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Dow Jones steht vor kurzfristigem Verkaufssignal

Dow Jones Industrial Average mit Ermüdungserscheinungen

NTG24 - Dow Jones steht vor kurzfristigem Verkaufssignal

 

Der hochkapitalisierte Dow Jones Indurstrial Average neigt seit mehreren Monaten zu einer absoluten und relativen Schwäche. In der vergangenen Woche wurde eine erste relevante Aufwärtstrend-Linie unterschritten. Und auch wenn eine Zwischenerholung jederzeit möglich ist, so verweist die Chartstruktur sowohl bei statischen wie auch dynamischen Indikatoren auf eine verstärkte Korrektur hin, der eine Zwischenerholung nicht entgegensteht.

Der US-Leitindex Dow Jones Industrial Average (DJIA) hat in den letzten Tagen wieder einmal charttechnisch ausgeatmet, könnte man meinen. Könnte aber auch mehr dahinterstecken? Getrieben wurde die Aufwärtsentwicklung seit dem Corona-Crash im März 2020 von den drei hochgewichteten Branchen Informationstechnologie (22,4 %), Finanzindustrie (16,7 %) und Gesundheit (16,6 %).

Ein Blick auf den Tagescandle-Chart in Chart 1 zeigt die aktuelle Situation. Es wird deutlich, dass der DJIA in der vergangenen Woche eine steilere Aufwärtstrend-Linie, die ihren Ausgangspunkt am 04.03.2021 hat, unterschritt und eine flachere, die am 18.06.2021 begann, ebenfalls minimal unterschritten hat.

Diese ,,Ermüdungserscheinungen‘‘ hatten sich jedoch bereits dadurch angekündigt, dass der DJIA seine oberen Aufwärtstrendlinien nicht mehr überwinden konnte und dabei ab August 2021 ein qualitatives Doppeltop gebildet hat.

 

 

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Werbebanner DenkworkEin Blick aus der nächsthöheren Wochencandle-Perspektive in Chart 2 zeigt zudem, dass der Dow Jones in der vergangenen Woche auch den seit dem 30.10.2020 laufenden Aufwärtstrend nach unten verlassen hat (blaue steilere Aufwärtstrendlinie in Chart 2). Bereits zuvor hatte er Mitte Juni 2021 seinen seit dem Corona-Crash im März 2020 laufenden mittelfristigen Aufwärtstrend nach unten verlassen, war an dieser danach von unten abgeprallt, hatte aber gleichwohl noch ein neues Allzeithoch gebildet (rote Linie in Chart 2).

 

 

Auf Monatscandle-Basis kann der Dow Jones auf eine eindrucksvolle Ralle insbesondere ab 1017 verweisen, bei der er im Corona-Crash ab Februar 2020 bis an seine Kreuzunterstützung aus oberem, seit Januar 2000 laufenden Aufwärtstrend und der statischen Unterstützung, welche sich durch das bestätigte Zwischenhoch im Februar 2015 gebildet hat, fiel.

Chart 3 zeigt auch eine dieser erwähnten langfristigen oberen Trendlinie kleinere und kürzere Entsprechung, die der Verbindung der Tops von Januar 2018 und Februar 2020 entspricht. Diese verläuft bei aktuell rund 31.800 Punkten und wäre aus dynamischer Sicht ein Mindestkursziel einer Korrektur.

 

 

Aber wo steht die Entwicklungsdynamik des Dow Jones Industrial relativ zu den anderen großen US-Aktienindizes?

 

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Werbebanner ISIN-Watchlist Diese verdeutlicht Chart 4. Sie zeigt, dass sich DJIA und S&P 500 – Index über weite Strecken mehr oder weniger deckungsgleich entwickelten. Jedoch kam es in den letzten Monaten zu einer seltenen relativen Schwäche des DJIA gegenüber dem S&P 500. Dies könnte ebenfalls auf eine weitergehende Schwäche des Dow Jones hindeuten.

Chart 4 zeigt zudem das Ausmaß, in dem die Technologieaktien, die im Nasdaq 100 zusammengefasst sind, den breiten US-Aktienmarkt ,,outperformed‘‘ haben. Da diese Phase viel länger anhält als etwa die ,,Outperformance‘‘ in der ,,Dot.com‘‘-Blase zu Beginn des Jahrtausends liegt die Vermutung nahe, dass es sich hier nicht um eine charttechnische Anomalie, sondern um eine fundamentale Verschiebung handelt.

 

 

Und was ist das Fazit?

 

Der Dow Jones Industrial zeigt seit einer Zeit zur relativen und absoluten Schwäche. Vor dem Hintergrund seiner charttechnischen Musterentwicklung ist eine Beschleunigung der Abwärtsbewegung jederzeit möglich.

 

13.09.2021 - Arndt Kümpel

Unterschrift - Arndt Kümpel

 






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