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Coreweave schießt dank Nvidia in die Höhe, Samsung macht sich für Speicherlieferungen bereit und SK Hynix hat das Nachsehen

KI-Aktien ziehen weiterhin die Aufmerksamkeit auf sich und im Zentrum davon steht Nvidia

NTG24 - Coreweave schießt dank Nvidia in die Höhe, Samsung macht sich für Speicherlieferungen bereit und SK Hynix hat das Nachsehen

 

Aktien rückten zu Beginn der neuen Woche etwas in den Hintergrund, während die Märkte fast schon ungläubig auf Goldpreise jenseits der 5.000 US-Dollar je Feinunze blickten und gleichzeitig Sorgen vor einem möglichen Eingreifen der Bank of Japan zunahmen, welche wohl den extrem schwachen Yen zu stützen gedenkt. Doch insbesondere im KI-Segment gab es weiterhin viel Grund für gute Laune.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeInsbesondere die Anteilseigner von Coreweave (US21873S1087) freuten sich über satte Kursgewinne. Es ging um 5,7 Prozent bis auf 98,31 US-Dollar in die Höhe, nachdem das Unternehmen über eine Partnerschaft mit Nvidia berichtete. Bis zum Jahr 2030 sollen in Zusammenarbeit Rechenkapazitäten von mehr als fünf Gigawatt auf die Beine gestellt werden. Das entspricht der Leistung von etwa vier Kernkraftwerken oder auch dem Stromverbrauch von Neuseeland.

 

 

 

Entsprechend viel lässt Nvidia für das Vorhaben springen. Der Anteil an Coreweave wird um 23 Millionen zusätzliche Aktien aufgestockt. Bisher hielt Nvidia 6,3 Prozent. Dieser Anteil dürfte sich in etwa verdoppeln und den Chiphersteller auf den zweiten Platz befördern. Zusätzlich gibt es einen Vertrag mit einem Volumen von 6,3 Milliarden Dollar, bei dem Nvidia zusichert, nicht verkaufte Rechenleistung von Coreweave abzunehmen.

 

Keine Freudensprünge bei Nvidia

 

Die Aktie von Nvidia (US67066G1040) konnte von der Meldung weitaus weniger profitieren. Dort gab es am Montag Kursverluste von 0,6 Prozent zu sehen und der Kurs ging auf 186,47 Dollar zurück. Das dürfte noch als Seitwärtsbewegung durchgehen. Allerdings ist auch gut denkbar, dass der Coreweave-Deal manchen skeptischen Gedanken befeuert.

Wie schon bei OpenAI und anderen investiert Nvidia in die eigene Kundschaft. Etwas vereinfacht ausgedrückt stattet der KI-Gigant andere Unternehmen mit frischen Mitteln aus, mit denen dann wiederum weitere Chips bei Nvidia geordert werden. Dass ein solches Modell nicht auf Dauer funktionieren kann, dürfte sich von selbst verstehen. Die Tech-Konzerne gehen ins Risiko und setzen darauf, dass Umsätze und Gewinne in den kommenden Jahren ausreichend steigen werden, um die derzeitigen Finanzkonstrukte schmerzfrei zu entwirren.

 

Samsung kurz vor dem Durchbruch?

 

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Werbebanner EMH PM Trade Samsung (KR7005930003) würde derweil nur zu gerne Nvidia als Kunden für HBM4-Speicher gewinnen, konnte in der Vergangenheit bei Qualität und Ausbeute aber nicht überzeugen. Aktuellen Berichten zufolge scheint das südkoreanische Unternehmen aber nun kurz vor einer Zertifizierung zu stehen. Schon im Februar könnten die ersten, dringend benötigten, Bausteine an Nvidia ausgeliefert werden. Damit würden sich dann auch endlich die enormen Investitionen aus den vergangenen Jahren in diesem Bereich auszahlen.

Es wäre eine gute Nachricht für Samsung, doch die Anteilseigner wollen sich darauf noch nicht blind verlassen. Da Samsung außerdem in anderen Bereichen selbst von der Speicherkrise betroffen ist, reichte es bei der Aktie nur für eine Seitwärtsentwicklung. Der Kurs blieb gestern bei rund 152.000 Won hängen, ohne nennenswerte Impulse zu liefern.

 

SK Hynix im Nachteil?

 

Bei SK Hynix (KR7000660001) gingen die Kurse derweil um 4,1 Prozent zurück, und das könnte durchaus mit den Neuigkeiten von Samsung zusammenhängen. Denn sollte ein weiterer großer Player bei HBM4-Speicher auf den Plan treten, würde dies SK Hynix freilich in eine etwas weniger bequeme Verhandlungsposition befördern. Potenziell sinkende Margen beim für KI-Chips unverzichtbaren HBM4-Speicher wären die Folge.

Es scheint etwas verfrüht zu sein, derartige Szenarien bereits einzupreisen, zumal SK Hynix weiterhin von der historischen Knappheit bei Speicherchips insgesamt profitiert. Doch im weiterhin schwer nervösen Marktumfeld scheinen die Börsianer keine Risiken eingehen zu wollen. Selbst leise Anzeichen einer Abkühlung lassen die Kurse schnell nachgeben, was sich bei SK Hynix gestern schlicht besonders deutlich zeigte. Festzuhalten bleibt aber auch, dass der Kurs trotz der Abwertungen weiterhin auf einem enorm hohen Niveau geblieben ist.

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Irgendwas ist immer

 

Der KI-Hype an sich bleibt den Märkten erhalten, doch im Detail ist der Markt ständig in Bewegung. Seit einer Weile schon werden Software-Unternehmen eher stiefmütterlich behandelt, wohingegen die Hardware-Hersteller in den Fokus rücken. Was die Zukunft noch bereithalten mag, lässt sich nur abwarten. Recht klar bleibt allerdings, dass KI so oder so weiterhin ein großes Thema an den Börsen bleiben soll. Das gilt selbst für den Fall, dass die (mutmaßliche) Blase doch noch platzen sollte.

 

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27.01.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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