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Der Börsentag vom 29.10.2020

Zwischenbericht zum heutigen Handelstag

 

Über den heutigen Handelstag hinweg rutschte der DAX schwächelnd hin und her, bevor er am frühen Nachmittag etwas Rückenwind aus Frankfurt am Main bekam. Dort hatte die EZB auf ihrer Sitzung zwar keine neuen geldpolitischen Beschlüsse gefasst und den Leitzins unverändert bei 0 % belassen, wo er bereits seit März 2016 steht. Zudem sind vorerst keine weiteren Anleihekäufe geplant. Allerdings gab EZB-Präsidentin Lagarde auf der Pressekonferenz Hinweise auf mögliche neue geldpolitische Stützungsmaßnahmen nach der Neubeurteilung der Konjunkturaussichten im Dezember. ,,Auf der Grundlage dieser aktualisierten Einschätzung wird der EZB-Rat seine Instrumente der Lage entsprechend neu kalibrieren, um auf die jeweilige Situation zu reagieren‘‘, teilte die Notenbank mit.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeDaraufhin drehten die Aktienmärkte erst einmal nach oben. Der DAX gewinnt aktuell 61 Punkte bzw. 0,53 % gegenüber dem Vortagsschluss und steht bei 11.621,50 Punkten. Damit kämpft er sich wieder knapp über die Unterstützung bei 11.597,82 Punkten, die er gestern Abend auch per Schlusskurs unterschritten hatte.

 

 

Unterstützung erhält der DAX auch aus den USA, wo der Dow Jones Industrial aktuell 106 Punkte bzw. 0,4 % im Plus liegt und bei 26.626 Punkten steht. Der S&500 – Index kann sogar noch stärker zulegen und gewinnt 20,6 Punkte bzw. 0,6 % auf 3.303,30 Punkte. Parallel dazu geht der VIX auf den S&P 500 um 2,73 Punkte bzw. 6,78 % auf 37,55 zurück.

Der US-Dollar zeigt sich auch heute weiter stark gegen den Euro und legt aktuell 0,69 % auf 1,16648 US-Dollar je Euro zu, während der Schweizer Franken gegen den Euro praktisch unverändert notiert.

Der Goldpreis verliert, wohl auch wegen dem stärkeren US-Dollar, derzeit 0,45 % bzw. 8,47 US-Dollar auf 1.868,78 US-Dollar.

Der Ölpreis gibt ebenfalls weiter nach und verliert aktuell 1,29 US-Dollar bzw. 3,26 % auf 38,24 US-Dollar.

 

 

Die Kurse der 10-jährigen deutschen Bundesanleihen steigen in diesem Umfeld weiter an- Die Rendite fällt bislang um 0,013 bzw. 2,13 % auf -0,639 %. Interessant war am gestrigen Handelstag, dass in den USA nicht nur die Aktienmärkte fielen, sondern auch die Kurse der 10-jährigen US-Staatsanleihe. Ob dies zu einer länger anhaltenden Divergenz zwischen 10-jährigen Staatsanleihen zwischen Deutschland und den USA führt, bleibt jedoch abzuwarten.

 

Fazit

 

Der gestrige Ausverkauf steckt den Märkten noch in den Knochen. Die Ungewissheit über den Ausgang der US-Präsidentschaftswahl und die Stärke der wirtschaftlichen Rückschläge in Europa dominieren das Sentiment, auch wenn in der aktuellen Berichtssaison Lichtblicke erscheinen.

 

29.10.2020 - Arndt Kümpel - ak@ntg24.de

 






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