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Streik bei Deutscher Telekom und Deutscher Bank, OpenAI verunsichert Anleger von Nvidia und Coca-Cola wird zuversichtlicher

Die Märkte lassen sich derzeit nicht auf größere Bewegungen ein

NTG24 - Streik bei Deutscher Telekom und Deutscher Bank, OpenAI verunsichert Anleger von Nvidia und Coca-Cola wird zuversichtlicher

 

Die Lage an den Börsen bleibt ein wenig festgefahren. Die Bullen wollen hohe Kursstände nicht einfach aus der Hand geben, verfallen aber auch nicht in neue Kauflaune. Steigende Ölpreise drückten am Dienstag aufs Gemüt und heute wird mit Spannung auf die Notenbank Fed geblickt. Die Stimmung bleibt nervös und Gewinner gab es nur wenige zu sehen.

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Die Aktie der Deutschen Telekom (DE0005557508) fand sich gestern wieder einmal im roten Bereich wieder. Abschläge von 0,4 Prozent weiteren die Verluste der letzten fünf Tage auf knapp sieben Prozent aus und ließen den Kurs auf 26,76 Euro fallen. Das ist der niedrigste Stand seit Ende Januar. Als belastend erwiesen sich vor allem Gerüchte um eine mögliche Fusion mit der US-Tochter T-Mobile. An der Börse wird befürchtet, dass dies mit Nachteilen für Aktionäre der Telekom einhergehen könnte.

 

 

 

Für weiteren Druck sorgt nun die Gewerkschaft Verdi, welche für heute weitere Warnstreiks nach ersten Ausständen am Dienstag ankündigte. Es könnte wohl zu einer schlechteren Erreichbarkeit kommen, außerdem wird mit Terminabsagen bei Kundenterminen gerechnet. Erreichen will die Gewerkschaft damit eine Entgeltsteigerung von 6,6 Prozent für etwa 60.000 Tarifbeschäftigte sowie einen Verdi-Mitgliederbonus in Höhe von 660 Euro pro Jahr.

 

Deutsche Bank: Verdi bestreikt die Postbank

 

Gleichzeitig kündigte Verdi an, am Donnerstag und Samstag die Postbank zu bestreiken. Dadurch bedingt könnten wohl einige Filialen geschlossen bleiben. Gekämpft wird für rund 9.000 Angestellte der Postbank, die nach der Übernahme vor einigen Jahren mittlerweile auf dem Gehaltszettel der Deutschen Bank (DE0005140008) stehen. Bisher seien die Tarifverhandlungen ergebnislos verlaufen, ließ Verdi mitteilen.

Erwartet wird ein „deutliches Signal der Anerkennung“ und die Erwartungen sind nach zuletzt hohen Gewinnen bei der Deutschen Bank nicht eben gering. Geht es nach der Gewerkschaft, sollen die Gehälter um acht Prozent, mindestens aber um 300 Euro monatlich steigen. Auch bei der Ausbildungsvergütung sind Steigerungen gefordert. Die Anleger ließen sich dadurch nicht weiter stören; die Aktie der Deutschen Bank legte am Dienstag um 0,7 Prozent auf 27,30 Euro zu.

 

Nvidia etwas leichter

 

Die Aktie von Nvidia (US67066G1040) wertete gestern wieder um 1,6 Prozent ab, nachdem zu Wochenbeginn noch frische Rekorde geschrieben werden konnten. Auf schwindelerregend gute Zahlen von Intel, die für eine anhaltend hohe Nachfrage nach Chips sprechen, folgte ein Bericht von „CNBC“ über Zweifel daran, dass die KI-Ausgaben des ChatGPT-Entwicklers OpenAI finanzierbar sind.

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Solche kommen nicht etwa von skeptischen Analysten, sondern der eigenen Finanzchefin Sarah Friar. Bisher wurden Wachstumsziele wohl verfehlt und Führungskräfte müssen sich die Frage stellen, ob sich die massiven Ausgaben der kommenden Jahre überhaupt noch finanzieren ließen. Natürlich kommt damit auch wieder ein wenig die Frage auf, ob die häufig heraufbeschworene KI-Blase nicht doch vielleicht platzen könnte. Das wären auch für Nvidia schlechte Neuigkeiten. Für den Moment bleibt es aber nur bei einem etwas mulmigen Gefühl.

 

Coca-Cola hebt Prognose an

 

Bessere Laune herrschte unter den Aktionären von Coca-Cola (US1912161007), nachdem der Konzern gute Zahlen vorweisen und die Erwartungen der Analysten übertrumpfen konnte. Anders als in der jüngeren Vergangenheit war dies auch nicht nur auf höhere Preise zurückzuführen. Es konnte auch wieder mehr von der namensgebenden Brause sowie anderen Produkten verkauft werden. Das sorgt für genügend Selbstbewusstsein, um die Prognose nach oben anzupassen.

Der Gewinn je Aktie soll verglichen mit 3 US-Dollar aus dem vergangenen Jahr um acht bis neun Prozent zulegen und beim Cashflow werden 12,2 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt. Ferner stellt Coca-Cola für das laufende Quartal einen positiven Währungseffekt in Aussicht. Die Anleger zeigten sich hochzufrieden und die Coca-Cola-Aktie landete mit einem Plus von 3,9 Prozent am Mittwoch in einem schwachen Umfeld auf der Gewinnerseite. Der Kurs legte bis auf 78,35 Dollar zu und schnuppert damit wieder am 52-Wochen-Hoch bei 82 Dollar.

 

Wie lange geht das gut?

 

An guten Neuigkeiten, welche die Gesamtstimmung anheben könnte, mangelte es zuletzt etwas. Die Börsen stehen weiterhin unter dem Schatten des Irankonflikts, bei dem auf eine dauerhafte Lösung weiterhin nur gehofft werden kann. Damit bleibt auch das Szenario möglicher Eskalationen in den Köpfen der Börsianer, was echte Kauflaune auf breiter Front verhindert. Gleichwohl können die Bullen das hohe Niveau bisher aber noch recht gut verteidigen. Das spricht dafür, dass noch immer viel Zuversicht und Hoffnung vorhanden ist.

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29.04.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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