Schwaches Quartal bei GESCO

Aktie zu optimistisch bewertet

 

Das 1. Quartal war bereits von starken Schwierigkeiten geprägt. Schwierigkeiten, die sich schon im 4. Quartal 2019 in den Bereichen Automotive und Investitionsgüter abzeichneten. Der Auftragseingang sank in der Gruppe um 12,7 % auf 137 Mio. Euro und der Umsatz gab um 11,2 % auf 129,5 Mio. Euro nach. Die Schwäche der Gruppe liegt jedoch in der niedrigen Marge und den hohen Fixkosten. So verwundert es nicht, dass der vergleichsweise moderate Umsatzrückgang sofort zu einem Einbruch des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern um 77,1 % auf 1,78 Mio. Euro führte. Der Gewinn pro Aktie fiel um 90,2 % auf 0,04 Euro. 

Der Vorstand bestätigte noch einmal den Jahresausblick. Das sind gute Nachrichten. GESCO erwartet einen Jahresumsatz von 540 bis 560 Mio. Euro und einen Konzernjahresüberschuss von 8 bis 11 Mio. Euro. Man schränkte den Ausblick insoweit ein, dass er sich kurzfristig ändern kann. 

GESCO hat den Willen den Ausblick zu erfüllen, aber ich befürchte, dass das nicht reichen wird. Der bestätigte Ausblick würde voraussetzen, dass GESCO die nicht erzielten Aufträge und Umsätze von März bis zum Ende des 2. Quartals dann im 2 Halbjahr nachholt. Ohne Zweifel wird die Gruppe einen Teil aufholen, aber ich bezweifele, dass sich die verschiedenen Wirtschaftsregionen so schnell erholen, dass man überhaupt die Gelegenheit bekommt alles wieder aufzuholen. 

 

GESCO ist ein Unikat

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