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Lufthansa zahlt zurück, Airbus mit schwachem Abschluss und Cancom kauft zurück - BÖRSE TO GO

Der Vorstand der Lufthansa steht zu seinem Wort - 1,5 Mrd. Euro werden an den Staat zurückgezahlt

NTG24 - Lufthansa zahlt zurück, Airbus mit schwachem Abschluss und Cancom kauft zurück - BÖRSE TO GO

 

Die Lufthansa hält ihr Wort. Nach der Kapitalerhöhung zahlt man die Staatshilfen zurück. Airbus verkaufte nur ein Flugzeug im September. Kann der Luftfahrtkonzern seine Jahresziele noch erreichen? Cancom kündigt ein Aktienrückkaufprogramm an. Bis zu 9 % des Grundkapitals sollen an der Börse zurückgekauft werden.

Asien nimmt die Gewinne vom Montag heute früh wieder mit. Alle Benchmarks in der Region notieren heute deutlich im Minus und die Liste der Verlierer wird vom Taiwan Weighted Index und dem KOSPI angeführt, die beide zwischenzeitlich mehr als -1,3 % verlieren. Auch der Terminmarkt positioniert sich heute früh für eine negative Cash-Session. Alle wichtigen Futures notieren vor Eröffnung der europäischen Vorbörse im Minus. Der DAX-Future wird bei 15.081 Punkten (-0,26 %) gesehen.

Am Ende hieß es in Frankfurt außer Spesen nichts gewesen. Der DAX öffnete leicht positiv, wurde dann aber immer tiefer gedrückt, je näher der Handelsbeginn an der Wall Street rückte. Dieser fiel im Vergleich zu den letzten Montagen jedoch sehr positiv aus, was die Verluste für den DAX dann zum Ende fast ausglich. Der Schlussstand lag mit 15.199,14 Punkten nur -0,05 % unter dem Niveau vom Freitag. Auch der SDAX bewegte sich im Saldo kaum und schloss bei 16.118,81 Punkten (-0,07 %). Deutlichere Abschläge gab es beim TecDAX, der um -0,32 % auf 3.576,35 Punkte fiel. Der MDAX glänzte dagegen als einziger Tagesgewinner und stieg um 0,38 % auf 33.536,72 Punkte. 

Die Wall Street startete stark, wurde dann aber am Ende von den Bären übernommen. Der Nasdaq Composite Index verlor -0,64 % auf 14.486,20 Punkte, nachdem der Index im Topp bei 14.666,00 Punkten notiert hatte. Der S&P 500 Index sank um -0,69 % auf 4.361,19 Punkte und der Dow Jones Industrial Average Index sank um -0,72 % auf 34.496,06 Punkte. 

 

Lufthansa zahlt Staatshilfen zurück

 

Die Lufthansa (DE0008232125) hält ihr Wort. Nach der jüngsten Kapitalerhöhung, die die Aktienanzahl verdoppelte und brutto 2,162 Mrd. Euro erlöste, zahlte man am Montag die komplette Stille Einlage I des Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) in Höhe von 1,5 Mrd. Euro zurück. Der Vorstand bestätigte in diesem Zusammenhang auch noch einmal die ursprünglichen Pläne, dass man die Stille Einlage II, die sich auf 1 Mrd. Euro beläuft, bis Ende dieses Jahres zurückzahlen und dann auch kündigen wird. Diese Maßnahme ist Voraussetzung dafür, dass der Bund spätestens 24 Monate nach Abschluss der Kapitalerhöhung seine Beteiligung von aktuell 14,09 % an der Lufthansa verkaufen muss. Das wiederum befreitet die Lufthansa von zahlreichen Einschränkungen im operativen Geschäft, die der Staat gefordert hatte. 

 

Airbus verkauft nur ein Flugzeug im September

 

Schwierige Zeiten für den Vertrieb von Airbus (NL0000235190). Der Luftfahrtkonzern konnte im vergangenen Monat lediglich ein einziges neues Flugzeug an den Mann bringen. Ein A319neo wurde an einen nicht näher genannten Käufer verkauft. Ein deutlicher Einbruch zum August, wo Airbus so viele Flugzeuge verkaufen konnte wie seit Beginn der Pandemie nicht mehr. Die neue italienische Staatsairline ITA kündigte zwar im September den Kauf von 28 Flugzeugen bei Airbus an, doch der Vertrag kam nicht im selben Monat zustande. Auch bei den Auslieferungen fiel Airbus zurück. Man konnte zwar insgesamt 40 Maschinen an Kunden übergeben, womit das Auslieferungsziel von 600 Maschinen in 2021 in Schlagweite bleibt, aber von den wichtigen A320 wurden nur 30 ausgeliefert, während der Konzern zuvor eine monatliche Rate von 40 A320 avisiert hatte. Der schwache September deutet darauf hin, dass die Fluggesellschaften beginnen, vorsichtiger mit ihren Budgets umzugehen. 

 

Cancom: Neues Aktienrückkaufprogramm

 

Cancom (DE0005419105) greift seinen Aktionären unter die Arme. Die Gesellschaft kommt auf einen Beschluss der Hauptversammlung vom Juni 2019 zurück, als die Aktionäre eine Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien beschlossen hatten. Der Beschluss ist immer noch gültig und Cancom kündigte nun ein Aktienrückkaufprogramm an, das bis zu 9,09 % des aktuellen Grundkapitals an der Börse aufkaufen wird. Das Programm ist in der Vergangenheit noch nicht umgesetzt worden. Über die Verwendung der zurückgekauften Aktien machte die Gesellschaft keine konkreten Angaben, ließ sich aber die Option offen, die Aktien einzuziehen, was den prozentualen Anteil der Altaktionäre und auch den Gewinn je Aktie erhöhen würde.

 

Cancom SE

 

Tagestermine

 

Im Mittelpunkt wird heute Vormittag um 11:00 Uhr die Veröffentlichung des ZEW-Konjunkturindex für den Monat Oktober stehen. Beim Index der Konjunkturerwartungen rechnen Analysten mit einem Rückgang von 26,5 auf 24,0 Punkte. Auch beim Index der Einschätzung der aktuellen Lage wird ein Rückgang erwartet. Nach 31,9 Punkten im September soll der Index auf 28,5 Punkte gefallen sein.

 

12.10.2021 - Mikey Fritz

Unterschrift - Mikey Fritz

 

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