Die Lufthansa bleibt trotz Irankrieg auf Wachstumskurs, doch geringe Erträge bereiten den Anlegern Kopfzerbrechen
Wir die Lufthansa wieder abheben können?
Zumindest bisher hat die Lufthansa die Auswirkungen des Irankonflikts einigermaßen gut verkraftet. Steigende Kerosinpreise konnten durch Hedging abgefedert werden und ausgefallene Verbindungen in den Nahen Osten ließen sich durch Flüge zu anderen Destinationen ausgleichen. Zudem profitierte die Airline sogar zeitweise davon, dass große Konkurrenten wie Emirates zeitweise aus dem Spiel genommen wurden.
Dass die Lufthansa (DE0008232125) weiterhin auf Wachstumskurs bleibt, zeigte sich kürzlich auch anhand neuer Flugzeugbestellungen. Wie bei „finanzen.net“ zu lesen ist, orderte der Konzern jeweils zehn Airbus A350-900 und Boeing 787-9, die zwischen 2032 und 2034 ausgeliefert werden sollen. Wo genau die Maschinen dann zum Einsatz kommen werden, wurde noch nicht entschieden.
Auch die Zahlen der Lufthansa fielen zuletzt nicht unbedingt schlecht aus. Allerdings leidet die Airline unter einer eher schwachen Ertragskraft. Im vergangenen Jahr konnte bei einem Umsatz von 39,6 Milliarden Euro nur ein Ebit in Höhe von rund zwei Milliarden Euro erwirtschaftet werden. Die Konkurrentin IAG erreichte derweil ein Ebit von fünf Milliarden Euro bei deutlich geringeren Umsätzen.
Lufthansa: Kühen stockt auf
Obschon die Lufthansa auf der Gewinnseite zu wünschen übrig lässt, bleiben die großen Investoren dem Unternehmen wohl treu. Kürzlich erst wurde bekannt, dass der Großaktionär Klaus-Michael Kühne seinen Anteil von etwas mehr als 15 auf 20 Prozent erhöhte. Jener hielt sich mit Kritik am Management in der Vergangenheit selten zurück, stellte sich aber bei den jüngsten Streiks auf die Seite des Vorstands.
Für die restlichen Anleger ist der Support von Kühne durchaus ein positives Signal. Es tröstet aber nur geringfügig über die mauen Gewinne hinweg. Der Blick nach vorn bleibt eingetrübt. Die Gretchenfrage bei der Lufthansa lautet vor allem, wie lange die Krise in Nahost noch anhalten mag und wie es mit der Versorgung und den Preisen von Kerosin weitergehen mag. Mit jedem weiteren Tag, an dem die Straße von Hormus gesperrt ist, nimmt der Druck zu. Denn nachkaufen muss die Lufthansa zu schwindelerregenden Preisen, was sich vermutlich nicht vollständig an Passagiere weiterreichen lässt, ohne davon auch einige zu verlieren. Das könnte an der Ertragskraft noch weiter nagen.
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13.05.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

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