Die Lufthansa bleibt auf Sparkurs und setzt die Schere nun auch beim kostenlosen Handgepäck an
Der Kabinenkoffer kostet bei der Lufthansa künftig extra
Aufgrund von brachialen Preissteigerungen bei Kerosin sieht die Lufthansa sich derzeit zu allerlei Sparmaßnahmen gezwungen. Durch von vorzeitigen Wegfall der Cityline werden bereits etliche Verbindungen gestrichen, was wohl rund 40.000 Tonnen an Kerosin einsparen könnte. Doch das scheint noch nicht auszureichen und nun wird auch beim Service die Schere angesetzt.
Wie unter anderem das „Handelsblatt“ berichtet, streicht die Lufthansa (DE0008232125) im neuen Tarif „Economy Basic“ die kostenfreie Mitnahme kleiner Kabinenkoffer bei Kurz- und Mittelstreckenflügen. Erlaubt ist bei solchen Tickets ohne Aufpreis lediglich noch die Mitnahme eines persönlichen Gegenstands, etwa einer Laptoptasche.
Erhältlich sind entsprechende Tickets ab dem 28. April für ausgewählte Flüge ab dem 19. Mai. Die Lufthansa begründet das Ganze mit einem veränderten Verhalten der Passagiere. Insbesondere Tagesreisende würden nun eine neue Möglichkeit erhalten. Als Sparmaßnahme möchte die Airline den neuen Tarif also nicht verstanden wissen. Ein entsprechender Eindruck drängt sich aber dennoch auf. Zusätzliches Gepäck lässt sich ab 15 Euro aufbuchen.
Mit dem etwas dünneren Service dürfte die Lufthansa auch verstärkt in Konkurrenz zu Billig-Airlines wie Ryanair gehen. Dort ist es seit jeher der Normalfall, dass nur ein Minimum an Service geboten wird und für jede Kleinigkeit zusätzliche Gebühren anfallen. Verbraucherschützer sehen das nicht gerne, doch Unternehmen wie die Lufthansa argumentieren, dass Passagieren keine Leistungen aufgezwungen werden sollten, welche jene überhaupt nicht in Anspruch nehmen.
Die Lufthansa schnallt den Gürtel enger
Weiterhin unter Druck steht die Aktie der Lufthansa, welche heute mit Verlusten von 0,4 Prozent in den Handel startete. Weitere Sparmaßnahen, aus welchen Gründen auch immer, kommen bei den Anteilseignern nicht gut an. Denn sie verstärken noch einmal den Eindruck, dass das Unternehmen aufgrund der geopolitischen Entwicklung heftigen Gegenwind erfährt. Da sich diesbezüglich zuletzt auch noch immer keine Besserung abzeichnete, bleiben die Bullen weiter in Deckung.
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24.04.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

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