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Tradias fusioniert mit Börse Stuttgart, Gegenwind für Sika und Coinbase verfehlt Prognosen - BÖRSE TO GO

Börse Stuttgart fusioniert Kryptohandel mit Market Maker Tradias

NTG24 - Tradias fusioniert mit Börse Stuttgart, Gegenwind für Sika und Coinbase verfehlt Prognosen - BÖRSE TO GO

 

Die Börse Stuttgart fusioniert ihren Kryptohandel mit Tradias. Damit entsteht ein 500 Mio. Euro schwerer Krypto-Player in Deutschland. Sika hat 2025 hart gearbeitet, bekam aber kräftig Gegenwind. Eine neue Akquisition in der Türkei soll das Wachstum und die Marktanteile ausweiten. Die Prognosen für Coinbase lagen sehr tief, doch die Kryptobörse unterbot sie sogar noch. Die gehaltenen Kryptowährungen verursachten hohe Bewertungsverluste.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeDie Anleger versuchten am Freitag, die Stimmung in Asien hochzuhalten, doch am Ende kippten auch die stärksten Benchmarks ins Minus. Selbst der KOSPI sank um -0,28 % auf 5.507,01 Punkte. Der Nikkei 225 Index schloss -1,24 % tiefer bei 56.927,00 Punkten und der Hang Seng Index schloss -1,85 % tiefer bei 26.531,50 Punkten.

Die Frankfurter Börse hatte schon am Donnerstag einen Schlag wegbekommen. Kurz vor Feierabend rutschten die Kurse durch, was aus einem Impuls aus New York resultierte. Am härtesten erwischte es den SDAX, der um -2,25 % auf 17.683,41 Punkte durchrutschte. Die Aktien von HelloFresh (DE000A161408) erlitten dabei nach Vorlage des Jahresabschlusses den größten Tagesverlust im Small Cap Index mit einem Abschlag um -7,34 % auf nur noch 5,08 Euro. Der MDAX folgte mit einem Tagesverlust von -1,60 % auf 31.113,70 Punkte und der DAX drehte aus einem ordentlichen Tagesgewinn in einen nahezu unveränderten Schlusskurs von 24.852,69 Punkten (-0,01 %). Der TecDAX hielt sich am besten und konnte marginal um 0,04 % auf 3.608,52 Punkte zulegen. 

Der negative Impuls aus New York setzte sich dort bis zum Handelsende fort. Alle amerikanischen Benchmarks verloren deutlich. Allen voran der Nasdaq 100 Index, der um -2,04 % auf 24.687,61 Punkte rutschte. Neben Cisco (US17275R1023) verlor vor allem auch Applovin (US03831W1080) sehr deutlich und beendete den Handel mit einem Verlust von -19,68 % auf 366,91 US-Dollar. Der S&P 500 Index gab um -1,57 % auf 6.832,76 Punkte ab und auch der Dow Jones Industrial Average Index gab um -1,34 % auf 49.451,98 Punkte nach. 

 

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Börse Stuttgart fusioniert Kryptohandel mit Tradias 

 

Solche Transaktionen sieht man in Deutschland eher selten. Die Börse Stuttgart kündigte an, dass man den eigenen Kryptohandel mit dem digitalen Handelshaus Tradias fusionieren wird. Es ist eine Fusion auf Augenhöhe. Beide Geschäfte sind relativ jung, aber Tradias ist schnell gewachsen in seiner Funktion als Market Maker für institutionelle Investoren, die im Kryptomarkt handeln wollen. Tradias wird in dem Deal mit der Börse Stuttgart mit rund 200 Mio. Euro bewertet, was ein bemerkenswerter Erfolg für das Bankhaus Scheich ist, aus dem die Gesellschaft im Jahr 2020 entsprungen ist. Die Börse Stuttgart wiederum bringt ihr Kryptohandelsgeschäft ein, das mit rund 300 Mio. Euro bewertet wird. Man bedient rund 1 Million Kunden und hilft anderen Instituten, wie Trade Republic und flatexDEGIRO (DE000FTG1111), den Kryptohandel abzuwickeln. Das fusionierte Unternehmen soll von Michael Reinhard, dem ehemaligen Vorstandsvorsitzenden von Universal Investment, geführt werden.

 

Stagnation bei Sika

 

Sika (CH0418792922) hat 2025 hart gearbeitet, konnte aber den Umsatz nicht weiter steigern. Währungsbereinigt bekam man noch die Schwarze Null hin, aber in Schweizer Franken gerechnet ergab sich ein Umsatzrückgang um -4,8 % auf 11,20 Mrd. Franken. Hinzu kommt noch, dass der Schweizer Baustoffspezialist Akquisitionen im vergangenen Jahr durchgeführt hat, die als Sondereffekte wirkten und aus dem Umsatzwachstum herausgerechnet werden müssen. Und der Wille, weiter zu expandieren, ist auch ungebrochen. Am Freitag wurde bekannt, dass Sika den türkischen Klebstoffhersteller Akkim übernommen hat. Das akquirierte Unternehmen hat einen Jahresumsatz von umgerechnet rund 220 Mio. Franken. Die Geschäftsführung betonte am Morgen, dass man in einem schwierigen Umfeld weltweit Marktanteile gewinnen konnte, die Konkurrenten also noch schlechter als Sika selbst abgeschnitten haben. Um dem Gegenwind vom Markt entgegenzuwirken, reduziert man weiter die Kosten. Insgesamt will man bis 2028 jährliche Einsparungen in Höhe von 150 Mio. Franken erreichen. Davon sollen in diesem Jahr etwa 80 Mio. Franken erreicht werden.

 

 

Coinbase verfehlt Prognosen

 

Der Abschluss des 4. Quartals bei der Kryptobörse Coinbase (US19260Q1076) fiel noch deutlich schwächer aus, als prognostiziert. Der Umsatz rutschte um -22 % auf 1,78 Mrd. US-Dollar von zuvor 2,27 Mrd. US-Dollar ab, was noch schwächer war als von den Analysten prognostiziert (Konsens: -20 %). Der Umsatzeinbruch resultiert vor allem aus der geringeren Zahl der Transaktionen bei Privatanlegern. Eine Tendenz, die auch bereits in den letzten beiden Quartalen zu sehen war. Gleichzeitig kletterten jedoch auch noch die operativen Kosten deutlich um 22 %. Der Killer in der Gewinn- und Verlustrechnung war jedoch das Bewertungsergebnis. Die gehaltenen Kryptoassets sorgten für einen Bewertungsverlust von 718 Mio. US-Dollar, was zu einem Quartalsverlust von -666,7 Mio. US-Dollar bzw. -2,49 US-Dollar je Aktie führte. Die Anleger hatten bereits im Vorfeld ein Worst-Case Szenario in den Kurs eingepreist und waren nicht beunruhigt von den schwachen Zahlen.

 

Tagestermine

 

Aus den USA erwarten wir heute um 14:30 Uhr die Inflationsdaten für den Monat Januar. Der Verbraucherpreisindex soll seine Teuerungsrate im Jahresvergleich von 2,7 % auf 2,5 % reduziert haben. Allerdings wird im Vergleich zum Dezember ein Anstieg um 0,3 % erwartet. Auch die Kernrate soll von 2,6 % auf 2,5 % leicht gesunken sein. Aber auch hier wird ein Anstieg zum Vormonat von 0,3 % prognostiziert.

 

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13.02.2026 - Mikey Fritz

Unterschrift - Mikey Fritz

 

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