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Drägerwerk hebt Prognose an, BMW steigert Renditeziel und Apple unter Verdacht - BÖRSE TO GO

Drägerwerk überrascht die Börse positiv - Schwache Ausgangsprognose verbessert sich deutlich

NTG24 - Drägerwerk hebt Prognose an, BMW steigert Renditeziel und Apple unter Verdacht - BÖRSE TO GO

 

Drägerwerk schneidet besser als befürchtet ab. Aktie wieder im Aufwärtstrend. BMW schützt seine Marge. Ein neuer Plan zur Steigerung der Rendite liegt vor. Apple muss sich in Deutschland verteidigen. Bundeskartellamt ermittelt. 

Asien nimmt den Ball der Wall Street auf. Fast alle Börsenplätze können sich heute früh kräftig erholen, wobei die Gewinne in Tokio den Rest überragen. Die Dynamik am Terminmarkt lässt hingegen heute früh spürbar nach. Der DAX-Future und der Nasdaq-Future pendeln vor Eröffnung der europäischen Vorbörse um die Schlusskurse herum, während der S&P Future leicht um 0,14 % auf 4.219 Punkte zulegt. 

Nach anfänglichen Verlusten am Montag kamen die Schnäppchenjäger schnell zurück an den Markt in Frankfurt. In der Erwartung eines Rebounds an der Wall Street wurden die Verlierer vom Freitag wieder aufgesammelt und am Ende konnte sich der DAX mit einem Plus von 1,00 % auf 15.603,24 Punkten als Tagesgewinner durchsetzen. Mit deutlichem Abstand folgten der SDAX, der um 0,57 % auf 16.095,46 Punkte stieg, und der MDAX, der um 0,52 % auf 34.198,71 Punkte stieg. Der einzige Verlierer des Tages war der TecDAX, der -0,09 % tiefer schloss bei 3.486,12 Punkten. 

Die Wall Street legte dann noch eins drauf. Die Futures hatten sich im Verlauf der europäischen Sitzung schon deutlich nach oben gearbeitet und der reguläre Handel in New York nahm das positive Momentum dankbar auf und trieb die Kurse weiter nach oben. Der größte Gewinner war dann am Ende der Dow Jones Industrial Average Index mit einem Plus von 1,76 % auf 33.876,97 Punkte, gefolgt vom S&P 500 Index, der um 1,40 % auf 4.224,79 Punkte steigen konnte. Etwas abgeschlagen dagegen der Nasdaq Composite Index, der mit einem Tagesgewinn von 0,79 % auf 14.141,48 Punkten zwar die psychologisch wichtige Marke von 14.000 Punkten verteidigen konnte, aber im relativen Vergleich die schwächste Performance zeigte. 

 

Drägerwerk setzt Erholung fort

 

Drägerwerk (DE0005550636) meldete am Montagabend nach Xetra-Schluss, dass man die Prognose für das Gesamtjahr 2021 anhebt. Der Auftragseingang seit Beginn des Jahres entwickelt sich so gut, dass man die ursprüngliche Prognose eines währungsbereinigten Umsatzrückgangs um -7 bis -11 % zurücknahm und nun nur noch von einem währungsbereinigten Umsatzrückgang um -2 bis -6 % ausgeht. Der Dräger-Konzern hatte 2020 aufgrund der Covid-19-Krise ein Rekordjahr erlebt und arbeitet nun hart daran, mit dem Ende der Krise nicht zu weit im Geschäft zurückzufallen. So schaffte man es unter anderem auch, die Profitabilität höher als erwartet zu halten. Statt der bisher prognostizierten EBIT-Marge von 5 bis 8 %, rechnet Drägerwerk nun mit 8 bis 11 %. Die Zahlen zum Halbjahr will das Unternehmen Mitte Juli veröffentlichen.

 

Drägerwerk

 

BMW schützt seine Marge

 

BMW (DE0005190003) geht die steigenden Kosten in der Produktion konsequent an. Die Umstellung auf den zusätzlichen Antriebsstrang Elektromotor und die hohe Rate der Preisteuerungen im Bereich der Rohstoffe hat BMW zu einer nachhaltigen Reduktion der Produktionskosten angeregt. Das neue konzerninterne Ziel lautet, dass man die Kosten bis zum Jahr 2025 um ein glattes Viertel reduzieren will. Die meiste Arbeit wird dabei in China anfallen, das zum wichtigsten Automarkt der Welt aufgestiegen ist. BMW will hier die Produktion auf 700.000 Fahrzeuge pro Jahr aufstocken und damit die Auslastung der Fabriken erhöhen. Gleichzeitig will der Vorstand die Digitalisierung des Konzerns vorantreiben und die Logistik optimieren. Das langfristige Ziel lautet, dass man eine Rendite von 8 bis zehn 10 % für die Aktionäre erwirtschaftet. 

 

Kartellamt eröffnet Untersuchung gegen Apple

 

Nachdem Apple (US0378331005) in den Washington und in Brüssel unter Beschuss geraten war, nimmt nun auch noch Bonn den Konzern ins Visier. Das Bundeskartellamt überprüft „Apples marktübergreifende Bedeutung für den Wettbewerb“. Man schaut sich im Kern dieselben Vorwürfe an, die auch anderswo geprüft werden. Dabei geht es im Kern um das Apple Ökosystem und den App-Store. Die Wettbewerbshüter fürchten, dass Apple seine Marktmacht gegenüber Verbrauchern und Softwareentwicklern missbraucht. In der Kritik steht unter anderem das Abrechnungsmodell von Apple und die potenzielle Benachteiligung von App-Entwicklern. Apple ist damit das vierte große Technologieunternehmen, das das Bundeskartellamt unter die Lupe nimmt. Gegen Amazon (US0231351067), Google (US02079K3059) und Facebook (US30303M1027) laufen bereits seit Januar und Mai Ermittlungen. 

 

Tagestermine

 

Der erste wichtige Termin für die Börse ist um 16:00 Uhr die Entwicklung am amerikanischen Immobilienmarkt im Monat Mai. Analysten erwarten, dass im letzten Monat 5,72 Mio. bestehende Häuser den Besitzer gewechselt haben, nach 5,85 Mio. Häusern im April.

Der wichtigste Termin des Tages ist jedoch heute Abend um 20:00 Uhr die Rede von Fed-Chef Powell, der vor dem Kongress Stellung nehmen muss. 

 

22.06.2021 - Mikey Fritz - mf@ntg24.de

 

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