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Gold im Ausverkauf, Kursänderung bei Sonova und Salzgitter signalisiert Erholung - BÖRSE TO GO

Abverkauf am Edelmetallmarkt - Gold und Silber stürzen erneut ab

NTG24 - Gold im Ausverkauf, Kursänderung bei Sonova und Salzgitter signalisiert Erholung - BÖRSE TO GO

 

Gold und Silber im Ausverkauf. Die Anleger brauchen Liquidität und verkaufen erneut die Edelmetalle ab, was zum Wochenbeginn zu tiefen Anfangsverlusten führt. Kursänderung bei Sonova. Die neue Geschäftsführung fokussiert sich wieder auf das alte Kerngeschäft und verkauft das Kopfhörergeschäft. Salzgitter signalisiert eine Erholung für 2026. Die Profitabilität auf „bereinigter“ Basis soll sich wieder deutlich verbessern, nach einem Verlust im vergangenen Jahr. 

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeIn Asien ergaben sich am Montag tiefe Verluste. Alle Benchmarks gaben ab und keine verlor weniger als -3 %. Der Hang Seng Index stürzte um -3,54 % auf 24.382,47 Punkte ab, der Nikkei 225 Index rutschte um -3,68 % auf 51.409,00 Punkte und der KOSPI implodierte um -6,49 % auf 5.405,75 Punkte. 

Die Angst vor den Folgen des Iran-Kriegs hatte die Börse Frankfurt in der vergangenen Woche schon erneut tief ins Minus gezogen. Besonders hart erwischte es den DAX, der um -4,55 % auf 22.380,19 Punkte taumelte. Die Liste der Verlierer wurde von Vonovia (DE000A1ML7J1) angeführt, die um -11,04 % auf 21,44 Euro stürzten, nachdem die Börse bis zu drei Zinserhöhungen in diesem Jahr im Euro einzupreisen begann. Auch der TecDAX verlor sehr stark und beendete die vergangene Woche mit einem Gesamtverlust von -4,31 % bei 3.420,18 Punkten. 

Der Handel in New York verlief dagegen ruhig und geordnet. Die amerikanischen Benchmarks verloren durch die Bank weg rund -2 % in der vergangenen Woche. Der Dow Jones Industrial Average Index gab ein bisschen stärker ab und sank um -2,11 % auf 45.577,47 Punkte. Insbesondere die Aktien von Nvidia (US67066G1040) belasteten mit einem Wochenrückgang um -6,61 % auf 172,70 US-Dollar. 

 

Gold und Silber im Ausverkauf

 

Die Edelmetallmärkte haben die Woche mit tiefen Verlusten begonnen. Vor dem Hintergrund der neuen Drohungen aus Washington gegenüber dem Iran wird heute erneut mit tiefen Kursverlusten an den globalen Aktienmärkten gerechnet. Die steigenden Renditenniveaus entziehen dem Kapitalmarkt zusätzlich Liquidität, was viele Anleger dazu bewegt, ihre Gewinne mitzunehmen. Diese haben sich in der Vergangenheit vor allem an den Edelmarktmärkten aufgebaut. Ein Trend, der sich mit Beginn des Iran-Krieges gedreht hat und an negativem Momentum gewinnt. Im frühen Handel am Montag notiert Silber bis zu -10 % tiefer und Gold wird zeitweise mehr als -8 % tiefer gehandelt.  

 

Kursänderung bei Sonova

 

Die neue Geschäftsführung bei Sonova (CH0012549785) hat einen neuen Besen mitgebracht und macht Kehraus. Man verkauft das vor vier Jahren von Sennheiser übernommene Kopfhörergeschäft wieder. Der Kaufpreis betrug seinerzeit 250 Mio. Euro, aber Sonova fand keinen Zugang zum Kundenkreis, der anders gelagert war, als erwartet. Die hohen Wachstumserwartungen erfüllte der Zukauf nicht. Übrig bleibt die „alte“ Sonova mit den drei bekannten Geschäftsfeldern Hörgeräte, Innenohrimplantate und Retail. Die mittelfristigen Ziele bleiben kaum verändert. Das Hörgerätespezialist will bis zum Ende des Geschäftsjahres 2030/31 einen Umsatz von 6 Mrd. Franken erreichen. Für das kurz vor Ablauf stehende Fiskaljahr 2025/26 müssen sich die Anleger jetzt darauf einstellen, dass das Unternehmen nur das untere Ende der Umsatzprognosespanne von 5 % bis 9 % erreichen wird. Auch beim operativen Ergebnis will man nur das versprochene Minimum von +14 % erreichen. Die Prognosen sind insbesondere um Wechselkursveränderungen „bereinigt“. Die echten Wachstumsraten werden also im Zweifel aufgrund des starken Franken darunter liegen. Sonova will den kompletten Geschäftsbericht am 18. Mai veröffentlichen. 

 

 

Salzgitter signalisiert Erholung

 

Der Vorstand von Salzgitter (DE0006202005) versuchte am Montagmorgen, gute Stimmung zu verbreiten. Für das neue Geschäftsjahr verspricht der deutsche Stahlkonzern eine Erholung der Profitabilität. Allerdings nur, wenn man bereit ist, diverse Sondereffekte zu ignorieren. Für das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und auf immaterielle Vermögensgegenstände) ohne die Bewertungseffekte der Umtauschanleihe prognostiziert man für dieses Jahr eine Spanne von 500 bis 600 Mio. Euro nach 406 Mio. Euro im letzten Jahr. Beim „bereinigten“ Vorsteuerergebnis ohne die Bewertungseffekte der Umtauschanleihe sollen bis zu 75 Mio. Euro drin sein, nachdem man auf dieser Berechnungsbasis den Break-Even in 2025 schaffte. Das echte Vorsteuerergebnis betrug allerdings -27,7 Mio. Euro und der Verlust nach Steuern erreichte sogar ein Niveau von -70 Mio. Euro bei einem Außenumsatz von 8,98 Mrd. Euro.  Der Umsatz schrumpfte damit um -10 % im Jahresvergleich aufgrund geringerer Erlöse und der Entkonsolidierung der Edelstahlrohrgruppe. Trotz des Jahresverlustes verspricht man den Aktionären eine Dividende von 0,20 Euro je Aktie. Das wäre ein unverändertes Niveau im Vergleich zum vergangenen Jahr.

 

Tagestermine

 

Die Woche beginnt mit einer sehr kurzen Agenda. Wirklich wichtige Wirtschaftsdaten erwartet die Börse heute nicht. Die interessanteste Kennzahl ist das vorläufige Verbrauchervertrauen für die Euro-Zone im Monat März, die um 16:00 Uhr veröffentlicht wird. Erwartet wird ein deutlicher Rückgang von zuletzt -12,2 Punkten auf nur noch -15,0 Punkte. 

 

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23.03.2026 - Mikey Fritz

Unterschrift - Mikey Fritz

 

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