
Einmal mehr will Coca-Cola in Deutschland die Preise erhöhen und Personal abbauen, doch eine Verlagerung ins Ausland soll es nicht geben
Coca-Cola kämpft weiterhin mit Gegenwind
Im Großen und Ganzen wirkt Coca-Cola zwar schon fast unantastbar. Doch Konsumschwäche und steigende Kosten machten sich bei dem Getränkegiganten dennoch bemerkbar. Zeitweise konnten Umsatzsteigerungen nur noch durch Preiserhöhungen, nicht aber durch höhere Absatzzahlen erreicht werden. Diesen Weg scheint man in Europa weitergehen zu wollen.
Zuständig für die Abfüllung in Deutschland ist Coca-Cola Europacific Partners (GB00BDCPN049), und dort sind weitere Einsparpläne angedacht. Der Vorsitzende John Galvin bestätigte gegenüber der Funke Mediengruppe die schon zu Jahresbeginn angekündigte Streichung von insgesamt 505 Arbeitsplätzen. Es seien aber auch 78 neue Stellen geschaffen worden. Verteidigt wurden die Maßnahmen damit, dass in Köln ein altes und „relativ kleines“ Werk geschlossen wurde und dies auch mit der hohen Standortdichte in der Region zu tun habe.
Trotz der Einsparungen stimmt der Konzern auch schon auf die nächsten Preiserhöhungen ein. Wie schon im Vorjahr sollen die Preise im September ansteigen, um damit der Inflation zu begegnen. Über das gesamte Sortiment hinweg sollen jene wohl im „niedrigen einstelligen Prozentbereich“ liegen. Dass der Absatz damit kaum angekurbelt werden dürfte, liegt auf der Hand.
Coca-Cola bleibt Deutschland treu
Eine klare Absage erteilte Coca-Cola Europacific Partners der Überlegung, deutsche Standorte ins Ausland zu verlagern. Man habe in den letzten fünf Jahren mehr als 600 Millionen Euro in Deutschland investiert und davon scheint der Konzern sich noch einiges zu erwarten. Dennoch wird auch über steigende Lohnkosten geklagt, was ein wichtiger Faktor für die nun angekündigten Preiserhöhungen sein soll.
An Deutschland stört John Galvin zudem die Bürokratie, welche immer wieder für unnötige Hürden sorge. Außerdem beobachtet das Unternehmen einen „auffällig hohen“ Krankenstand. In Ländern mit Einschränkungen bei der Lohnfortzahlungen gebe es deutlich geringere Krankenstände, so Galvin. Aus diesem Grund sprach sich der Manager auch für die Wiedereinführung eines Karenztages aus. Bei einem solchen werden kranke Angestellte am ersten Tag einer Krankheit nicht bezahlt.
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29.08.2025 - Andreas Göttling-Daxenbichler
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