. Klassische Themen wie Ersparnisse im Einkauf, eine Verschlankung des Produktportfolios und eine höhere Auslastung der bestehenden Werke sollen bearbeitet werden. Ob das die Investoren vom Hocker haut, ist fraglich, denn schon die letzten Vorstandsvorsitzenden haben daran gearbeitet, blieben aber nur mäßig erfolgreich. 

 

Volkswagen AG Vz.

 

UBS fürchtet „Kulturbeschmutzung“

 

Der offizielle Zusammenschluss für die schweizer Großbanken Credit Suisse (CH0012138530) und UBS (CH0244767585) ist für heute geplant. Die Aktien der Credit Suisse werden in UBS Aktien gewandelt und die Notierung soll dann in Kürze beendet werden. Auf ein herzliches Willkommen dürfen sich die Mitarbeiter der Credit Suisse jedoch nicht freuen. Colm Kelleher, der Präsident des Verwaltungsrats der UBS, kündigte erst vor Kurzem eine Liste von rund zwei Dutzend Verboten für Credit Suisse Mitarbeiter an, die ab dem ersten Tag bei der UBS gelten. Dazu gehört unter anderem das Verbot, neue Produkte ohne Zustimmung von UBS Managern zu platzieren und eine Schwarze Liste für Neukunden aus unliebigen Ländern. Kelleher machte deutlich, dass man nicht jeden Credit Suisse Banker übernehmen wird, da das Niveau bei der UBS sehr hoch sei und man eine „Kulturbeschmutzung“ fürchte. Die UBS zahlt lediglich 3 Mrd. Franken für die Credit Suisse, die eine Bilanzsumme von deutlich mehr als 500 Mrd. Franken in die UBS einbringt. 

 

Novartis übernimmt Chinook für 40 US-Dollar

 

Novartis (CH0012005267) will seine Produktpipeline ausbauen und kündigte die Übernahme des Nierenspezialisten Chinook Therapeutics an. Die Schweizer werden 40 US-Dollar je Aktie bezahlen, was einem Kaufpreis für das Biopharmaunternehmen von rund 3,5 Mrd. US-Dollar entspricht. Gezahlt wird in bar und die Transaktion soll in der 2. Jahreshälfte 2023 abgeschlossen werden. Die Produkte von Chinook, die sich in der Phase klinischer Studien befinden, fokussieren sich auf seltene und chronische Nierenerkrankungen. 

 

Tagestermine

 

Der Inflationsdruck in Japan lässt weiter nach. Der heute früh veröffentlichte Preisindex für Geschäftsgüter sank im Mai im Jahresvergleich von einer Zuwachsrate von zuvor 5,9 % auf nun 5,1 %. Im Monatsvergleich gingen die Preise von Verkaufsgütern, die japanische Unternehmen erworben haben, um -0,7 % zurück. Erwartet worden war ein geringerer Rückgang um -0,2 %.

 

12.06.2023 - Mikey Fritz

Unterschrift - Mikey Fritz

 

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