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TSMC erwägt Fabrik in Europa, EQT wirft bei Ottobock hin und Rom bietet Lufthansa Beteiligung an - BÖRSE TO GO

TSMC erwägt den Bau ihrer ersten Fabrik in Europa - Dresden im Gespräch

NTG24 - TSMC erwägt Fabrik in Europa, EQT wirft bei Ottobock hin und Rom bietet Lufthansa Beteiligung an - BÖRSE TO GO

 

TSMC erwägt ihre erste Fabrik in Europa. Die Prüfungen laufen, ob der Standort Dresden für den größten Halbleiterauftragshersteller der Welt infrage kommt. EQT wirft bei Ottobock hin. Die schwedische Private Equity Gesellschaft gibt die Börsenpläne auf und will privat einen Käufer finden. Rom bietet der Deutschen Lufthansa eine Minderheitsbeteiligung an ITA Airways an. Das ist eine politische Wende um 180 Grad, aber reicht den Deutschen eine Minderheitsbeteiligung?

Der Aktienhandel in Asien folgt am Freitagmorgen den schwachen Vorgaben der Wall Street. Die Region verzeichnet geschlossen Verluste, wobei der KOSPI und der Nikkei 225 Index die Liste der Verlierer anführen. Deutlich besser dagegen die Stimmung am Terminmarkt. Vor Eröffnung der europäischen Vorbörse wird der DAX-Future bei 14.032 Punkten (+0,54 %) gesehen.

Außer Spesen nichts gewesen. Die Bären in Frankfurt nutzten am Donnerstag den Rebound des Vortages, um die Short-Positionen weiter auszubauen. Alle deutschen Benchmarks verloren deutlich. Das negative Momentum nahm insbesondere zu, nachdem die Wall Street ihren Handel begann. Am stärksten gab der MDAX ab, der um -1,50 % auf 25.105,45 Punkte fiel, dicht gefolgt vom SDAX, der -1,42 % auf 11.832,70 Punkte abgab. Der TecDAX verlor -1,33 % auf 2.907,99 Punkte und der DAX sank um -1,30 % auf 13.914,07 Punkte. 

Deutlich differenzierter fielen die Verluste an der Wall Street aus. Besonders stark kamen dort die Technologietitel unter Druck. Der Nasdaq Composite Index rutschte um -2,18 % auf 10.476,12 Punkte ab. Der S&P 500 Index gab um -1,45 % auf 3.822,39 Punkte ab und der Dow Jones Industrial Average Index schloss -1,05 % tiefer bei 33.027,49 Punkten. 

 

TSMC erwägt Schritt nach Europa

 

TSMC (US8740391003) hat Gespräche mit Schlüsselzulieferern begonnen, um den Bau einer ersten Fabrik in Europa zu prüfen. Aufgerüttelt durch den Halbleiterkrieg zwischen Washington und Peking sowie dem drohenden Risiko einer Annexion Taiwans durch China, sucht der größte Auftragsproduzent für Halbleiter nach Alternativen. Eine Produktion in Europa wurde immer aufgrund der hohen Kosten vermieden, die die Halbleiter nicht wettbewerbsfähig gemacht hätten. Die neue geopolitische Situation erfordert jedoch, dass auch die Kosten des Klumpenrisikos einer fast ausschließlichen Produktion in Taiwan überdacht werden. Als Standort hat TSMC derzeit Dresden im Blick. 

 

EQT zieht bei Ottobock die Reißleine

 

EQT (SE0012853455) gibt auf. Die schwedische Privat Equity Gesellschaft war vor einer halben Dekade als Investor bei der privaten Ottobock an Bord geholt worden, um den Spezialisten für Prothesen börsenfit zu machen. Das familiengeführte Unternehmen suchte eine Notierung und eine optimale Bewertung. Den Zeitpunkt hat man offensichtlich verpasst. Zuletzt hatte die Gesellschaft im 2. Quartal Stimmung für einen möglichen Börsengang noch in diesem Jahr gemacht. Eine Ankündigung, die dann schnell wieder zurückgenommen werden musste. Angesichts des schwachen Marktumfeldes ist ein Börsengang in absehbarer Zeit nicht zu erwarten. Überraschend ist jedoch, dass EQT nun hinwirft und nach einem privaten Käufer für die 20%ige Beteiligung an Ottobock sucht. 

 

Rom bietet Lufthansa Minderheitsbeteiligung an

 

Am Ende kam alles anders. Die italienische Regierung unter Mario Draghi hatte sich vehement gegen eine Beteiligung der Lufthansa (DE0008232125) an ITA Airways ausgesprochen. Auch der nun amtierenden Premierministerin Meloni wurde im Vorfeld angedichtet, dass sie eine Beteiligung der Deutschen unterbinden wird. Doch Rom gehen die Kandidaten aus. Die Attraktivität der ehemaligen Alitalia ist im Detail dann offensichtlich geringer als kolportiert. Bezeichnend ist nun, dass man einer Übernahme durch die Lufthansa den Weg geebnet hat. Allerdings nur für eine Minderheitsbeteiligung. Die Frage ist, ob so eine Konstellation für die Lufthansa überhaupt ökonomisch attraktiv ist. 

 

Lufthansa AG

 

Tagestermine

 

Am Nachmittag um 14:30 Uhr wird die Veröffentlichung des amerikanischen PCE Preisindex für den Monat November im Mittelpunkt stehen. Die Entwicklung der privaten Konsumausgaben wird von der Federal Reserve besonders genau beobachtet. Es liegen keine Prognosen vor. Im Oktober war der PCE im Jahresvergleich um 6,0 % und im Vergleich zum September um 0,3 % gestiegen.

 

23.12.2022 - Mikey Fritz

Unterschrift - Mikey Fritz

 

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