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Nel ASA zurück im Tal der Tränen, BYD sorgt für etwas Zuversicht, die Deutsche Telekom zahlt Dividende und Bayer bleibt in schwacher Verfassung

Vorsicht scheint das Gebot der Stunde zu sein

NTG24 - Nel ASA zurück im Tal der Tränen, BYD sorgt für etwas Zuversicht, die Deutsche Telekom zahlt Dividende und Bayer bleibt in schwacher Verfassung

 

Die Börsen sind derzeit hin- und hergerissen. Vor allem in den USA machten sich in dieser Woche Zinssorgen breit, doch starke Konjunkturdaten lassen auch etwas Hoffnung durchblitzen. In Europa gab die EZB immerhin weitere Hinweise auf eine mögliche Zinssenkung im Juni, doch in Stein gemeißelt ist weiterhin nichts. Die Kurse zeigten am Donnerstag unter dem Strich eher wenig Bewegung.

Eine Stabilisierung gab es bei Nel ASA (NO0010081235) zu sehen, dies allerdings leider auf niedrigem Niveau. Der Titel konnte vor wenigen Tagen mit einem ansehnlichen Sprung die Marke bei 0,50 Euro hinter sich lassen, wofür es keinen greifbaren Grund gab. Einige Beobachter führen das Ganze auf Spekulationen um einen Rückzug von Shortsellern zurück. Doch wie man es auch dreht und wendet, auf fundamentaler Seite gab es keinerlei Neuigkeiten zu vernehmen.

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Es reichte letztlich eine negative Analystenstimme, um die Erholung in sich zusammenfallen zu lassen. Gestern hielten die Abschläge sich mit knapp 0,9 Prozent in Grenzen und es ging mit 0,46 Euro aus dem Handel. Damit befindet Nel sich zurück in bekannten Kursregionen und eine nachhaltige Erholung zeichnet sich noch immer nicht ab. Sinkende Zinsen könnten dem Unternehmen helfen, der Fokus liegt aber nun erst einmal auf den Quartalszahlen, die für kommende Woche erwartet werden.

 

BYD: Die nächste Generation

 

BYD (CNE100000296) hat es ebenfalls schon seit einer Weile mit Gegenwind zu tun. Punkten konnte der chinesische Autobauer nun aber mit der Vorstellung der nächsten Generation seiner Blade-Batterien. Noch in diesem Jahr soll jene das Licht der Welt erblicken und bei weiterhin niedrigen Kosten für noch größere Reichweiten sorgen. In Aussicht gestellt werden bis zu 1.000 km, wobei dies freilich auch davon abhängen wird, in welchem Fahrzeug die Batterien zum Einsatz kommen.

An Nachfrage mangelt es schon heute nicht. Die Blade-Batterien kommen bei mehreren namhaften Herstellern zum Einsatz, selbst Konkurrent Tesla setzt zum Teil darauf. Bei den Anlegern scheint die neue Generation wieder für etwas Zuversicht zu sorgen. Die BYD-Aktie konnte am Donnerstag um etwas mehr als ein Prozent bis auf 24,85 Euro zulegen. Das ist erfreulich, aber ebenfalls noch keine richtungsweisende Entwicklung.

 

Dividende bei der Deutschen Telekom

 

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeDie Deutsche Telekom (DE0005557508) musste zuletzt eine kleine Schlappe hinnehmen. Die Bundesnetzagentur legte einen Entgelt-Entwurf für die Nutzung von Glasfaser-Leerrohren vor, bei dem die von der Telekom anvisierten Gebühren deutlich unterschritten werden. Das war allerdings nicht der Grund dafür, dass der Aktienkurs gestern um knapp drei Prozent auf 21,21 Euro absackte. Dafür war die Hauptversammlung verantwortlich, nach der die Aktie Ex-Dividende gehandelt wird. 0,77 Euro je Anteilsschein gibt es und damit etwa zehn Prozent mehr als noch ein Jahr zuvor.

Rechnet man den Effekt durch die Dividende heraus, hätte die T-Aktie den gestrigen Handel sogar mit grünen Vorzeichen verlassen, rechnet „Der Aktionär“ vor. Die tatsächliche Auszahlung auf die Konten der Aktionäre dürfte am Montag erfolgen. Auch für die Zukunft lockt die Deutsche Telekom mit potenziell steigenden Dividenden. Ob deshalb über manche Unzulänglichkeit auf dem Heimatmarkt hinweggesehen werden kann, können Anleger nur für sich selbst entscheiden.

 

Bayer findet keinen Halt

 

Etwas weniger in die Tiefe ging es gestern für die Aktie von Bayer (DE000BAY0017), die sich um rund zwei Prozent bis auf 27,02 Euro verschlechterte. Allerdings finden sich bei dem Pharma-Giganten leider keinerlei Argumente, mit denen sich die Verluste irgendwie schönreden ließen. Eine kleine Erholung aus dem März scheint aktuell wieder dahin zu schmelzen und Zuversicht will sich an den Märkten einfach nicht breitmachen.

Das eine oder andere positive Signal konnte Bayer in den letzten Wochen durchaus aussenden. Es reicht aber weiterhin nicht, um über massive Probleme bei Rechtstreitigkeiten um Glyphosat oder die hohe Verschuldung hinwegsehen zu können, und bei diesen Themen handelt es sich nur um die Spitze eines Eisbergs an Problemen. Die Aktie bleibt für Anleger weitgehend uninteressant und ein Turnaround bleibt für den Moment dem Reich der Fantasie vorbehalten.

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Könnte schlimmer sein

 

So richtig nach Rallye fühlt es sich an der Börse in dieser Woche nicht mehr an. Gleichwohl ist es den Bullen aber auch gelungen, allzu deutliche Korrekturen zu vermeiden und so gab es im Großen und Ganzen eine Stabilisierung auf hohem Niveau zu sehen. Der DAX fiel zwar wieder knapp unter die Linie bei 18.000 Punkten, könnte aber im Handel am Freitag durchaus noch Boden gutmachen. Grundsätzlich sind die Käufer aber weiterhin in Lauerstellung und von einem Crash kann noch nicht ansatzweise die Rede sein. Ob es dabei auch bleibt, steht aber natürlich auf einem anderen Blatt.

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12.04.2024 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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