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Finanzchef Christian Gärtner kündigt seinen Rücktritt von HelloFresh an, was an der Börse für Unruhe sorgt

Offenbar ist die Suche nach einem Nachfolger bei HelloFresh bereits fortgeschritten

NTG24 - Finanzchef Christian Gärtner kündigt seinen Rücktritt von HelloFresh an, was an der Börse für Unruhe sorgt

 

Spätestens ab dem vierten Quartal wird HelloFresh ohne den derzeitigen Finanzchef Christian Gärtner auskommen müssen. Jener kündigte am Dienstag überraschend nach rund zehn Jahren seinen Rückzug aus dem Unternehmen an. Seit 2015 ist er in seiner Position tätig und begleitete dort auch den Börsengang im Jahr 2017.

Nun ließ HelloFresh (DE000A161408) mitteilen, dass der Abschied noch vor Jahresende anstehe und die Suche nach einem Nachfolger weit fortgeschritten sei. Weitere Angaben zu einem neuen Finanzchef wurden allerdings noch nicht gemacht.

Für Gärtner hat HelloFresh derweil nur lobende Worte. Er sei maßgeblich daran beteiligt gewesen, eine starke finanzielle Basis für das Unternehmen aufzubauen. CEO Dominik Richter wünscht Gärtner für die Zukunft nur das Beste. Auch die Aktionäre scheinen mit seinen Tätigkeiten zufrieden gewesen zu sein und die Nachricht über seinen Abschied wurde sehr negativ aufgenommen.

 

 

Die HelloFresh-Aktie sackte am Dienstag zeitweise um rund sechs Prozent ab und konnte sich davon bisher nicht erholen. 10,14 Euro standen am Mittwochmorgen noch auf dem Ticker; auf 5-Tages-Sicht sind Verluste von 6,6 Prozent zu beklagen. Die Erholung aus dem April war bereits etwas ins Stocken geraten und droht nun, weiter an Rückhalt zu verlieren. Insbesondere unterhalb von zehn Euro könnten leicht Verkaufssignale entstehen.

 

HelloFresh auf Richtungssuche

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Werbebanner Philoro 3 Darüber hinaus werfen die Ermittler den Konzernen vor, gegenseitig auf das Abwerben von Personal verzichtet zu haben. Mit Wettbewerb hat all das nicht mehr viel zu tun, was die Gerichte nun mit empfindlichen Strafen belegen. Auf Delivery Hero (DE000A2E4K43) kommt eine Belastung von 223 Millionen Euro zu, Glovo wird 106 Millionen Euro berappen müssen.

 

Abseits von Personalien befindet sich HelloFresh derzeit im Umbruch. Das Geschäft mit Kochboxen lässt seit Jahren zu wünschen übrig. Nach einer Hochphase während der Pandemiejahre setzten steigende Lebensmittelpreise dem Unternehmen zu und die Nachfrage ging zeitweise baden. Etwas kompensieren ließ sich dies durch ansehnliches Wachstum bei Fertiggerichten. Vollkommen zufrieden scheinen die Anleger noch nicht zu sein, denn obschon die HelloFresh-Aktie sich auf Jahressicht um fast 80 Prozent verbessern konnte, bleibt sie von ihren historischen Höchstständen noch meilenweit entfernt. 

 

04.06.2025 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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