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Die Lufthansa schließt das erste Quartal solide ab und erkennt keinen Kerosinmangel in naher Zukunft

Die Lufthansa-Aktie reagiert mit Erleichterung

NTG24 - Die Lufthansa schließt das erste Quartal solide ab und erkennt keinen Kerosinmangel in naher Zukunft

 

Das erste Quartal war nicht einfach für das Segment der Luftfahrt. Zwar herrschte noch bis Ende Februar ein regelrechter Boom in der Branche. Jener wurde allerdings durch den Krieg im Nahen Osten unsanft abgewürgt. Genau das war auch bei den Ergebnissen der Lufthansa ein wichtiges Thema. Zumindest zum Teil bemühte sich das Management dabei darum, die Lage etwas zu entschärfen.

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Geholfen hat dabei der erste Zwischenbericht für das laufende Jahr, der sich als recht solide bezeichnen lässt. Das Nettoergebnis landete zwar im negativen Bereich, was in einem ersten Quartal aber der Norm entspricht. Die Umsätze legten im Vergleich zum Vorjahresquartal um 7,6 Prozent auf 8,75 Milliarden Euro zu und der Verlust konnte von 885 auf nur noch 665 Millionen Euro reduziert werden. Es scheint bei der Lufthansa (DE0008232125) also längst nicht alles schlecht zu laufen.

 

 

 

Der Irankrieg treibt zwar die Sorgen für Kerosin in die Höhe. Die Lufthansa hat aber vorgesorgt und sich im Vorfeld eingedeckt. Unternehmensangaben zufolge sind für den Rest des Jahres rund 80 Prozent des Treibstoffbedarfs gesichert. Für die restlichen 20 Prozent muss man zwar deutlich tiefer in die Tasche greifen. Man steht aber besser da als viele US-Airlines, welche sich von der Praxis des Hedgings vor einigen Jahren verabschiedeten und nun buchstäblich den Preis dafür zahlen. Kürzlich warf die Airline Spirit sogar das Handtuch.

 

Die Lufthansa erkennt keine Engpässe

 

Neben den Kerosinpreisen trieben die Anleger zuletzt auch Sorgen um eine mögliche Mangellage um. In dieser Hinsicht gab Lufthansa-Chef Carsten Spohr allerdings Entwarnung. Bis Mitte Juni könne man sicher davon ausgehen, dass es genug Treibstoff gibt. Auch für den Sommer sollten sich Reidende keine Sorgen machen. Zwar fehlten aufgrund der Sperrung der Straße von Hormus etwa 25 Prozent des in Europa benötigten Kerosins. Ein Teil davon werde aber durch zusätzliche Lieferungen aus den USA und Nigeria kompensiert.

Selbst wenn der Konflikt sich noch länger hinziehen sollte, erkennt die Lufthansa die Möglichkeit für noch größere Lieferungen aus anderen Regionen. Dann könnten vielleicht auch die Reserven wieder aufgefüllt werden. Gestärkt dadurch bestätigte die Airline letztlich den Jahresausblick, welcher ein operatives Ergebnis deutlich über jenem des Vorjahres vorsieht. 2025 schloss die Lufthansa an dieser Stelle mit 1,9 Milliarden Euro ab.

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Werbebanner EMH PM Trade Allerdings steht diese Aussicht unter dem einen oder anderen Vorbehalt. Unter anderem ist fraglich, wie sich die Konkurrenzsituation entwickeln mag. Zuletzt profitierte die Lufthansa ein Stück weit von der Situation im Nahen Osten, da die starke Konkurrenz aus der Region aus dem Spiel genommen wurde. Das trieb die Passagiere in die Arme von Lufthansa und Co. Nach einigen Wochen der Waffenruhe wurde der Betrieb jedoch stellenweise wieder aufgenommen. Die Lufthansa erwartet nun, dass die Mitbewerber mit starken Rabatten wieder Kunden zurückgewinnen wollen. In der Heimat fanden bei der Prognose derweil mögliche neue Streiks keine Berücksichtigung.

 

Hebt die Lufthansa wieder ab?

 

Trotz einiger Einschränkungen reagierten die Anleger letztlich positiv auf Bilanzen und Aussicht. Um die Lufthansa scheint es längst nicht so schlecht bestellt zu sein, wie es viele Beobachter in den letzten Wochen erwartet hatten. Die Aktie konnte am Donnerstag die 8-Euro-Marke überwinden und tags darauf ging es mit weiteren Aufschlägen von 1,5 Prozent in den Handel. Der Kurs stieg bis auf 8,31 Euro zum Zeitpunkt des Entstehens dieses Artikels.

Die Einbrüche aus dem März kann die Lufthansa-Aktie damit noch nicht ganz hinter sich lassen. Der Horizont wirkt aber wieder etwas freundlicher und aktuell treiben auch Hoffnungen auf einen Frieden im Nahen Osten die Käufer weiter an. Sollte ein solcher allerdings doch noch länger auf sich warten lassen, so würden die Aktionäre dies kaum ignorieren können.

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07.05.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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