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BÖRSE TO GO - Kuka, Samsung Electronics und Siemens Healthineers

Kuka beendet 2020 mit hohem Verlust - Ausblick für 2021 wieder positiv

 

Die Stimmung in Fernost blieb auch am Donnerstag durchwachsen. Allerdings setzte sich der Ausverkauf vom Mittwoch nicht fort. Die meisten Benchmarks können zum Ende des Handels hin leichte Gewinne verzeichnen. Der Nikkei 225 Index performt dabei am stärksten. Auch der Terminmarkt zeigt sich gut gelaunt. Alle wichtigen Futures liegen vor Eröffnung der europäischen Vorbörse leicht im Plus. Der DAX-Future wird 0,15 % höher bei 14.588 Punkten gesehen, der S&P 500 Future steigt um 0,24 % auf 3.889 Punkte und der Nasdaq-Future verbessert sich um 0,19 % auf 12.819 Punkte.

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Werbebanner Zürcher Börsenbriefe Frankfurt folgte am Mittwoch den Vorgaben der Wall Street vom Vorabend. Alle deutschen Benchmarks schlossen letztlich auch im Minus, wenngleich die Verluste im Vergleich zum amerikanischen Aktienmarkt moderat blieben. Der DAX sank um -0,35 % auf 14.610,39 Punkte und versucht sich damit ein weiteres Mal gegen die insgesamt schwache Stimmung zu stemmen. Deutlicher fielen die Verluste beim MDAX aus, der um -0,75 % auf 31.511,15 Punkte fiel, und beim TecDAX, der mit einem Verlust von -1,11 % auf 3.378,20 Punkte der Tagesverlierer war.

Ein weitere Risk-Off Tag an der Wall Street. Vorbörslich versuchten die Anleger den Nasdaq-Future noch zu drehen, doch mit Eröffnung des Handels in New York setzte neuer Verkaufsdruck bei den Technologiewerten ein. Der Nasdaq Composite Index fiel den ganzen Handel über und schloss nahe den Tiefstständen bei 12.961,89 Punkten (-2,01 %). Auch der Russell 2000 Index erlebte einen weiteren Ausverkaufstag. Der Small Cap Index fiel um -2,35 % auf 2.134,27 Punkte. Der S&P 500 Index arbeitete sich am Anfang noch bis auf 3.942,08 Punkte herauf, rutschte dann aber ab und schloss bei 3.889,14 Punkten (-0,55 %). Der Dow Jones Industrial Average Index ging mit einem Schlussstand von 32.420,06 Punkten nahezu unverändert aus dem Rennen.

 

Kuka beendet 2020 mit hohem Verlust

 

Kuka (DE0006204407) wurde im vergangenen Jahr in allen Bereichen zurückgedrängt. Die heute vorgelegte abschließende Bilanz weist einen Umsatzrückgang um -19 % auf 2,57 Mrd. Euro aus, was das Bruttoergebnis vom Umsatz deutlich von 677 Mio. Euro auf 504,1 Mio. Euro reduzierte. Da man die operativen Aufwendungen und Kosten kaum senkte und im Fall der Forschung & Entwicklung sogar noch ausweitete, ergab sich ein negatives EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) von -113,2 Mio. Euro. In 2019 verdiente Kuka auf dieser Ebene noch 47,8 Mio. Euro. Auch die Abschreibungen fielen 2020 mit 146,4 Mio. Euro deutlich höher aus, sodass sich inklusive des leicht positiven Finanzergebnisses ein Verlust vor Steuern von -110,2 Mio. Euro ergab. Nach Steuern müssen die Aktionäre einen Verlust von -103,1 Mio. Euro bzw. -2,59 Euro pro Aktie tragen. 

 

KUKA AG

 

Für 2021 ist der Vorstand jedoch sehr optimistisch. Man erwartet wieder neues Umsatzwachstum und ein positives EBIT für das Gesamtjahr. Der Auftragseingang im 1. Quartal liegt bisher über dem Vorjahresniveau und das Book-to-Bill-Ratio liegt bei 1,08. Kuka hofft insbesondere auf ein starkes Geschäft in China. 

 

Samsung Electronics kündigte neue RAM-Generation an

 

Samsung Electronics (KR7005930003) läutete die nächste Runde ein. Der weltweit größte Speicherchiphersteller kündigte heute die neueste Generation der Speicherchips an. Nach DDR4 wird Samsung im 2. Halbjahr mit der Produktion von DDR5 Speichern beginnen, deren Geschwindigkeit doppelt so hoch wie die aktuelle Generation sein soll und trotz dessen den Stromverbrauch um rund -13 % senken wird. Samsung entwickelt die neuen Speicherchips in enger Zusammenarbeit mit den wichtigsten Prozessorherstellern, um die größtmögliche Akzeptanz am Markt zu finden. Für den bestehenden Engpass in der weltweiten Halbleiterproduktion wird die Einführung von DDR5 allerdings eine Herausforderung werden, denn die Chips werden voraussichtlich 20 % größer sein als die aktuelle Generation. 

 

Siemens Healthineers erhöht Grundkapital (erneut)

 

Wie schon im vergangenen Jahr angekündigt wurde, ist Siemens Healthineers (DE000SHL1006) zu weiteren Kapitalmaßnahmen gezwungen. Die 16,4 Mrd. US-Dollar teure Übernahme von Varian lässt der Siemens-Tochter keine Wahl. Nachbörslich kündigte Siemens Healthineers gestern Abend die geplante Platzierung von 53 Mio. junger Aktien an, die zu einem Platzierungspreis von 44,10 Euro je Stück bei institutionellen Investoren untergebracht wurden. Wie üblich in diesem Verfahren bekommen die Institutionellen einen Discount von 5 % zum Schlusskurs. Insgesamt erlöste das Unternehmen somit brutto 2,34 Mrd. Euro und erhöhte das Grundkapital um rund 4,5 %. Die Platzierung erfolgte unter Ausschluss der Bezugsrechte.

Der Free-Float erhöht sich mit dieser zweiten großen Kapitalerhöhung von 21 auf 25 %. Ein Nebeneffekt dieser Kapitalmaßnahme ist, dass Siemens Healthineers damit seine Chancen verbessert, noch in diesem Jahr in den neuen DAX aufgenommen zu werden, der auf 40 Mitglieder vergrößert werden wird. 

 

Tagestermine

 

Der Tag startet um 08:00 Uhr mit der Veröffentlichung des GfK Konsumklimaindex für Deutschland. Die Analysten prognostizieren für den Monat April eine Verbesserung des Index von -12,9 Punkten im März auf dann -11,9 Punkte. 

Am Nachmittag erwarten wir um 13:30 Uhr die finale Lesung des amerikanischen Bruttoinlandsprodukts für das 4. Quartal. Die Prognose geht davon aus, dass das revidierte Wachstum von 4,1 % sich heute bestätigen wird. Parallel werden um 13:30 Uhr auch die wöchentlichen Arbeitsmarktdaten bekannt gegeben. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sollen von 770.000 auf 730.000 Anträge gesunken sein. Bei den Folgeanträgen wird ein Rückgang von 4,12 Millionen auf 4,04 Millionen Anträge erwarten. 

 

25.03.2021 - Mikey Fritz - mf@ntg24.de

 









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