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BÖRSE TO GO - Amazon.com, FedEx und Nokia

Amazon.com expandiert ins Gesundheitssystem - Medikamente und ärztliche Beratung neu im Programm

NTG24 - BÖRSE TO GO - Amazon.com, FedEx und Nokia

 

Der Sell-off an der Wall Street setzt sich im asiatischen Handel fort. Insbesondere der chinesische Aktienmarkt ist deutlich betroffen. Einige wichtige Benchmarks notieren kurz vor Handelsende mehr als -3 % im Minus. Die wichtigsten Futures halten sich dagegen vor Beginn der europäischen Vorbörse relativ stabil. Der DAX-Future notiert unverändert bei 14.697 Punkten, der S&P 500 Future steigt leicht um 0,10 % auf 3.909 Punkte und der Nasdaq-Future erholt sich um 0,19 % auf 12.804 Punkte. 

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Werbebanner Zürcher Börsenbriefe Frankfurt profitierte am Donnerstag noch von der freundlichen Eröffnung der Wall Street. Alle wichtigen deutschen Benchmarks konnten sich verbessern. Der DAX erreichte ein neues Allzeithoch und stieg stark um 1,23 % auf 14.775,52 Punkte. Auch der TecDAX verbesserte sich stark um 0,81 % auf 3.400,06 Punkte und der SDAX kletterte um 0,75 % auf 15.442,92 Punkte. 

Die Schwergewichte im Öl- und Technologiegeschäft drückten am Donnerstag auf die Kurse der Benchmarks in New York. Der Preis des WTI-Futures gab gestern nach einer langen Rallye abrupt um mehr als 7 % nach und fiel zurück auf 60 US-Dollar / Barrel. Die harsche Bewegung sorgte in der Folge dann auch für Kursverluste bei nahezu allen amerikanischen Öl- und Gasgesellschaften. Auch die Technologietitel fielen gestern wieder zurück, nachdem die Rendite der amerikanischen Staatsanleihen weiter deutlich stieg.

Der Nasdaq Composite Index war mit einem Verlust von -3,02 % auf 13.116,17 Punkte der Tagesverlierer an der Wall Street. Der Russell 2000 Index sackte ebenfalls stark weg und schloss -2,94 % tiefer bei 2.267,59 Punkten. Der S&P 500 Index wurde mitgerissen und sank um -1,48 % auf 3.915,46 Punkte. Am besten kam noch der Dow Jones Industrial Average Index davon, der lediglich um -0,46 % auf 32.862,30 Punkte fiel. 

 

Amazon.com expandiert ins Gesundheitssystem

 

Amazon Care heißt die neueste Sparte des Internetriesen. Nachdem Amazon.com (US0231351067) in den USA seit kurzem Apothekenangebote im Programm hat, bietet man nun auch ärztliche Beratung an. Das Know-how für das Apothekengeschäft stammt noch aus der Übernahme von Pillpack. Nachdem das ambitionierte Krankenkassen-Projekt Haven Anfang des Jahres ohne Erfolg beendet wurde, geht Amazon.com nun seinen eigenen Weg und bietet mit Amazon Care in den USA ein hybrides Modell, bestehend aus virtueller Beratung durch Ärzte verbunden mit einer Vor-Ort-Betreuung, an. Das Projekt war zuerst lokal in Seattle mit Mitarbeitern getestet worden und wird nun landesweit ausgerollt. Auch andere Unternehmen können den Dienst gegen Gebühr in Anspruch nehmen. Die Aktien von Amazon.com sanken am Donnerstag um -3,44 % auf 3.027,99 US-Dollar.

 

FedEx kann positiv überraschen

 

FedEx (US31428X1063) profitierte von steigenden Volumina im E-Commerce Geschäft und höheren Preisen. Der Konjunkturaufschwung kommt jetzt immer deutlicher in den Zahlen zum Vorschein. Mit einem bereinigten Gewinn je Aktie von 3,47 US-Dollar schlug FedEx die durchschnittliche Erwartung der Wall Street, die bei 3,22 US-Dollar gelegen hatte, nachdem schwere Schneestürme im Süden der USA im Februar für erhebliche Probleme im Betrieb gesorgt hatten. FedEx bezifferten den Schaden daraus auf 350 Mio. US-Dollar. Das unterliegende Geschäft entwickelt sich jedoch stark und das Unternehmen veröffentlichte zum ersten Mal seit 12 Monaten wieder einen Ausblick. Für das laufende Geschäftsjahr, das im Mai endet, prognostiziert FedEx nun einen Gewinn von 17,60 bis 18,20 US-Dollar je Aktie. Die durchschnittliche Erwartung der Analysten lag bisher bei 17,40 US-Dollar. Die Aktien von FedEx sanken im regulären Handel leicht um -0,88 % auf 263,51 US-Dollar. Nachbörslich nach Vorlage der Zahlen stieg der Kurs deutlich um 4,36 % auf 274,99 US-Dollar.

 

FedEx Corp

 

Nokia zückt den Rotstift

 

Nokia (FI0009000681) zieht die notwendigen Konsequenzen. Die Finnen leiden seit Jahren unter einem schwachen Umsatzwachstum und hohen Kosten. Seit dem vergangenen Sommer hat Pekka Lundmark das Ruder übernommen und steuert den Konzern nun Stück für Stück Richtung Erfolg. Nachdem im 2. Halbjahr 2020 vor allem die Geschäftsbereiche und Produktlinien neu ausgerichtet wurden, geht man nun an die Kosten heran. Von den heute rund 90.000 Mitarbeitern wird Nokia 10.000 in den nächsten zwei Jahren entlassen. Der Geschäftsführung plant, bis 2023 so Einsparungen von jährlich 600 Mio. Euro zu erzielen. Gleichzeitig will Lundmark die Investitionen in Forschung & Entwicklung deutlich erhöhen, um mit der Konkurrenz mithalten zu können. Neues Umsatzwachstum verspricht der CEO für das laufende Jahr jedoch nicht. Die Aktien fielen gestern in Helsinki um -5,70 % auf 3,372 Euro.

 

Tagestermine

 

Die Bank of Japan überraschte heute früh die Börse Tokio. Im Jahr 2016 hatte die Notenbank angekündigt, dass man jährlich 6 Billionen Yen in ETFs investieren wird, was umgerechnet einem Wert von etwa 55 Mrd. US-Dollar entspricht, um den Aktienmarkt zu stützen und die Wirtschaft vor deflationären Effekten zu schützen. Dieses Programm wurde heute früh eingestellt, nachdem der Aktienmarkt den höchsten Stand seit 1990 erreichte. Insgesamt hält die Bank of Japan Aktien im Wert von umgerechnet 450 Mrd. US-Dollar auf der Bilanz. Den Leitzins beließ man erwartungsgemäß unverändert bei -0,10 %.

Um 08:00 Uhr bekommen wir die wichtigsten Wirtschaftsdaten für den Tag. In Deutschland wird der Erzeugerpreisindex für den Monat Februar veröffentlicht. Im Jahresvergleich wird mit einem Anstieg der Preisteuerung auf Ebene der Fabriken von 0,9 % auf 2,0 % gerechnet. 

 

19.03.2021 - Mikey Fritz - mf@ntg24.de

 

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