VW: Entlassungswelle ebbt ab, starkes Geschäft bei Autodesk und Aroundtown bestätigt Prognose - BÖRSE TO GO
Die Entlassungswelle bei VW ebbt ab - weniger Mitarbeiter wollen freiwillig gehen
Die Entlassungswelle bei Volkswagen ebbt ab. Die Abfindungspakete des Konzerns stoßen inzwischen auf nur noch wenig Interesse. Autodesk erhöht die Jahresprognose. Nach einem starken 3. Fiskalquartal zogen man die Erwartungen für den Jahresgewinn noch einmal höher. Aroundtown bestätigte die Jahresprognose trotz einer Wertberichtigung im 3. Quartal. Eine Änderung in der deutschen Steuergesetzgebung war der Auslöser.
Asien präsentiert sich am Mittwoch sehr freundlich. Alle Benchmarks in der Region können sich am Morgen verbessern. Besonders stark entwickelten sich der Nikkei 225 Index, der bei 49.582,00 Punkten (+1,90 %) schloss, und der KOSPI, der um 2,67 % auf 3.960,87 Punkte stieg. Der Terminmarkt ist ebenfalls vor Eröffnung des Handels in Europa sehr freundlich gestimmt. Der DAX-Future (Dezember) wird bei 23.665,30 Punkten (+0,68 %) gehandelt.
Dienstag war schon ein starker Rebound-Tag in Frankfurt. Alle deutschen Benchmarks konnten deutlich steigen. Der MDAX führte die Liste der Gewinner mit einem Kursanstieg um 1,39 % auf 29.015,89 Punkte an. Im Mid-Cap Index führten die Vorzüge von Sartorius (DE0007165631) mit einem Tagesgewinn von 5,05 % auf 243,20 Euro. Der TecDAX folgte mit einem Gewinn von 1,08 % auf 3.496,96 Punkte und der DAX erreichte einen Tagesgewinn von 0,97 % auf 23.464,63 Punkte. Das Schlusslicht bildete am Dienstag der SDAX, der sich um 0,66 % auf 16.159,14 Punkte verbesserte. Die größte Belastung waren hier die Aktien von ThyssenKrupp Nucera (DE000NCA0001), die nach den Zahlen um -9,28 % auf 7,38 Euro rutschten.
Auch New York entwickelte sich sehr positiv und sortierte die Liste der Gewinner neu. Dieses Mal war es der Dow Jones Industrial Average Index, der am stärksten zulegen konnte und um 1,43 % auf 47.112,45 Punkte stieg. Die größten Gewinner waren die Aktien von Merck & Co. (US58933Y1055), die um 5,24 % auf 105,66 US-Dollar sprangen. Defensive Titel sind wieder in. Der S&P 500 Index stieg um 0,91 % auf 6.765,88 Punkte und der Nasdaq 100 Index schaffte ein Plus von 0,58 % auf 25.018,36 Punkte.
Der Handel in den USA wird am morgigen Donnerstag ruhen aufgrund des Erntedankfestes.
Entlassungswelle bei VW ebbt ab
Das Ziel von Wolfsburg ist es, insgesamt 35.000 Stellen abzubauen. Doch bis Ende September blieb Volkswagen (DE0007664039) noch mindestens 10.000 Stellen hinter dieser Zielsetzung. Und von den rund 25.000 Mitarbeitern, die die Angebote angenommen haben, sind zudem erst 11.000 aus dem Konzern ausgeschieden. Die restlichen 14.000 Mitarbeiter werden erst in den kommenden Jahren gehen. Das Programm zum Stellenabbau läuft bereits seit 2024 und im 3. Quartal 2025 waren nur noch rund 1.000 Mitarbeiter bereit, auf die Abfindungsangebote des Konzerns einzugehen. Noch hat Volkswagen eine Beschäftigungsgarantie bis 2030, weswegen der Stellenabbau nur freiwillig vonstatten gehen kann. Dass die Bereitschaft gesunken ist, den sicheren Arbeitsplatz zu verlassen, ist verständlich, da sich Deutschland inzwischen im 3. Jahr einer langgezogenen und seichten Rezession bewegt. Die Erwägung ist daher nun, dass man auch jüngeren Mitarbeitern das Angebot eines vorzeitigen Ruhestands macht. Volkswagen steht aufgrund der Konjunkturschwäche in Europa, der Absatzschwäche in China und der Zollpolitik der Amerikaner unter erheblichem Druck und muss die Kosten senken.
Autodesk erhöht Jahresprognose
Autodesk (US0527691069) konnte nach einem starken 3. Fiskalquartal die Gewinnprognose für das gesamte Fiskaljahr 2026 anheben. Der Spezialist für CAD-Software sieht nun einen „bereinigten“ Gewinn in einer Spanne von 10,18 bis 10,25 US-Dollar je Aktie. Den Umsatz konnte man im abgelaufenen 3. Fiskalquartal um 18 % auf 1,85 Mrd. US-Dollar steigern. Inklusive der für die Zukunft abzugrenzenden Erlöse wuchsen die Billings um 21 % auf 1,855 Mrd. US-Dollar. Der Gewinn explodierte im Vergleich zum Vorjahr von 0,33 US-Dollar auf 1,60 US-Dollar je Aktie. Auf „bereinigter“ Basis legte man einen Gewinn je Aktie von 2,67 US-Dollar vor. Die Konsensschätzungen konnte man schlagen. Beim Umsatz lag man leicht über den Erwartungen, die sich auf 1,81 Mrd. Euro eingependelt hatten. Die Prognose für den „bereinigten“ Gewinn je Aktie lag bei nur 2,5 US-Dollar, was man mit Leichtigkeit schlug. Der Umsatz für das Fiskaljahr 2026, das am 31. Januar 2026 enden wird, wird zwischen 7,15 Mrd. US-Dollar und 7,165 Mrd. US-Dollar gesehen. Die Aktien hatten im regulären Handel bereits 1,58 % auf 294,43 US-Dollar zulegen können. Nach Vorlage der Zahlen ging es weiter um 5,84 % auf 311,62 US-Dollar nach oben.
Aroundtown bestätigt Jahresprognose trotz Wertberichtigung
Nach schwierigen Jahren hat sich Aroundtown (LU1673108939) 2025 wieder stabilisiert. Man konnte in den ersten neun Monaten Mieteinnahmen von 886 Mio. Euro erzielen, was leicht unter dem Vorjahresniveau lag. Ein Rückgang, der jedoch auf der ungleichen Vergleichsbasis beruht, da Aroundtown sein Portfolio verkleinert hat, um den Verschuldungsgrad weiter auf 41 % abzusenken. Bereinigt man die Vergleichsbasis, dann ergibt sich ein Wachstum der Mieteinnahmen von 3,1 %. Allerdings musste das Unternehmen im 3. Quartal den Goodwill für TLG (DE000A12B8Z4) um -157 Mio. Euro wertberichtigen, was das Ergebnis belastet. Die Wertberichtigung wurde im Wesentlichen ausgelöst aufgrund einer Änderung im 3. Quartal der steuerlichen Behandlung von abgegrenzten Steuern bei der Beteiligung TLG. Insgesamt erzielte Aroundtown einen Gewinn von 822 Mio. Euro bzw. 0,49 Euro je Aktie für die ersten neun Monate bei einem Aktienkurs von knapp über 3 Euro. Die Jahresprognose für 2025 bestätigte der Vorstand trotz der Wertberichtigung.
Tagestermine
Um 14:30 Uhr erwartet die Börse heute die vorläufigen Auftragseingänge in der amerikanischen Industrie im Monat September. Bei langlebigen Gütern wird ein Anstieg um 0,5 % gegenüber August erwartet, nachdem der August einen starken Anstieg um 2,9 % gesehen hatte. Exklusive der Rüstungsbranche wird ein Auftragswachstum von 1,9 % erwartet.
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26.11.2025 - Mikey Fritz

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