Saks mit Insolvenzantrag – Amazon verliert 475 Millionen US-Dollar
Einem Jahr nach dem Einstieg von Amazon scheint die Luxus-Holding nicht mehr zu retten zu sein
Insolvenz der Luxus-Einzelhandelskette Saks beendet Amazons erfolgreiche Investitionsstrategie. Die Insolvenz führt zum Totalverlust von 475 Millionen US-Dollar.
Mit der Insolvenz von Saks verliert Amazon (US0231351067) nicht nur Geld, sondern auch wichtiges Anlegervertrauen in die Strategie des Handelskonzerns. Erst im November 2024 investierte Amazon 475 Millionen US-Dollar in Saks Global. Dabei fungiert Saks Global als Holdinggesellschaft und vereint unter einem Dach mehrere Luxus- und Premium-Kaufhausketten. Die Investition von Amazon erfolgte dabei kurz nach der Ankündigung, dass Saks den Luxushändler Neiman Marcus für rund 2,7 Milliarden US-Dollar übernehmen wolle. Neiman Marcus ist eine bekannte US-amerikanische Luxus-Warenhauskette, die unter einem Dach Marken wie Gucci und Prada vereint und mehrere große Kaufhäuser in Top-Lagen wie Miami und New York besitzt.
Das Deal Rational von Amazon war in diesem Investment einfach. Man finanziert die Übernahme durch das eingebrachte Kapital teilweise mit und sichert sich dafür im Gegenzug einen Anteil an der Holdinggesellschaft. Zusätzlich sollten die Produkte über einen eigenen „Saks at Amazon“-Shop auf der Amazon-Plattform angeboten werden. Über einen Zeitraum von rund 8 Jahren erwartet man dadurch mindestens Einnahmen in Höhe von rund 900 Millionen US-Dollar durch die Fällige Vermittlungsgebühr. Doch soweit kam es nicht.
Am 14. Januar meldete Saks Global Insolvenz nach dem Chapter 11 des US-amerikanischen Insolvenzrechts an. Grund hierfür war der hohe Schuldenberg in Höhe von 3,4 Milliarden US-Dollar und den Verbindlichkeiten aus Lieferungen in Höhe von 337 Millionen US-Dollar. Alleine dem Luxusmodehaus Chanel schuldete man laut den Gerichtsunterlagen 136 Millionen US-Dollar.
Tatsächlich hat Amazon sogar Klage gegen Saks Global erhoben. Das Management von Amazon legte Einspruch gegen den veröffentlichten Sanierungsfinanzierungsplan von Saks ein. Dies begründet der Tech-Konzerne damit, dass Saks es geschafft habe nur innerhalb eines Jahres mehrere Hundert Millionen US-Dollar an Schulden und Lieferantenverbindlichkeiten aufzubauen. Der Sanierungsplan würde Amazon in der Gläubigerrangfolge nach hinten drängen. Obwohl Amazon die Anteile de facto als wertlos erklärt, scheint man sich insgeheim noch Hoffnung auf eine teilweise Rückzahlung zu machen.
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23.01.2026 - Christian Teitscheid

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