als .pdf Datei herunterladen

BYD kommt in Ungarn voran, Tesla trotzt sinkenden Absatzzahlen, Xiaomi plaudert angeblich mit Ford und Volkswagen geht in China auf Angriffskurs

Wie die Autobauer wieder zurück in den Wachstumskanal finden wollen

NTG24 - BYD kommt in Ungarn voran, Tesla trotzt sinkenden Absatzzahlen, Xiaomi plaudert angeblich mit Ford und Volkswagen geht in China auf Angriffskurs

 

Auch wenn es mancherorts positive Signale zu sehen gibt und die Unternehmen noch lange nicht am Hungertuch nagen, so befindet sich die Autobranche insgesamt doch immer noch in der Krise. Damit gehen die großen Hersteller recht unterschiedlich um. Eines jedoch eint sie alle: der unbedingte Wille, in Zukunft weiter oder wieder zu wachsen.

Für BYD (CNE100000296) spielt bei diesem Vorhaben Europa eine zentrale Rolle. Schon seit Jahren arbeitet der chinesische Konzern unter Hochdruck daran, auf dem hiesigen Kontinent Fuß zu fassen. Nachdem auf dem Heimatmarkt ein ruinöser Preiskampf die Margen schmelzen ließ und außerdem das Wachstum bei den Absatzzahlen etwas ins Stocken gekommen ist, werden internatonale Erfolge umso wichtiger.

Anzeige:

Banner GitterGewitter

 

 

 

Ein bedeutender Schritt nach vorne soll mit einer lokalen Fertigung gelingen, durch die sich Zölle in der EU umgehen lassen. Offenbar hat man nun in Ungarn bereits mit der Testproduktion begonnen, wie die ungarische Wirtschaftszeitung Világgazdaság zu berichten weiß. Im Laufe der nächsten Jahre soll die Produktion schrittweise hochgefahren werden. Parallel dazu schielt BYD auf weitere Standorte in Europa. Die Anleger zeigen sich aber noch wenig beeindruckt. Mit einem Schlusskurs von 10,54 Euro blieb die BYD-Aktie am Freitag in direkter Nähe zum 52-Wochen-Tief bei 10 Euro.

 

Tesla: Auslaufmodell?

 

Geht es um klassische Elektroautos, so scheinen die Ambitionen von Tesla (US88160R1014) nicht mehr besonders hoch auszufallen. Das angestaubte Portfolio wird um Model S und Model X erleichtert; die Absatzzahlen waren im vergangenen Jahr erneut rückläufig und erstmals überhaupt musste das Unternehmen auch einen Umsatzrückgang hinnehmen.

All das scheint CEO Elon Musk aber herzlich egal zu sein. Die Zukunft steht ganz im Zeichen von Robotaxis und humanoiden Robotern. Musk macht die wildesten Versprechen für Geschäfte in diesen Segmenten. Obschon er in der Vergangenheit längst nicht alle seine Prognosen einhalten konnte, scheinen die Börsianer ihm weiterhin zu vertrauen. Die Aktie fand sich zum Wochenende mit 430,41 US-Dollar zwar in einiger Entfernung zu Rekordständen wieder. Angesichts des fundamentalen Schrumpfkurses ist der Kurs aber noch immer verblüffend stark.

 

Heckt Xiaomi etwas aus?

 

Geht es rein um die Absatzzahlen, so befindet sich Xiaomi (KYG9830T1067) mit E-Autos noch immer auf Wachstumskurs, wenngleich das für dieses Jahr angepeilte Tempo nicht jedem Analysten schmeckt. Optimisten gehen allerdings davon aus, dass die für 2026 angepeilten 550.000 Auslieferungen eher eine konservative Schätzung sind und letztlich überboten werden können. Ab 2027 soll auch international expandiert werden, wobei insbesondere Europa im Fokus steht.

Anzeige:

Werbebanner Zürcher BörsenbriefeDer US-Markt bleibt chinesischen Herstellern aufgrund von restriktiv hohen Zöllen versperrt. Laut einem Bericht der „Financial Times“ soll Xiaomi aber wohl Gespräche mit Ford zwecks eines Joint Ventures mit Produktion in den USA geführt haben. Was es damit auf sich haben mag, darüber lässt sich wohl nur spekulieren. Ford dementierte das Ganze recht schnell und nannte die Berichterstattung „völlig falsch“. Die Xiaomi-Aktie leidet derweil nicht nur unter fehlenden neuen Signalen aus dem E-Auto-Segment, sondern vor allem aufgrund von rapide steigenden Speicherpreisen, welche die Margen bei Smartphones aufzufressen drohen. Im Januar ging es um weitere 15 Prozent auf 3,81 Euro abwärts.

 

Volkswagen gibt nicht auf

 

Während die chinesischen Autobauer verstärkt Europa ins Visier nehmen, zieht es Volkswagen (DE0007664039) ein wenig in die andere Richtung. Die Wolfsburger wollen verlorene Marktanteile in China zurückerobern und gehen dafür mit über zwei Dutzend neuen Modellen auf Angriffskurs. Neue Technik und Einstiegsfahrzeuge, die preislich mit der lokalen Konkurrenz mithalten können, sollen das deutsche Unternehmen in Fernost wieder nach vorne bringen.

Hohe Marktanteile verzeichnet Volkswagen im Reich der Mitte nur noch bei Verbrennern, während bei den immer beliebteren E-Autos heimische Anbieter wie BYD den Ton angeben. Doch in Wolfsburg gibt man sich kämpferisch. Chinavorstand Ralf Brandstätter ließ kürzlich gegenüber Journalisten in Berlin wissen, dass Volkswagen in China sei, „um zu bleiben“. Doch auch hier muss noch Überzeugungsarbeit bei den Aktionären geleistet werden. Die Aktie landete zum Wochenende mit 102,65 Euro auf einem noch immer überschaubaren Niveau.

 

In Bewegung

 

Anzeige:

Werbebanner Speed Monkeys - Tesla Tuning EssenDer Wind in der Autobranche scheint sich durchaus etwas zu drehen. Die Rede in den Vorständen ist nicht länger nur noch von Krise, Schrumpfkurs und immer neuen Einsparungen. Stattdessen steht wieder die Expansion im Vordergrund. Zwar lässt sich natürlich nicht garantieren, dass jedes Vorhaben auch von Erfolg gekrönt sein wird. Allein die Ambitionen der Konzerne sind aber eine angenehme Abwechslung zu den vergangenen Jahren und im Erfolgsfall könnte es auch mit dem einen oder anderen Aufwärtstrend an der Börse endlich wieder klappen.

 

BYD-Aktie: Kaufen oder verkaufen?

 

Die neuesten BYD-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BYD-Aktionäre. Lohnt sich aktuell ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen?

Konkrete Empfehlungen zu BYD - hier weiterlesen...

 

01.02.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

Auf Twitter teilen     Auf Facebook teilen


Informiert bleiben - Wenn Sie bei weiteren Nachrichten und Analysen zu einem in diesem Artikel genannten Wert oder Unternehmen informiert werden möchten, können Sie unsere kostenfreie Aktien-Watchlist nutzen.








Ihre Bewertung, Kommentar oder Frage an den Redakteur


Bitte geben Sie die Anzahl der unten gezeigten Eurozeichen in das Feld ein.
>

 



 

 

Haftungsausschluss - Die EMH News AG übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit der Empfehlungen sowie für Produktbeschreibungen, Preisangaben, Druckfehler und technische Änderungen. (Ausführlicher Disclaimer)