Nordex wächst stark, Südzucker profitiert vom Iran-Krieg und Fielmann bestätigt Jahresprognose - BÖRSE TO GO
Nordex verzeichnete im Q2 starkes Wachstum - Auftragseingang wächst um ein Drittel
Nordex meldete einen starken Auftragseingang im 2. Quartal. Obendrein konnte man die Preise dabei stabil halten und im Halbjahresvergleich sogar deutlich verbessern. Südzucker profitiert vom Iran-Krieg. Die Tochter CropEnergies holt beim EBITDA die Kastanien für den Konzern aus dem Feuer. Fielmann bestätigt die Prognose für 2026. Das operative Geschäft stagnierte im 1. Halbjahr allerdings weiter.
Der asiatische Aktienhandel liefert am Donnerstagmorgen eine freundliche Vorgabe. Nahezu alle Benchmarks in der Region können Gewinne verzeichnen. Der KOSPI stieg um 0,62 % auf 7.291,91 Punkte und der Nikkei 225 Index verbesserte sich um 1,55 % auf 67.856,00 Punkte. Einzig und allein der Hang Seng Index schwimmt gegen den Strom und wird vor Handelsende zeitweise mehr als -0,8 % im Minus gesehen. Der Terminmarkt ist sehr optimistisch gestimmt. Der DAX-Future (September) wird vor Börseneröffnung in Europa bei 25.215,50 Punkten (+0,91 %) gehandelt. Ein starker Kontrast zu gestern.
Am Mittwoch hatte sich die Verlustreihe in Frankfurt noch fortgesetzt. Alle deutschen Benchmarks gerieten unter starken Abgabedruck, wobei der MDAX mit einem Tagesverlust von -3,40 % auf 31.516,35 Punkte herausstach. Die Liste der Verlierer wurde von den Immobilientiteln Aroundtown (LU1673108939) und TAG Immobilien (DE0008303504) angeführt, die um -7,43 % und um -5,87 % abrutschten. Im Mittelpunkt stand hier die Sorge, dass es noch einmal zu einer Inflationswelle in Europa kommt aufgrund der Konflikte im Iran. Auch den DAX traf es hart, der um -2,23 % auf 24.897,45 Punkte fiel. Die Verluste beim SDAX hielten sich mit -1,25 % auf 17.921,52 Punkte vergleichsweise im Rahmen.
Deutlich ausgeglichener entwickelte sich der Handel in New York. Hier kam insbesondere der Dow Jones Industrial Average Index unter Druck. Der Blue Chip Index verlor am Mittwochabend -1,09 % auf 52.348,39 Punkte, wobei die Aktien von American Express (US0258161092) mit einem Verlust von -3,77 % auf 336,39 US-Dollar die größten Verlierer waren. Der Rückgang beim S&P 500 Index hielt sich hingegen mit einem Minus von -0,28 % auf 7.482,71 Punkte in Grenzen, während der Nasdaq 100 Index leicht um 0,27 % auf 29.252,56 Punkte steigen konnte.
Nordex: Starker Auftragseingang
Im 2. Quartal feierte der Vertrieb von Nordex (DE000A0D6554) einen großen Erfolg. Man konnte insgesamt im Segment Projekte (exklusive des Dienstleistungsgeschäfts) einen Auftragseingang über 3.054 MW verzeichnen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal war das ein Wachstum von einem knappen Drittel (+32,2 %). Für die ersten sechs Monate kommt der Windradhersteller damit auf einen Auftragseingang von 4.923 MW, was einem Anstieg um 9,6 % im Vergleich zur Vorjahresperiode ist. Wichtig ist dabei die Zusatzinformation, dass Nordex sein hohes Wachstum im 2. Quartal nicht durch Rabatte erzielte, sondern die Preise je Megawatt stabil bei 0,97 Mio. Euro / MW halten konnte. Im 1. Halbjahr liegt der Durchschnittspreis nun bei 0,95 Mio. Euro / MW gegenüber 0,92 Mio. Euro / MW in der Vorjahresperiode. Nordex beweist also Preissetzungskraft im Aufschwung. Die wichtigsten Absatzmärkte sind Deutschland, die USA und die Türkei, wobei Nordex es erstmals geschafft hat, in einem Quartal rund 800 MW an Aufträgen in den USA zu generieren.
Iran-Krieg hilft Südzucker
Schon seit Langem steht Südzucker (DE0007297004) operativ unter Druck. Insbesondere die Kernsparte Zucker leidet unter fallenden Preisen und Absatzmengen. So auch im 1. Fiskalquartal 2026 / 27, wo der Umsatz in der Sparte von zuvor 704 Mio. Euro auf 629 Mio. Euro abgab und das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und auf immaterielle Vermögensgegenstände) mit -21 Mio. Euro negativ blieb, sich im Jahresvergleich (Q1 2025 / 26: -34 Mio. Euro) aber verbesserte. Die deutlich kleinere Sparte CropEnergies verzeichnete hingegen einen EBITDA-Sprung von 4 Mio. Euro auf 24 Mio. Euro und das, obwohl der Umsatz aufgrund von Wartungsarbeiten gedrückt wurde und nur 195 Mio. Euro betrug. Insgesamt sah der Konzern einen Umsatzrückgang von 2,15 Mrd. Euro auf 2,06 Mrd. Euro, konnte aber das EBITDA von 96 Mio. Euro auf 135 Mio. Euro verbessern.
Fielmann bestätigt Jahresprognose
Die Optikerkette Fielmann (DE0005772206) bestätigte am Morgen die Jahresprognose. Man erwartet unverändert, dass der Umsatz in diesem Jahr um 5 % bis 7 % steigen wird, was einer Spanne von 2,55 Mrd. Euro bis 2,60 Mrd. Euro entsprechen würde. Die Kosten für die Expansion, insbesondere im Ausland, bleiben jedoch hoch, weswegen man nur eine „bereingte“ EBITDA-Marge von 23 % prognostiziert, was 590 Mio. Euro bis 610 Mio. Euro entsprechen würde. Rückblickend auf das 1. Halbjahr veröffentlichte man heute einen Umsatz von 1,25 Mrd. Euro (+2 %) und betonte dabei. Ein Ergebnis gab man nicht an, spricht aber von einem „bereinigten“ EBITDA von 296 Mio. Euro im 1. Halbjahr. Das steht im Vergleich zu den 292 Mio. Euro, die man auf dieser Berechnungsebene in der Vorjahresperiode erreichte. Einen vollständigen Bericht lieferte man am Donnerstagmorgen nicht. Der wird für den 27. August erwartet.
Tagestermine
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09.07.2026 - Mikey Fritz

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