PR-Erfolg für Adidas, Rheinmetall mit neuem Großauftrag, Intel bleibt im Höhenflug und Nvidia schreibt neue Rekorde
Die Börsen zeigen sich weiterhin widerstandsfähig
Wirklich gut war die Stimmung zu Beginn der neuen Woche nicht, denn bei den großen geopolitischen Fragen lassen Fortschritte noch auf sich warten. Mit den Ölpreisen ging es daher wieder aufwärts, was einen langen Rattenschwanz an Sorgen und Nöten nach sich zieht. Dass DAX und Co. dennoch nur leicht nachgaben, spricht für eine gewisse Portion Optimismus auf Anlegerseite.
Selbst mancher angeschlagene Titel bewegte sich am Montag in Richtung Norden. So war es etwa bei der Aktie von Adidas (DE000A1EWWW0) der Fall, die zeitweise an der Linie von 140 Euro kratzen konnte. Zu Handelsschluss standen immerhin noch 137,80 Euro auf dem Ticker und die Bullen konnten ein Tagesplus von 1,1 Prozent für sich verbuchen. Einen großen Erfolg konnte man mit den Rennschuhen Adizero Adios Pro Evo 3 einfachen.
Beim London-Marathon am vergangenen Sonntag konnten gleich drei Top-Athleten mit den Adidas-Schuhen an den Füßen Rekordzeiten aufstellen. Der Kenianer Sabastian Sawe stellte gar einen neuen Weltrekord auf. Adidas stellte den 97 Gramm leichten und rund 500 US-Dollar teuren Schuh erst am Donnerstag vor. Der nun erreichte Erfolg wird als Beleg für „jahrelange harte Arbeit und Hingabe“ angesehen und allem Anschein nach macht sich das auch bei der Nachfrage bemerkbar.
Rheinmetall: Die Auftragsbücher füllen sich
Weniger spektakulär, aber dennoch erfreulich war eine Mitteilung des Rüstungskonzerns Rheinmetall (DE0007030009). Erneut konnte man sich einen Auftrag der Bundeswehr sichern, dessen Wert auf 1,04 Milliarden Euro beziffert wird. Das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr rief aus einem bereits bestehenden Rahmenvertrag fortgeschrittene Soldatensysteme ab.
Rheinmetall selbst bezeichnet das Ganze als „Infanterist der Zukunft – Erweitertes System“. Enthalten sind darin die Modernisierung bestehender Systeme sowie die Lieferung von weiteren 237 Zugsystemen im Zeitraum von November 2027 bis Dezember 2029. Die zuvor angeschlagene Rheinmetall-Aktie reagierte freundlich und schwank dich um zwei Prozent auf 1.345,80 Euro in die Höhe. Dort angekommene bleibt es allerdings bei einer aus charttechnischer Sicht weiterhin schwierigen Lage.
Intel ist nicht zu bremsen
Noch besser ist die Stimmung momentan im Hardware-Segment, und dafür ist Intel (US4581401001) maßgeblich verantwortlich. Schon am Freitag schoss der Aktienkurs des Chipherstellers mehr oder minder unkontrolliert in die Höhe, nachdem die Zahlen sämtliche Erwartungen deutlich übertreffen konnte. Sogar Chips, welche eigentlich schon abgeschrieben waren, fanden im zurückliegenden Quartal wohl bereitwillige Abnehmer. Intel rechnet damit, dass die Nachfrage das Angebot auf absehbare Zeit übersteigen wird.
Letzteres erwarten auch die Börsianer und die Kauflaune scheint gar kein Ende mehr zu kennen. Nachdem die Intel-Aktie bereits am Freitag Rekorde schreiben konnte, ging es zu Beginn der neuen Woche munter weiter. Bei 87,10 US-Dollar konnte im frühen Handel ein neuer Kursrekord auf die Beine gestellt werden. Zu Handelsschluss standen zwar „nur“ noch 84,99 Dollar auf dem Ticker. Das Tagesplus belief sich hier aber noch auf ansehnliche 2,9 Prozent und seit Jahresbeginn ging es schon um rund 130 Prozent in die Höhe.
Vorfreude bei Nvidia?
In Sachen Performance hielt sich die Aktie von Nvidia (US67066G1040) in diesem Jahr eher zurück. Doch nach den jüngsten Erfolgen aus dem Segment scheinen die Bullen sich auch hier wieder aus der Deckung zu trauen. Gestern ging es mit dem Kurs um vier Prozent auf 216,61 Dollar aufwärts. Auf Schlusskursbasis entspricht das einem frischen Rekord und die Marktkapitalisierung findet sich nun deutlich über der Marke von fünf Billionen Dollar wieder.
Wahrscheinlich setzen die Anleger darauf, dass nach Intel und den Speicherherstellern auch Nvidia wieder brachial gute Zahlen vorlegen wird. Denn zumindest zeigt sich aktuell, dass die Nachfrage nach Chips für KI-Rechenzentren kein bisschen nachgelassen hat. Ein wenig Geduld ist zwar noch gefragt; Nvidia legt seine nächsten Zahlen erst am 20. Mai vor. Doch davon scheinen die Käufer sich im aktuellen Umfeld auch nicht weiter stören zu lassen.
Wackelige Angelegenheit?
Die Märkte wollen die Hoffnung auf ein Ende der Sperrung der Straße von Hormus nicht aufgeben und im KI-Bereich zündet ungeachtet möglicher Störungen der Lieferketten eine ganz neue Euphorie. Daraus ergab sich am Montag zumindest in Teilen eine sehr angenehme Ausgangslage für Anleger. Allerdings bleibt die Lage doch eher fragil und da sich schlechte Neuigkeiten momentan noch weniger als ohnehin schon ausschließen lassen, bleiben Gewinnmitnahmen eine ständige Bedrohung sowohl bei Rekordkursen als auch Erholungen in tieferen Etagen.
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28.04.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

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