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BYD freut sich über Aufwind, Tesla schießt endgültig den Vogel ab, selbst die Deutsche Bank bewegt sich aufwärts, nur TeamViewer sorgt wieder für Enttäuschung

Stehen den Anlegern nun goldene Zeiten bevor?

NTG24 - BYD freut sich über Aufwind, Tesla schießt endgültig den Vogel ab, selbst die Deutsche Bank bewegt sich aufwärts, nur TeamViewer sorgt wieder für Enttäuschung

 

Am Rande des G20-Gipfels konnten die EU und die USA sich darauf einigen, einen noch unter der Trump-Regierung entstandenen Handelsstreit beizulegen. Sonderzölle für Stahlimporte erheben die Vereinigten Staaten nun nicht mehr, die EU belohnt das ihrerseits mit wegfallenden Zöllen für Motorräder von Harley Davidson. Die Entspannung in der Sache machte sich an den Aktienmärkten überdeutlich bemerkbar.

Mit so ziemlich allen Branchen und größeren Indizes ging es am Montag steil in die Höhe. Keine Ausnahme bildete dabei BYD (CNE100000296), obwohl das chinesische Unternehmen mit dem Handelsstreit herzlich wenig am Hut hat. Dennoch ging es gestern um fast 3,5 Prozent aufwärts, die kleine Korrektur von Ende Oktober wird immer besser verkraftet.

Nicht einmal eine am Freitag angekündigte Kapitalerhöhung vermag derzeit die gute Laune der Anleger zu trüben. Die erwarten sich jetzt zum Teil Entspannungen bei den noch immer gestörten Lieferketten und blicken zudem hoffnungsvoll in Richtung Glasgow, wo die Regierungschefs von 198 Ländern über den Klimawandel beraten. Das Thema Elektroautos dürfte dabei des Öfteren in den Fokus kommen und damit ergeben sich auch neue Chancen für BYD.

 

Tesla macht sie alle nass

 

Die Kursgewinne bei BYD waren respektabel und machen Lust auf mehr. Vom Konkurrenten Tesla (US88160R1014) sehen die Chinesen, zumindest an der Börse, aber weiterhin nur die Rücklichtet. Der US-amerikanische Pionier aus dem Bereich der E-Autos blickte mal wieder auf steile Kurszuwächse und markiert zum wiederholten Male neue Rekordmarken.

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Werbebanner ZB-SeminarErstmals ist es den Bullen gelungen, das Papier über die magische Linie von 1.000 Euro zu heben, bei Handelsschluss standen wahnwitzige 1.010,80 Euro auf der Anzeigetafel. Der Börsenwert, welcher erst vor Kurzem über eine Billion USD stieg, beläuft sich nun schon auf 1,2 Billionen USD. Dabei warnte am Wochenende noch so mancher Experte von einer drohenden Korrektur bei Tesla. Auch wenn die weiterhin nicht auszuschließen, ja schon fast zu erwarten ist: bisher fehlt von ihr noch jede Spur und den Bullen liefert das weitere Gründe, die Kauflaune aufrechtzuerhalten.

 

Auch die Deutsche Bank macht eine gute Figur

 

Von neuen Kursrekorden kann die Deutsche Bank (DE0005140008) derweil nur träumen. Dennoch soll nicht verschwiegen werden, dass selbst das schwer angeschlagene Frankfurter Geldhaus im Handel am Montag mit Kurssteigerungen aufwarten konnte. Die beliefen sich immerhin auf 1,38 Prozent.

Den Ausschlag dafür dürften längst nicht nur die gut gelaunten Börsianer gegeben haben. Ein wichtiger Faktor dürften auch Analysteneinschätzungen gespielt haben. Zum Ende des vergangenen Monats waren vermehrt Kursziele zu sehen, die deutlich über dem aktuellen Stand liegen. Noch dazu konnten die BS sowie die DZ Bank sich sogar zu einer Kaufempfehlung hinreißen lassen.

 

Am anderen Ende des Spektrums

 

Der große Verlierer des Tages war TeamViewer (DE000A2YN900), wo trotz guter Stimmung an den Märkten Kursverluste von etwa 2,5 Prozent verzeichnet werden mussten. Damit begab sich die Aktie des Software-Herstellers mal wieder in direkte Nähe des bisherigen Allzeit-Tiefs und sollten die kommenden Tage ähnlich drastische Abschläge mit sich bringen, könnte das schon bald wieder unterschritten werden.

Von einer Stabilisierung, über die in den letzten Tagen und Wochen schon oberhalb von 14 Euro und zuletzt bei 13 Euro gemunkelt wurde, kann damit noch immer keine Rede sein. TeamViewer hat unverändert mit einer Menge Gegenwind zu kämpfen, viele Probleme des Unternehmens sind hausgemacht. In einer geradezu euphorisierten Stimmung aufgrund pandemiebedingter Umsatzsprünge ging das Management nach Ansicht vieler Aktionäre nicht unbedingt umsichtig mit dem eigenen Geld um. Große Kritik brachte den Verantwortlichen vor allem das teure Sponsoring des Fußballclubs Manchester United ein. Das scheint sich nun zu rechnen, wo viele wieder vom Homeoffice zurückkehren und damit auf eine Software für Fernwartung nicht mehr angewiesen sind.

 

Wer hätte das gedacht?

 

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Werbebanner ISIN-WatchlistWirklich überraschend ist die anhaltende Bewegung in Richtung Süden bei TeamViewer nicht. Ganz anders sieht das bei vielen anderen Titeln aus. Dass Tesla schon so schnell über 1.000 Euro steigen würde, damit dürften vor wenigen Wochen noch die Wenigsten gerechnet haben. Die Kursgewinne bei der Deutschen Bank und BYD mögen weniger spektakulär ausfallen, angesichts vieler Unwägbarkeiten waren aber auch die alles andere als selbstverständlich. Der Montag zeigte einmal mehr, wie schnell die Stimmung an den Märkten umschwenken kann und in direkter Konsequenz auch, warum Anleger die Entwicklungen an den Märkten immer genau im Auge behalten sollten.

 

02.11.2021 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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