Allianz glänzt beim Ergebnis, Siemens enttäuscht Umsatzerwartungen und Deutsche Telekom mit Gewinneinbruch - BÖRSE TO GO
Die Allianz glänzt mit einem starken Gewinn in Q1 - Geschäftsvolumen schrumpft leicht
Allianz steigert den Gewinn trotz Umsatzrückgang. Die Profitabilität im operativen Geschäft konnte weiter gesteigert werden. Siemens verfehlt die Umsatzerwartungen. Das Geschäft im 2. Fiskalquartal stagnierte, statt wie erwartet zu wachsen. Gewinneinbruch bei der Deutschen Telekom. Der Vorstand versucht, die Zahlen schönzureden, aber unter dem Strich stagnierte der Umsatz und der Gewinn brach ein.
Die asiatischen Aktienmärkte zeigen sich am Mittwochmorgen unbeeindruckt von den gestrigen Verlusten in Europa. Nahezu alle Benchmarks können heute früh zulegen. Die einzige Ausnahme ist der Hang Seng Index, der um den Schlusskurs vom Dienstag herumpendelt. Der Nikkei 225 Index liegt hingegen kurz vor Börsenschluss mehr als 0,7 % vorne und der KOSPI sogar mehr als 2,6 %. Sehr freundlich auch der Terminmarkt vor Eröffnung des europäischen Handels. Der DAX-Future (Juni) wird 0,74 % höher bei 24.197,50 Punkten gehandelt.
Die Inflationszahlen aus den USA rissen die Börse Frankfurt am Dienstag nach unten. Die Kernrate im April stieg stärker als befürchtet, was signalisiert, dass der Energieschock sich schneller als erwartet in der Volkswirtschaft ausbreitet. Die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung stieg damit an, was die Aktienkurse in den Keller drückte. Am härtesten traf es die Kleinsten. Der SDAX rutschte um -2,47 % auf 18.097,33 Punkte ab, wobei die Aktien von Medios (DE000A1MMCC8) nach den Zahlen die größten Verlierer mit einem Abschlag von -12,84 % auf 12,90 Euro waren. Am besten hielten sich die Mid-Caps, wobei der MDAX immer noch einen Tagesverlust von -1,39 % auf 31.010,38 Punkte erlitt.
New York hingegen erholte sich nach dem Handelsschluss in Europa wieder etwas. Der Nasdaq 100 Index konnte seinen Tagesverlust auf -0,87 % begrenzen und schloss bei 29.064,80 Punkten. Die Aktien von Qualcomm (US7475251036) erlitten dabei mit -11,46 % auf 210,31 US-Dollar den größten Verlust. Der S&P 500 Index konnte am Ende sogar über der Marke von 7.400 Punkten schließen und der Dow Jones Industrial Average Index legte leicht um 0,11 % auf 49.760,56 Punkte zu.
Allianz steigert Profit trotz Umsatzrückgang
Das 1. Quartal verlief wenig aufregend für die Allianz (DE0008404005). Das gesamte Geschäftsvolumen schrumpfte leicht im Jahresvergleich um -1,8 % auf 53,0 Mrd. Euro. Man rechnete sich ein „internes“ Umsatzwachstum von 3,5 % aus. Die Profitabilität stieg dennoch deutlich an. Nach Steuern und Anteilen Dritter kletterte der Gewinn um satte 52,3 % von 2,55 Mrd. Euro auf 3,69 Mrd. Euro. Dahinter steht jedoch ein einmaliger Effekt aus dem Verkauf des indischen Joint Ventures. Bereinigt um diesen Effekt stieg der Gewinn um 7 %, was mit der Entwicklung des operativen Ergebnisses (+6,6 %) harmonisiert, das 4,52 Mrd. Euro erreichte und damit auch den Konsens von 4,4 Mrd. Euro schlug. Die Jahresprognose bestätigte man daher lediglich mit 17,4 Mrd. Euro und verweist ansonsten auf das laufende Aktienrückkaufprogramm in Höhe von bis zu 2,5 Mrd. Euro, wobei man im 1. Quartal jedoch nur 0,3 Mrd. Euro für den Kauf von eigenen Aktien aufgewandt.
Siemens: Umsatzerwartungen verfehlt
Die Marke von 20 Mrd. Euro Umsatz verfehlte Siemens (DE0007236101) im 2. Fiskalquartal knapp. Die Analysten hatten sich auf 20,07 Mrd. Euro eingestellt, aber Siemens lieferte nur 19,76 Mrd. Euro. Das entspricht einer Stagnation im Jahresvergleich. Der Vorstand versuchte, die Kosten zu drücken, aber insbesondere das Finanzergebnis verschlechterte sich, da der Zinsaufwand wuchs, während der Zinsertrag schrumpfte. Unter dem Strich weist man so den Aktionären des Konzerns ein Ergebnis von 2,0 Mrd. Euro aus, was -10 % unter dem Vorjahresniveau von 2,25 Mrd. Euro liegt. Das Ergebnis je Aktie aus dem fortgeführten Geschäft fiel sogar um -13 % auf 2,45 Euro. Um die Stimmung zu heben, kündigte Siemens ein neues Aktienrückkaufprogramm über 6 Mrd. Euro an. Der Zeitraum beträgt allerdings bis zu 5 Jahre, womit sich der durchschnittliche jährliche Rückkaufbetrag auf bis zu 1,2 Mrd. Euro beschränkt.
Gewinneinbruch bei der Telekom
Der Quartalsabschluss der Deutschen Telekom (DE0005557508) kann nicht begeistern. Der Umsatz stagnierte in den ersten drei Monaten bei 29,87 Mrd. Euro (+0,4 %), wobei das US-Geschäft die Kastanien aus dem Feuer holte. Allerdings nur beim Umsatz. Hohe Restrukturierungs- und Integrationskosten in den USA sorgten im Wesentlichen dafür, dass der Konzerngewinn nach Steuern um -28 % von 2,85 Mrd. Euro auf 2,04 Mrd. Euro einbrach. Auch erhöhte sich die Nettoverschuldung AL (exklusive Leasing) um 4 % auf 99,5 Mrd. Euro. Auf „bereinigter“ Basis rechnete man sich für das 1. Quartal ein Umsatzwachstum von 4,7 % und ein EBITDA AL Wachstum von 7,5 % aus. Für das Gesamtjahr sieht man nun ein leicht erhöhtes EBITDA AL von 47,5 Mrd. Euro.
Tagestermine
Bei den Inflationsdaten geht es Schlag auf Schlag. Nachdem wir gestern die US-Inflationsdaten für den Monat April bekommen haben, wird heute um 14:30 Uhr der amerikanische Erzeugerpreisindex veröffentlicht. Die Inflation auf Ebene der Produzenten ist bereits im März auf 4,0 % gesprungen und die Rate der Preisteuerung soll sich im April weiter auf 4,9 % beschleunigt haben. Bei der entscheidenden Kernrate wird ein Anstieg von 3,8 % auf 4,3 % erwartet.
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13.05.2026 - Mikey Fritz

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