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Die Commerzbank tappt im Dunkeln, Delivery Hero meldet Verkaufserfolg, Analysten spekulieren um höhere Preise bei Netflix und Coca-Cola denkt in Indien über Preiserhöhungen nach

Trotz einer Erholung an den Märkten bleiben die Zeiten unsicher

NTG24 - Die Commerzbank tappt im Dunkeln, Delivery Hero meldet Verkaufserfolg, Analysten spekulieren um höhere Preise bei Netflix und Coca-Cola denkt in Indien über Preiserhöhungen nach

 

Selten erleben die Börsen ein derartiges Wechselbad der Gefühle wie am gestrigen Montag. Im frühen Handel stürzten die Kurse noch kollektiv in die Tiefe, als der Ölpreis sich gerade immer mehr der gefürchteten 120-Dollar-Linie näherte. Dann sorgte US-Präsident Donald Trump für Entspannung mit der Ankündigung, ein gegen Teheran gerichtetes Ultimatum zur Öffnung der Straße von Hormus um fünf Tage zu verlängern. Wie es weitergeht, bleibt aber dennoch offen.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeFragen um die Zukunft stellt sich auch die Commerzbank (DE000CBK1001), allerdings aus ganz anderen Gründen. CEO Bettina Orlopp ließ in einem Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ wissen, dass sie noch immer nicht genau wisse, was UniCredit eigentlich genau will. Die Italiener kündigten kürzlich ein Übernahmeangebot an, mit dem allerdings keine Kontrolle über die Commerzbank angestrebt wird. Zunächst geht es lediglich um das rechtlich saubere Überschreiten der 30-Prozent-Marke.

 

 

 

Orlopp fordert mehr Klarheit von UniCredit und nimmt insbesondere den Chef Andrea Orlopp in die Pflicht. Denn wenn jemand anklopfe und über eine Idee rede, dann dürfe man schließlich erwarten, dass auch mitgeteilt wird, wie genau jene Idee denn aussehen soll. Die Anleger nahmen derweil die Markterholung mit und ließen die Commerzbank-Aktie um 4,1 Prozent auf 31,58 Euro steigen. Damit notiert das Papier wieder über dem Übernahmeangebot von UniCredit, welches rechnerisch derzeit bei 29,92 Euro liegt (0,485 neue UniCredit-Aktien je Commerzbank-Aktie).

 

Delivery Hero findet endlich einen Käufer

 

Klarheit gibt es nun endlich über die Zukunft des Taiwan-Geschäfts von Delivery Hero (DE000A2E4K43). Wie das Unternehmen mitteilen ließ, konnte dafür ein Käufer in Form von Grab gefunden werden. Jener zahlt immerhin 600 Millionen US-Dollar. Delivery Hero strebte in der Vergangenheit rund eine Milliarde Dollar an, was nun nicht ganz erfüllt werden kann. Dennoch reagieren die Anteilseigner mit Erleichterung, da die Einnahmen endlich für eine Reduzierung der Schuldenlast sorgen können.

Delivery Hero-Chef Niklas Östberg sprach dann auch von einem „wichtigen ersten Schritt“ in einer laufenden strategischen Prüfung des Konzerns. Im Mittelpunkt stehe nun, den Wert für die Aktionäre zu steigern. Dafür bedankten sich die Aktionäre mit Kursgewinnen von 7,9 Prozent am Montag und der Kurs verbesserte sich auf 16,50 Euro. Ein Ausbruch aus dem technischen Abwärtstrend gelingt damit jedoch noch nicht.

 

Dreht Netflix jetzt an der Preisschraube?

 

Beim Streaming-Giganten Netflix (US64110L1061) wurde die Übernahme von Warner Bros. mittlerweile fallengelassen. Das sorgte jedoch nicht für Enttäuschung, sondern viel mehr für Erleichterung auf Seiten der Anleger. Manch eine befürchtete, dass Netflix sich mit dem Vorhaben vielleicht etwas übernehmen könnte. Einen Blick in die Zukunft ohne Warner Bros. wagt nun der Citi-Analyst Jason Bazinet. Letzterer sieht Netflix jetzt in einer guten Position, um die nächste Preiserhöhung n die Wege zu leiten.

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Zuletzt erhöhte Netflix Anfang 2025 die Preise. Seither zahlen Kunden in den USA zwischen 7,99 und 24,99 Dollar je Monat. Während einer regulatorischen Prüfung zur Warner-Bros-Übernahme seien Preiserhöhungen eher unwahrscheinlich. Da dieses Szenario nun entfällt, erkennen die Börsenprofis wohl neue Möglichkeiten. Mit dieser Argumentation stuft Citi die Netflix-Aktie auf „Kaufen“ hoch und nennt als Kursziel 115 Dollar. Die Anleger sind davon noch nicht ganz überzeugt und ließen den Kurs gestern lediglich um 1,7 Prozent auf 93,38 Dollar steigen.

 

Coca-Cola kämpft mit steigenden Kosten

 

Während bei Netflix lediglich spekuliert wird, denkt Coca-Cola (US1912161007) bereits aktiv über Preiserhöhungen nach. Zumindest in Indien ist dies der Fall, wo der Abfüller SLMG Beverages steigende Kosten für Verpackungsmaterialien wohl an die Verbraucher weiterreichen möchte. Das ließ der stellvertretende Vorstandschef von SLMG, Rahel Kumar, in einem Interview mitteilen. Als Grund für die gestiegenen Kosten wird der Irankrieg genannt.

Auch anderswo hätte Coca-Cola wahrscheinlich gute Gründe, um ein wenig an der Preisschraube zu drehen. Solche Ideen sind an der Börse aber nicht wirklich populär, da dadurch die Absatzmengen unter Druck geraten könnten. Die Aktie des Getränkeriesen profitierte kaum von der gestrigen Markterholung. Sie musste sich mit einem Plus von 0,5 Prozent auf 75,11 Dollar zufriedengeben.

 

Viele Fragezeichen

 

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Werbebanner EMH PM TradeDie Märkte schnaufen ein wenig durch, tappen ob der weiteren Entwicklung im Nahen Osten und den Auswirkungen auf Ölpreise und Konjunktur aber weiterhin im Dunkeln. Es stellt sich nun weiterhin die Frage, was nach Ablauf des neuen Ultimatums geschehen mag. Dass der Iran die Sperrung der Straße von Hormus beenden würde, dafür fehlen noch immer jegliche Anzeichen. Daher dürften die Börsianer auch weiterhin nervös bleiben und eine generelle Trendwende kann noch nicht fest eingepreist werden.

 

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24.03.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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